„Gigantische Herausforderungen“: Autoindustrie will Finanzspritze von EU

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Die europäische Autoindustrie befindet sich mitten im Umbruch von Verbrenner-Ausstieg bis 2035, Digitalisierung und E-Mobilität. EU-Kommissar, Nicolas Schmit spricht von "gigantischen Herausforderungen". Die betroffenen Regionen suchen verstärkt nach Unterstützung.
Verschiedene geparkte Mietwagen in einer Reihe.
So umgehst du die Kostenfalle Mietwagen im Urlaub.Bildquelle: Obi Pixel6propix/Unsplash

Mehrere Vertreter europäischer Automobilregionen verlangen von der Europäischen Union eine finanzielle Unterstützung. Somit kann die fundamentale Neuausrichtung der Autoindustrie samt des Verbrenner Aus für Neuwagen mit einem Verbrennungsmotor bis 2035 und der jeweiligen Beschäftigten sichergestellt werden. Am Donnerstag in Leipzig sprach der EU-Kommissar Nicolas Schmit von „gigantischen Herausforderung“, um die Klimaziele der EU zu erreichen, berichtet Heise Online. Alleine in der EU hängen rund zwölf Millionen Arbeitsplätze an dem Gelingen eines erfolgreichen Wandels der Automobilindustrie.

Fond als Unterstützung für Autoindustrie

„Viele Regionen hängen davon ab, dass diese Industrie wettbewerbsfähig bleibt und die Transformation zu klimaneutralen Antrieben gelingt“, erklärte Schmit. Bislang gehören der Allianz ganze 29 Pkw-Regionen in Deutschland, Österreich, Spanien, Italien, Frankreich, den Niederlanden und der Slowakei. Diese fordert von der EU Unterstützung für einen „gerechten und fairen Wandel“.

Besonders müssen für alle Beschäftigten die negativen Folgen eingedämmt werden. Dabei gehe es um Investitionsförderungen, Forschung, Weiter- und Ausbildung, betonte Thomas Schmidt (CDU), Sachsens Regionalentwicklungsminister. Zur Unterstützung nannte Schmidt den Just Transition Fund der EU, welcher gleichzeitig den Übergang zur Klimaneutralität in vor allem betroffenen Gebieten fördern wird. Jedoch könnte es sich nicht um eine 1:1 Jobsicherung in der Autoindustrie drehen, sagte Sachsens Regionalentwicklungsminister. Es müsse auch Acht auf die Wertschöpfung außerhalb der Branche gegeben werden. Eine genaue Summe, die für solch einen Fond nötig sei, wollte Schmidt nicht nennen.

Erweiterung der Branche – Auch regionale Produktionsstätte

Die Batterieproduktion für Elektroautos sowie die regionale Chipproduktion müsse ausgebaut werden, sagte der für Beschäftigung und Soziales zuständige EU-Kommissar Thomas Schmit. Zusätzlich müsse Europa sich um eigene Lagerstätte für den Rohstoff Lithium kümmern. Durch solche Erweiterungen würden neue Arbeitsplätze geschafft werden. „Wir müssen hier einige Tabus abbauen.“ Allerdings zeigte sich Schmit skeptisch mit Blick auf den Wandel in der Autoindustrie und ob es tatsächlich nötig sei, einen neuen Fond aufzunehmen. Denn die EU verfügt derzeitig über Fonds, die für den Umbruch in der Automobilindustrie verwendbar seien.

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1 KOMMENTAR

  1. Christian

    Über Jahrzehnte die GANZ GROßE KOHLE gescheffelt …. sich selbst und den Angestellten fürstliche Gehälter gegönnt und Dividenden ohne Ende raus gehauen…. und nun soll die Gemeinschaft einspringen um verpennte Entwicklungen möglichst schnell aufzuholen und umzusetzen.

    GENAU MEIN HUMOR.

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