Im Mittelpunkt steht ein neues Designkonzept, das Hyundai als „Aero Hatch“ bezeichnet. Die Karosserie des rund 4,16 Meter langen und 1,80 Meter breiten E-Autos kombiniert aerodynamische Effizienz mit einem überraschend großzügigen Innenraum. Mit einem Luftwiderstandsbeiwert von rund 0,263 zählt der IONIQ 3 zu den besonders windschnittigen Fahrzeugen seines Segments und soll damit sowohl Reichweite als auch Effizienz verbessern. Zwei Leistungsstufen stehen über einen Vorderradantrieb zur Wahl: 100 kW / 135 PS und 108 kW / 147 PS.
Hyundai IONIQ 3 tritt gegen VW ID. Polo und Cupra Raval an
Technisch basiert das Modell auf der 400-Volt-Version der E-GMP-Plattform des Hyundai-Konzerns. Käufer haben die Wahl zwischen zwei Batterievarianten. Die Standard-Range-Version (42.2 kWh) bietet eine WLTP-Reichweite von etwa 344 Kilometern und lädt maximal mit 119 kW auf, während die Long-Range-Variante (61 kWh) bis zu rund 496 Kilometer erreichen soll und maximal 110 kW Ladeleistung schafft. Schnelles DC-Laden von 10 auf 80 Prozent ist bei beiden Batteriegrößen unter optimalen Bedingungen in rund 30 Minuten möglich. Zusätzlich unterstützt der IONIQ 3 AC-Ladeleistungen bis zu 22 kW. Allerdings nur optional.

Auch beim Raumangebot setzt Hyundai auf Alltagstauglichkeit. Was das hinsichtlich der Bein- und Kopffreiheit vorrangig im Fond des Fahrzeugs bedeutet, wird ein Alltagstest zeigen müssen. Klar ist: Mit einem Radstand von 2,68 Metern reißt der IONIQ 3 von Hyundai keine Bäume aus. An dieser Stelle wird deutlich, dass das neue E-Auto aus Südkorea eher für den Stadtverkehr als für die Langstrecke gedacht ist. Der Kofferraum fasst bis zu 441 Liter inklusive zusätzlichem Stauraum im sogenannten Megabox-Fach im Unterboden. Hier soll sogar ausreichend Platz für einen kleinen Reisetrolley sein. Das reine Kofferraumvolumen beträgt aber nur 322 Liter.

Eher ein Stadtauto
Technologisch debütiert im IONIQ 3 das neue Infotainmentsystem „Pleos Connect“, basierend auf Android Automotive OS. Je nach Ausstattung kommen Displays von 12,9 bis 14,6 Zoll zum Einsatz. Ergänzt wird das System durch digitale Dienste wie Smartphone-Schlüssel, Vehicle-to-Load-Funktion (V2L) und moderne Assistenzsysteme wie den Highway Driving Assist 2. Auf der Autobahn sind bis zu 170 km/h möglich, der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt – modellabhängig – in neun bis zehn Sekunden.

Mit dem IONIQ 3 positioniert Hyundai ein neues Einstiegsmodell unterhalb von IONIQ 5 (Test) und IONIQ 6 (Test), aber deutlich oberhalb des Kleinwagens Hyundai Inster. Der Marktstart in Europa ist noch für 2026 vorgesehen. Preislich soll das Modell im Einstiegsbereich des Elektro-Kompaktsegments liegen und damit vor allem jüngere und preisbewusste E-Auto-Käufer ansprechen. Zu erwarten ist ein Einstiegspreis von rund 35.000 Euro.
