Engpässe durch Corona-Krise: Vodafone musste Netz nachjustieren

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Die Büros leer, die Wohnzimmer voll: Durch die Hochphase der Corona-Krise im März und April verlagerte sich auch die Internetnutzung deutlich. Wie jetzt bekannt wurde, musste Vodafone kurzfristig im Netz nachjustieren, um dem gerecht zu werden.
Vodafone Logo und Schriftzug an einer Hauswand
Vodafone Logo und Schriftzug an einer HauswandBildquelle: rcfotostock / Adobe Stock

Üblicherweise sei die Rushhour im Kabel-Internet zwischen 19 und 22 Uhr, sagte ein Sprecher von Vodafone im Rahmen eines Pressegespräches. Die Verlagerung der Büros habe jedoch dafür gesorgt, dass diese Peaks mehrfach am Tag stattfanden. Der Grund sei unter anderem der Arbeitsbeginn, die Rückkehr aus der Mittagspause und die zahlreichen meist zur vollen Stunde terminierten Videokonferenzen gewesen. Dafür sei die Spitze am Abend etwas abgeflacht.

Der Downstream sei jedoch im Netz stets stabil geblieben, so Vodafone. Den entstehenden Traffic habe man auch ohne Probleme ins Internet abführen können. Mehr Herausforderungen habe es jedoch mit dem Upstream gegeben. Wie ein mit der Netztechnik vertrauter Mitarbeiter im Rahmen eines Pressegespräches sagte, habe man hier kurzfristig reagieren müssen.

Upstream-Steigerung war erst später geplant

Zwar sei der steigende Upstream bei Vodafone im Netz durchaus eingeplant gewesen, jedoch noch nicht zu diesem Zeitpunkt im Jahr. Maßnahmen zur Erweiterung seien daher durchaus geplant, aber noch nicht durchgeführt gewesen. Daher habe man hier auch bei den Kunden die ein oder andere Beeinträchtigung feststellen müssen.

Jedoch habe Vodafone versucht, Maßnahmen vorzuziehen. Auch seien geplante Segmentierungen der Verstärkerpunkte vorgezogen worden wo möglich. Hierdurch steht dann allen Kunden im Bereich wieder mehr Kapazität zur Verfügung. Teilweise habe man Kunden auch auf andere Segmente verlagert, wenn es dort noch ausreichend Kapazität gab. Der stark gestiegene Upstream dürfte auch unter anderem durch die Videokonferenzen und Livestreams ausgelöst worden sein.

Vodafone plant, im kommenden Jahr den Upstream bei seinem Endkundenprodukt zu erhöhen.

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