Hast du beim letzten Tankstopp auch kurz überlegt, ob du dein Auto lieber direkt an der Zapfsäule stehen lässt? Kein Wunder! Die Preise sind schließlich fast schon explosionsartig gestiegen. Und auch wenn der Rohölpreis zuletzt wieder gesunken ist, dürfte Sprit teuer bleiben. Gute Nachrichten sind das für Fahrer von E-Autos. Denn für sie lohnt sich die Anschaffung ihres vollelektrischen Pkw im Vergleich zu einem Verbrenner immer mehr, wie das Vergleichsportal Verivox herausgefunden hat. Der Preis-Abstand zwischen Benzin und Strom hat zuletzt ein echtes Rekord-Hoch erreicht. Wer noch einen Benziner fährt, zahlte zuletzt fürs Tanken mehr als dreimal so viel wie ein E-Auto-Besitzer.
Die nackten Zahlen des Grauens (für dein Portemonnaie)
Rechnen wir das Ganze auf Basis der von Verivox und dem ADAC ermittelten Durchschnittspreise mal durch: Wenn du im März 2026 mit einem Benziner der Mittelklasse 1.000 Kilometer gefahren bist, hat dich das im Schnitt satte 160 Euro gekostet. Zum Vergleich: Ein E-Auto-Fahrer, der seinen Wagen gemütlich zu Hause an der Wallbox lädt, hat für die gleiche Strecke gerade einmal 53 Euro bezahlt. Das heißt: Benziner tanken ist aktuell rund 67 Prozent teurer als Strom laden. Selbst Diesel-Fahrer kommen mit 113 Euro pro 1.000 Kilometer nicht ansatzweise an die Sparpreise der Stromer heran.
Warum klafft die Schere zwischen E-Auto und Verbrenner so weit auseinander?
Während die Preise für Benzin und Diesel durch die aktuellen Krisen regelrecht explodieren, bleiben die Strompreise für Haushalte gegenwärtig vergleichsweise stabil. Energie-Experte Thorsten Storck von Verivox warnt sogar: Die Lücke könnte im April noch größer werden. Während der Sprit immer teurer wird, ziehen die Strompreise – wenn überhaupt – erst viel später nach.
Dein Heimvorteil: Die eigene Steckdose
Den richtigen Spar-Turbo zündest du natürlich, wenn du eine eigene Wallbox im Hof oder in der Garage hast. Zu Hause kostet dich die Kilowattstunde im Schnitt 31,24 Cent. Unterwegs an der öffentlichen Schnellladesäule wird es bei einem angenommenen kWh-Preis von 60 Cent zwar teurer, aber selbst dann fährst du immer noch 37 Prozent günstiger als mit Benzin im Tank und immerhin 10 Prozent günstiger als mit einer Diesel-Fahrt. Aber: Zahlst du mehr als 60 Cent pro kWh für öffentliches Laden – und das ist besonders beim Ad-hoc-Laden ohne Anmeldung nicht selten der Fall –, schmilzt der Preisvorteil für das E-Auto schnell dahin.
Fazit: Lohnt sich der Umstieg vom Verbrenner für dich?
Wenn du die Möglichkeit hast, dein Auto zu Hause oder beim Arbeitgeber zu laden, führt gegenwärtig aus rein finanzieller Sicht eigentlich kein Weg mehr am E-Auto vorbei. Besonders extrem wird es, wenn du eine eigene PV-Anlage auf dem Dach hast – dann fährst du mit dem E-Auto hinsichtlich der Energiekosten nämlich fast umsonst.

Wenn es kein planmäßiger Autokauf ansteht, dann lohnt sich der Tausch auch nicht.
Damit der Preisunterschied und andere laufende Kosten durch Ersparnis ausgeglichen sind, werden mindestens 20 Jahre vergehen, und bis dahin werden sich und Spritpreis und Strompreis noch Tausend Mal ändern.
Und wenn der Strompreis in zwei Wochen auch schlagartig ansteigt, dann ist dieser Artikel sowieso obsolet.