Diesel und Co. schon bald vor dem Aus: Das ändert sich für Verbraucher

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Die EU-Politik hat über die Zukunft der Autos entschieden. Elektroautos sollen schon bald das Straßenbild beherrschen. Doch was bedeutet das für Verbrenner und vor allem für dich als Verbraucher? Wir haben alle Informationen für dich.
E-Autos und Verbrenner fahren auf einer Straße
So sieht die Zukunft für E-Autos und Verbrenner in der EU aus.Bildquelle: Chuttersnap/Unsplash

Sind E-Autos die Zukunft? Die einen sagen Ja, die anderen Nein. Fest steht, dass man in der EU zugunsten der Umwelt schädliche Treibhausgase einsparen will und zwecks dessen das Klimaschutzprogramm „Fit for 55“ ins Leben rief. Teil dessen sind Verbrenner wie Autos. Nun einigte sich die Politik und beschloss die Zukunft der Autos.

E-Auto vs. Verbrenner: Das sieht das Klimapaket vor

Lange diskutierten Politiker und EU-Kommission darüber, wie es mit E-Autos, primär aber mit klassischen Verbrennern in Zukunft weitergehen soll. Im Sommer dieses Jahres legte man bereits einen ersten Gesetzentwurf vor. Nun einigte man sich darauf und beschloss das Verbot für Verbrenner ab 2035, wie das „Handelsblatt“ unter Berufung auf die tschechische Ratspräsidentschaft berichtet.

Das bedeutet allerdings nicht, dass ab 2035 kein Verbrenner mehr auf den Straßen fahren darf, sondern das keine Neuwagen mehr als Verbrenner verkauft werden dürfen. So will man die gesetzten Klimaziele erreichen. Während Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) die Entscheidung begrüßte, herrschte vor allem zwischen den Liberalen und Grünen Uneinigkeit über das Ableben der Verbrenner. Dabei ging es vor allem um sogenannte E-Fuels, bei denen es sich um synthetische Kraftstoffe handelt, die Treibhausgase binden. Setzt man E-Fuels in einem Verbrenner ein, würden sie praktisch emissionsfrei fahren können.

Aber: Bereits verkaufte oder zugelassene Verbrenner sind von dem Verbot nicht betroffen. 2026 will man den Beschluss erneut überprüfen.

Autoindustrie läuft Sturm

Von Seiten der Autoindustrie kommt harsche Kritik an der Entscheidung der EU-Kommission. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) bezeichnet die Entscheidung „fahrlässig“, da man Ziele für nach 2030 festgelegt hätte, ohne dabei auf aktuelle Entwicklungen eingehen zu können und Anpassungen vorzunehmen. Dazu zählt etwa der Ausbau der Ladeinfrastruktur. „Die EU muss jetzt umgehend bei den Rahmenbedingungen in die Offensive gehen“, kommentiert VDA-Präsidentin Hildegard Müller das Geschehen.

Man verlange, dass man innerhalb der EU Energiepartnerschaften und Rohstoffabkommen abschließe, um eine Versorgung sicherzustellen. Auch für einen klimaneutralen Betrieb von Verbrennern sprach sich der VDA aus.

Tempolimit und autofreie Tage im Gespräch

Abgesehen vom Verbrenner-Aus debattiert man auf nationaler Ebene darüber hinaus weiterhin über ein Tempolimit sowie jetzt auch autofreie Tage. Einige Politiker sprechen sich dabei für alle Maßnahmen aus, die man zugunsten der Energie- und Klimakrise machen könnte. „Tempolimits und autofreie Sonntage sind erprobte Maßnahmen“, erklärt etwa Stefan Gelbhaar, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion gegenüber dem Handelsblatt.

Aus den Reihen der Autoindustrie wird vor allem der Effekt des Tempolimits bezweifelt. Vor allem das Wie etwa von Audi-Chef Markus Duesmann, der meint, dass ein Tempolimit keinen bewiesenen Effekt auf das Klima hat. „Um uns in Deutschland besser einzustimmen auf die Lage und die Notwendigkeit des Sparens, könnte es wieder autofreie Tage geben, so wie in den 1970er Jahren“, schlägt Duesmann gegenüber der Süddeutschen Zeitung vor. Hier stellt sich unter anderem aber der VDA quer.

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2 KOMMENTARE

  1. Karl-heinz.hasler

    Bei einem Hersteller wie Mercedes eine Katastrophe und ein Armutszeugnis

    Antwort
  2. Pold Alfred

    Sorry, mit Umweltschutz hat es nix zu tun. Verbrenner aus müsste in der EU für alle, wirklich alle gelten. Kein Schiff, Flugzeug, LKW. Und auch für alle Dienst Fahrzeuge der Regierungen. Ich fahre einen Linien Bus und frage mich, wie soll ich zu meinem Bus kommen, ich bin Teil der Öffis und bin entweder am Morgen selbst der erste Bus, am Abend eben der letzte. Ich brauche meinen PKW einfach für die Arbeit. Auch hätte ich gar keine Zeit mehr zum pendeln mit den Öffis. Unser kurzer Dienst sind bereits neun Stunden, zwölf und dreizehn, und auch fünfzehn Stunden Dienst sind normal. Ausserdem ist es eine Form einer versteckten Beformundung und langsamen Wertverfall bis Enteignung.
    Wieso sind E Autos für mich unerschwinglich, gleichzeitig sieht das Verbrenner Verbot Ausnahmen für die Luxus Marken vor die weniger als zehntausend Autos im Jahr produzieren wie Bugatti, Ferrari und Co.
    Der Reiche wird auch in Zukunft einen Verbrenner fahren. Bei uns am Land hab ich im Ort nur einen Stellplatz mit sechs kW, da brauch der Haartrockner ewig bis er aufgeladen ist.
    Der Ami fährt nach wie vor alte Autos mit viel Hubraum, der Rest der Welt auch. Aber….
    ….. Europa rettet das Klima.
    Ich finde es eine Form einer Diktatur der Politik und Wirtschaft.
    Die Wahrheit ist, wir kleinen sollen kein Auto mehr besitzen, also machen wir alles und vieles teurer.
    Auch können wir durch unsere verschiedenen Dienste keine Fahrgemeinschaft bilden. Bleibt bei meiner miesen Bezahlung und langen Diensten von meinen KOLLEGEN und mir, LKW Fahrer, Polizisten, Krankenschwestern, Pflegern usw. die Frage:Wie kommen wir zur Arbeit und wieder nach Haus.

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