Entscheidung steht: Uber, Bolt und Co. bald 50 Prozent teurer

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Jetzt ist es beschlossene Sache: Schon bald werden Fahrten mit Uber, Bolt und Co. deutlich teurer als bisher. Dabei haben sich die Unternehmen selbst strikt gegen die kommende Preiserhöhung ausgesprochen.
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Entscheidung steht: Uber, Bolt und Co. bald 50 Prozent teurerBildquelle: Uber

Fahrdienste wie Uber, Bolt und Co. sind nicht nur schnell per App bestellt, sondern zudem auch preiswerter als die Fahrt mit dem Taxi. Doch das soll sich jetzt ändern. Ein neuer, verpflichtender Mindestpreis sorgt ab dem 1. Juni für eine heftige Preissteigerung.

Uber, Bolt und Co. werden teurer

Die Preise für reguläre Taxis sind über den sogenannten Taxitarif für jede Stadt klar geregelt. In diesem Tarif sind der Grundpreis, der Kilometerpreis sowie Zuschläge für XL-Taxis, Nachtfahrten etc. klar geregelt. Für Fahrdienstvermittler wie Uber, Bolt und Co. gilt dieser Tarif nicht. Hier werden die Preise dynamisch nach Nachfrage und Tageszeit berechnet. Zumindest ist das bisher der Fall.

In Köln gilt dies ab dem 1. Juni jedoch nicht mehr. Der Stadtrat hat am Donnerstag mit Stimmen von Grünen, CDU, SPD und Linke ein sogenanntes Mindestbeförderungsentgelt beschlossen. Bei Buchung einer Fahrt per App oder Telefon muss die Fahrt mindestens 80 Prozent des Taxitarifs betragen. Uber und Taxis werden also ab diesem Zeitpunkt gleich teuer sein.

Im gleichen Beschluss wurden auch gleich die Taxigebühren um 11,5 Prozent per Kilometer erhöht und auch schon die nächste Preiserhöhung für den 1. März 2027 beschlossen.

Während Taxifahrten also ab dem 1. Juni 11,5 Prozent teurer sein werden, fällt die Preiserhöhung bei Uber deutlich höher aus. Uber selbst geht davon aus, dass von ihnen vermittelte Fahrten im Durchschnitt über 50 Prozent teurer sein werden als bisher.

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Taxi vs. Uber

Private Fahrdienstvermittler wie Uber, Bolt und Co. sind weltweit auf dem Vormarsch. Sie unterbieten nicht nur die Kosten von klassischen Taxis, sondern sind auch praktischer für den Kunden. So kann man mit einer App weltweit Fahrten bestellen, sieht direkt den vollständigen Fahrpreis ohne Überraschungen und kann auch direkt in der App bezahlen. Diskussionen um kaputte Kartenlesegeräte oder nicht ausgestellte Rechnungen gehören also der Vergangenheit an.

Doch stehen die Fahrdienstvermittler auch für Lohndumping und Scheinselbstständigkeit der Fahrer in der Kritik. So sind die Fahrer nicht bei Uber und Co. angestellt, sondern arbeiten für kleinere Flottenunternehmen und bekommen die Fahrten nur vermittelt. Doch gegen diese Praktiken wird nicht vorgegangen.

Ob durch den Beschluss der Stadt Köln wieder mehr Menschen zum Taxi greifen, darf bezweifelt werden. Eine Umfrage von Civey hat ergeben, dass nur ein Prozent der Befragten wieder häufiger Taxi fahren wird, wenn die Preisangleichung kommt. Jeder Dritte würde bei den gestiegenen Preisen hingegen wieder häufiger zum eigenen Pkw greifen.

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