E-Autos in Flammen: Rückruf wegen Feuergefahr

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Mehr als 40.000 E-Autos haben ein Problem mit dem Akku. Sie müssen in die Werkstatt, damit fehlerhafte Akkumodule getauscht werden können. Bis dahin gibt es klare Anweisungen, was man mit dem Auto nicht mehr machen sollte.
Front des Volvo EX30.

Der Volvo EX30 muss sich einem Rückruf-Programm stellen.

Die Flut an Rückrufen in der Automobilbranche nimmt kein Ende. Jetzt ist auch der Kompakt-SUV Volvo EX30 (Test) von einer solchen Service-Maßnahme betroffen. Und die könnte für den schwedischen Hersteller aus dem chinesischen Geely-Konzern ziemlich kostspielig werden. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, müssen weltweit rund 40.000 Einheiten dieses Typs in die Werkstatt, weil von der im Unterboden verbauten Hochvoltbatterie eine potenzielle Brandgefahr ausgehen kann. Sie kann sich demnach unkontrolliert erhitzen und im schlimmsten Fall auch entzünden.

Volvo EX30 muss in die Werkstatt

Die gute Nachricht ist: Deutschland ist von dem Rückruf nach derzeitigem Stand der Dinge nicht betroffen, wie eine Sprecherin auf Nachfrage unserer Redaktion erklärte. Sehr wohl aber verschiedene andere Länder. Dem Vernehmen nach hat Volvo unter anderem in den USA, in Australien und in Brasilien die Besitzer des EX30 gewarnt, ihre E-Autos nicht in der Nähe von Gebäuden zu parken. Auch eine vollständige Aufladung der Batterien sei zu vermeiden. Eine Aufladung auf maximal 70 Prozent wird stattdessen empfohlen.

Dem Vernehmen nach ist ein einfaches Software-Update nicht ausreichend, um die Überhitzung der Batterien im Volvo EX30 zu verhindern. Reuters berichtet, dass vielmehr ein für die Kunden kostenloser Austausch von fehlerhaften Modulen der Energiespeicher notwendig sei, um das Problem zu beheben. In Summe sind 40.323 Fahrzeuge betroffen. Und zwar sowohl Ausführungen der Variante Single Motor Extended Range als auch die Allrad-Modelle Twin-Motor Performance. Derzeit informiert Volvo alle Besitzer betroffener Fahrzeuge, um das weitere Vorgehen abzustimmen.

EX60 kommt nach Deutschland

In Deutschland wurde der Volvo EX30 im vergangenen Jahr fast 5.000 Mal neu zugelassen. Damit war der Wagen hierzulande das am stärksten nachgefragte E-Auto der Marke. Vor dem XC40 (Test) und dem EX90. Noch viel wichtiger wird für die Premium-Marke aber der EX60 (Ersteindruck), der vor wenigen Wochen vor den Toren von Stockholm seine Weltpremiere feierte. Das Auto ist sozusagen das vollelektrische Schwestermodell des auch als Plug-in-Hybrid bereits sehr erfolgreichen XC60, der in Deutschland im vergangenen Jahr auf mehr als 23.000 Neuzulassungen kam und damit im hiesigen Landesbreiten das mit Abstand beliebteste Volvo-Modell war.

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