Sie gilt wie schon der CLA als Hoffnungsträger und ist jetzt in vollelektrischer Form angekündigt: die C-Klasse von Mercedes. Sie markiert einen zentralen Schritt in der Elektrifizierungsstrategie der Stuttgarter. Erstmals wird die Mittelklasse-Limousine vollständig als E-Auto gedacht und basiert auf der neu entwickelten MB.EA-Plattform, die konsequent auf batterieelektrische Antriebe ausgelegt ist.
800 Volt für die Mittelklasse
Im Fokus steht primär die Technik: Die elektrische C-Klasse nutzt – wie der neue BMW i3 – eine moderne 800-Volt-Architektur, die besonders schnelle Ladezeiten mit einer Ladeleistung von bis zu 330 kW ermöglicht. So lassen sich an Schnellladesäulen in zehn Minuten mehr als 300 Kilometer Reichweite nachladen. Mercedes verspricht: Von 10 auf 80 Prozent dauert es unter optimalen Bedingungen nur 22 Minuten. Gleichzeitig soll die Limousine mit einer WLTP-Reichweite von bis zu rund 762 Kilometern in der Oberklasse der Effizienz mitspielen. Wer den Wagen an einer Wallbox oder an einer Normalladesäule aufladen möchte, kann das mit 11 kW tun – optional auch mit bis zu 22 kW.

Auch bei der Leistung zeigt sich das Modell ambitioniert. In der Version Mercedes-Benz C 400 4Matic elektrisch arbeiten zwei Elektromotoren mit Allradantrieb, die in der Spitze 360 kW (489 PS) liefern. Damit beschleunigt die elektrische C-Klasse laut Hersteller in vier Sekunden von 0 auf 100 km/h und positioniert sich klar als sportliche Premium-Limousine. In der Spitze sind 210 km/h möglich.
High-End in der C-Klasse von Mercedes
Technologisch setzt Mercedes stark auf Digitalisierung und Komfort. Im Innenraum dominiert das neue MBUX-System mit großflächigen Displays bis hin zum Hyperscreen in der Top-Ausstattung. Und all das wird ergänzt durch KI-gestützte Funktionen, Sprachsteuerung und Augmented-Reality-Elemente. Assistenzsysteme auf hohem Niveau sowie Features wie Luftfederung und Hinterachslenkung sollen zusätzlich den Anspruch als Hightech-Fahrzeug unterstreichen.

Optisch verabschiedet sich Mercedes bei der neuen Generation von der stark futuristischen EQ-Designsprache und orientiert sich wieder stärker an klassischen Limousinen-Proportionen. Das sorgt für eine konservativere, aber breiter akzeptierte Formensprache im wichtigen Mittelklassesegment. Bei 4,88 Metern Länge und 1,89 Metern Breite soll ein Radstand von 2,96 Metern nutzbar sein. Das lässt hoffen, dass auch in der zweiten Sitzreihe viel Platz nutzbar ist. Kofferraumvolumen: 470 Liter plus 101 Liter in einem Frunk unter der Fronthaube.
Neue C-Klasse gegen BMW i3 – wer gewinnt?
Die Markteinführung der elektrischen C-Klasse ist noch für 2026 geplant. Mit ihr will Mercedes nicht nur bestehende Kunden in die Elektromobilität überführen, sondern auch im hart umkämpften Segment gegen Wettbewerber wie BMW bestehen. Ob das gelingen kann, muss sich zeigen. Denn BMW bietet den i3 nicht nur mit einer auf dem Papier höheren Reichweite an, sondern auch mit einer höheren Ladeleistung. Dafür punktet der Mercedes in der jetzt vorgestellten Version mit etwas mehr Leistung. Und je nach Ausstattungsvariante auch mit mehr Luxus im Innenraum.

Zusammengefasst zeigt die neue C-Klasse mit vollelektrischem Antrieb vordergründig eines: Mercedes setzt voll auf moderne Plattformtechnik, hohe Reichweiten und ein digitales Nutzererlebnis. Und macht die Mittelklasse damit endgültig fit für das Elektrozeitalter. Preislich soll es bei unter 70.000 Euro losgehen. Die Bestellbücher öffnen voraussichtlich schon im Mai. Wenn zu einem späteren Zeitpunkt ein Einstiegsmodell folgt, dürfte das bei rund 60.000 Euro starten.
