Deutsche Post: Das kostenlose Brief-Tracking kommt

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Die Deutsche Post will ihr verstaubtes Image aufmöbeln. Gleich drei digitale Innovationen, von denen du als Brief-Empfänger und -Versender profitieren sollst, hat der Konzern in Planung.
Briefmarken mit Matrix-Code
Briefmarken mit Matrix-CodeBildquelle: Deutsche Post

Damit ein Brief verfolgt werden kann, braucht er einen eindeutigen Code. Beim Einschreiben gibt es ihn in Form eines Barcodes, der das letzte Mal am Briefkasten oder bei Unterschrift gescannt wird. Das kostenlose Brief-Tracking funktioniert etwas anders und ist auch nicht so genau. Die Post plant, das künftig alle Frankierungen, auch Briefmarken, einen Matrixcode beinhalten.

Frankierungen mit einem solchen Matrixcode ermöglichen dann eine Nachvollziehbarkeit des Laufweges von Briefsendungen. Sie werden in den Sortierzentren am Abgangs- und Empfangsort erfasst. Das ermöglicht der Deutschen Post bei Verlustreklamationen zu recherchieren, ob und wo sie eine Briefsendung erhalten und sortiert hat. Eine genauere Erfassung wird es aber wohl nicht geben.

Brief-Tracking mit Vorteilen auch bei der Post

Für die Post hat der Matrixcode aber noch einen Vorteil: Er sei fälschungssicher und gewährleistet, dass Postwertzeichen nicht mehrfach verwendet werden können. Die Fälschung, Waschung und Wiederverwendung von Postwertzeichen sei ein massiv wachsendes Problem für die Deutsche Post und andere Postgesellschaften, so das Unternehmen. Vorstellbar sei auch, dass der Code wie bei einem QR-Code weitere Informationen zur Briefmarke und dem Motiv bekommt. Eine Einführung des Brief-Trackings ist für 2021 geplant.

Übrigens: Auch für das Paketgeschäft hat die Post bei DHL ein besseres Tracking angekündigt.

Mobile Briefmarke löst „Handyporto“ ab

Hast du keine Briefmarke zur Hand, kannst du schon heute das Handyporto nutzen. Hier forderst du per SMS einen Code an, den du dann auf den Brief schreibst. Er gilt als Briefmarke. Der Nachteil: Das Handyporto kostet deutlich mehr als die vergleichbare Briefmarke. Das soll sich Ende des Jahres ändern. Dann kommt die Mobile Briefmarke.

Im Gegensatz zum Handyporto werden für die Mobile Briefmarke keine zusätzlichen Mobilfunk- und Handling-Kosten anfallen. Willst du sie nutzen, kannst du per App das gewünschte Porto anfordern und online bezahlen. Daraufhin bekommst du wieder einen mehrstelligen alphanumerischen Code. Ihn schreibst du handschriftlich statt einer Briefmarke rechts oben auf die Postkarte oder den Briefumschlag. Damit ist die Sendung frankiert und kann in den Briefkasten eingeworfen werden, woraufhin sie ganz normal über die Deutsche Post an den Empfänger zugestellt wird.

Brief-Ankündigung per E-Mail

Interessant ist auch eine neue Kooperation zwischen der Deutschen Post und den E-Mail-Anbietern web.de und GMX. Du kannst dich, wenn du Nutzer dieser Dienste bist, künftig per E-Mail über Briefe benachrichtigen lassen, die sich noch im Zustellnetz der Deutschen Post befinden – also noch gar nicht in deinem Briefkasten sind.

Die Post will dazu die Umschläge der Sendungen fotografisch erfasst und auf Wunsch des Empfängers per E-Mail an sein Postfach bei den beiden Anbietern schicken. Der eigentliche Brief bleibt verschlossen und wird wie gewohnt zugestellt. Voraussetzung für die Nutzung des neuen Service ist die explizite Einwilligung und Beauftragung der Deutschen Post durch den Empfänger. Für Privatkunden ist die Briefankündigung, die im Sommer starten soll, kostenlos.

In einem weiteren Schritt arbeitet die Post aber auch daran, dass du deinen Brief schon vorab digital lesen kannst. Nachdem er digitalisiert wurde, wird der Brief dann trotzdem noch klassisch zugestellt. Auch bei diesem Service, der für 2021 geplant ist, ist Voraussetzung, dass der Empfängerkunde explizit einwilligt und die Deutsche Post beauftragt. Zu den Kosten ist hier noch nichts bekannt.

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