Überraschende Kehrtwende: Können Huawei-Fans bald aufatmen?

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Für Huawei und seine Smartphones sieht die Lage nicht rosig aus, seitdem der US-Bann die Zusammenarbeit mit amerikanischen Firmen untersagt. Doch das Blatt könnte sich wenden und der Fall eintreten, mit dem niemand mehr gerechnet hat.
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Bildquelle: Huawei

Der noch amtierende US-Präsident Donald Trump hat vor nun rund zwei Jahren den Bann auf chinesische Firmen, wie Huawei oder ZTE, freigegeben. Aufgrund von Spionagevorwürfen gegen die chinesische Regierung traf es vor allem Huawei hart, denn die Zusammenarbeit mit US-Firmen war fortan untersagt. Das Resultat: Keine Google-Services mehr auf Huawei-Handys.

Das könnte sich nun aber doch noch ändern. Auch wenn Huawei sein eigenes Ökosystem längst ausgebaut und ein eigenes Betriebssystem entworfen hat, schließt man die Nutzung von US-Produkten nach wie vor nicht aus. Wie das Magazin Seek Device unter Berufung auf die chinesische Webseite 36kr berichtet, soll Huawei möglicherweise nun doch mit Qualcomm zusammenarbeiten dürfen.

Huawei und der US-Bann: Taut das Eis?

Wie es heißt, soll die US-Regierung Qualcomm erlauben, mit Huawei zu kooperieren und ins Geschäft kommen. Eine entsprechende Lizenz besiegelt das Anliegen, berichtet Seek Device. Das heißt für Smartphones des chinesischen Herstellers, das in Zukunft wieder Snapdragon-Prozessoren zum Einsatz kommen könnten. Konkret könnten die neuen Modelle der P- und Mate-Serie davon profitieren, unter anderem vom Snapdragon 875. Guo Ping, Vorsitzender bei Huawei, kündigte an, Qualcomm-Chips auch nutzen zu wollen.

Neben Qualcomm soll auch der Chip-Hersteller TSMC eine Lizenz beantragen wollen, um Huawei weiterhin mit Kirin-Prozessoren ausstatten zu können. Offiziell bestätigt sind die Meldungen bislang jedoch nicht – weder von Huawei, noch von Qualcomm oder TSMC. Ob damit auch der Weg für weitere Lizenzen, zum Beispiel die erneute Nutzung von Google-Diensten, geebnet ist, bleibt abzuwarten. Vor allem auch im Hinblick auf den neu gewählten US-Präsidenten Joe Biden.

Das ist die Strategie

Jüngst wurden Pläne öffentlich, in denen vorgeblich der Verkauf der Tochterfirma Honor seitens Huawei geplant wird. Bisherigen Informationen zufolge soll Honor für über 12 Milliarden Euro an den Vertriebspartner Digital China sowie verschiedene Investmentgesellschaften übergehen. Der Deal soll bereits besiegelt sein.

Abseits dessen hält Huawei auch an Deutschland als Absatzmarkt fest. Wie kürzlich berichtet, soll Huawei nun nach dem Lockdown ein stationärer Flagship-Store in Berlin eröffnen wollen.

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2 KOMMENTARE

  1. Avatar Mr. T

    Laut meinem Informationsstand gilt dieses Embargo seit letztem Jahr Mai und daher nicht 2 Jahre sondern 1 1/2 Jahre.
    Besser recherchieren wäre hier angesagt!

    Antwort
    • Avatar gerd99

      rund zwei Jahre entsprechen doch auch der Embargo-Zeit. Hier alles auf die Goldwaage legen, ist doch etwas übertrieben.

      Antwort

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