Der Volvo EX60 ist, aufbauend auf dem Bestseller XC60, der erste vollelektrische Volvo-SUV im Mittelklasse-Segment. Ziel bei der Entwicklung war es, ein Auto zu schaffen, das mehr Reichweite, besseres Handling und weniger Umweltbelastung bietet. Es wird im Mega-Casting-Verfahren gebaut, einem Verfahren, bei dem Hunderte kleinere Teile durch größere recycelte Aluminiumgussteile ersetzt werden. Das reduziert nicht nur das benötigte Material, sondern auch Zeit und Kosten. Wie bei Volvo üblich sind auch viele moderne Assistenzsysteme an Bord. Ebenso ein multiadaptiver Sicherheitsgurt, der die Sicherheit für alle Insassen in realen Verkehrssituationen verbessern soll. Erstmals ist zudem eine direkt reagierende, dialogorientierte KI auf Basis von Google Gemini im Fahrzeug im Einsatz. Herzstück für KI und Bordunterhaltung ist ein Qualcomm-8255-Prozessor.
Volvo EX60 kommt in drei Varianten
Optisch wird schon auf den ersten Blick – hauptsächlich in der Seitenansicht – klar, dass der neue Volvo EX60 ein Premium-SUV sein will, der Familien anspricht. Auf allen Plätzen soll viel Kopf- und Beinfreiheit zur Verfügung stehen. Und 2,97 Meter Radstand versprechen in der Tat viel Platz. Dazu kommen bis zu 1.647 Liter Kofferraumvolumen und zusätzlicher Stauraum in einem Frunk unter der Motorhaube. Drei Modelle des 4,80 Meter langen Elektroautos sind zum Start verfügbar. Das Basismodell P6 Electric mit Heckantrieb bietet bis zu 275 kW (374 PS), das Modell P10 AWD Electric mit Allradantrieb bis zu 375 kW (510 PS).

Und wer besonders viel Leistung möchte, entscheidet sich für das Modell P12 AWD Electric mit bis zu 500 kW (680 PS). Dann ist eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 3,9 Sekunden möglich. Die beiden anderen Modelle schaffen den gleichen Sprint in 4,6 respektive 5,9 Sekunden, sind aber hinsichtlich der Endgeschwindigkeit genauso schnell wie das Performance-Modell. Bei 180 km/h ist das Ende der Fahnenstange erreicht.
Reichweite? Kein Problem!
Ferner weiß das neue E-Auto durch eine überraschend hohe WLTP-Reichweite von bis zu 810 Kilometern zu punkten. Allerdings nur, wenn man sich für das Topmodell P12 AWD Electric entscheidet, das mit einer 117 kWh großen Batterie ausgestattet ist. Bis zu 660 Kilometer sind über die 95 kWh große Batterie des Modells P10 AWD Electric drin. Und wer sich für das Basismodell P6 Electric entscheidet, kommt per Heckantrieb und 83-kWh-Akku bis zu 620 Kilometer weit. Auf der Autobahn dürfte die Reichweite jeweils rund 150 Kilometer geringer ausfallen. Die tatsächliche Autobahnreichweite lässt sich aber nur in einem Test ermitteln.
Für Fahrer interessant: Das Basismodell kommt mit zwei Fahrmodi (Standard & Range) zum Kunden. Die beiden Allrad-Varianten sind zusätzlich mit einem Performance-Modus für verbesserte Beschleunigung und direkteres Ansprechverhalten ausgestattet. Die Rekuperation lässt sich in vier Stufen einstellen, One-Pedal-Drive ist verfügbar. Ebenso ist eine Wärmepumpe bei allen Modellen Teil der Serienausstattung. Hinter dem Lenkrad darf man sich auf ein schmales, vollgrafisches Fahrerinfo-Display (11,4 Zoll) freuen, der Center-Touchscreen ist 15 Zoll groß. Apple CarPlay und Android Auto stehen kabellos zur Verfügung.

Stattliche Ladeleistung
Und wie schnell geht das Aufladen von der Hand? Wer eine Wallbox oder eine Normalladesäule (AC) nutzt, darf sich auf einen Bordcharger freuen, der eine Ladeleistung von 22 kW unterstützt. Im Alltag gegenüber den weitverbreiteten 11-kW-Chargern ein echter Vorteil. Aber auch an einer Schnellladesäule weiß der Volvo EX60 zu punkten. An entsprechend ausgerüsteten Ladesäulen sind in der Spitze bis zu 370 kW Ladeleistung bei den Allrad-Modellen und bis zu 320 kW bei der Basisvariante abrufbar. Eine Aufladung von 10 auf 80 Prozent soll unter optimalen Bedingungen in rund 20 Minuten gelingen.
Gebaut wird der neue Volvo EX60 im schwedischen Stammwerk Torslanda nahe Göteborg. Er steht auf der SPA3-Plattform, die auf kontinuierliche Hardware- und Software-Verbesserungen ausgelegt ist. Preislich geht es bei 62.990 Euro für das Basismodell los. Die beiden Allrad-Modelle starten bei 65.990 respektive 71.990 Euro – jeweils in der Ausstattungslinie Plus.

Wer sich für die höherwertigere Ausstattungsvariante Ultra entscheidet, muss 6.800 Euro Aufpreis zahlen. Dafür gibt es unter anderem luxuriösere Pixel-LED-Scheinwerfer an der Front, 21- statt 20-Zoll-Felgen, und ein Premium-Soundsystem. Zudem ist das serienmäßige Panorama-Glasdach in elektrochromatischer Ausführung an Bord. Mittels elektrischer Spannung lässt es sich auf Knopfdruck transparent oder verschattet nutzen. Zu einem späteren Zeitpunkt plant Volvo die Einführung einer günstigeren Einstiegsversion (Core). Auslieferungen der Modelle P6 und P10 starten im Sommer, der P12 folgt im weiteren Jahresverlauf. Bestellungen starten in Kürze über die Volvo-Homepage.
Ebenfalls neu: Volvo EX60 Cross Country
Wer gerne auch mal abseits befestigter Straßen unterwegs sein möchte, kann sich für den Volvo EX60 Cross Country entscheiden. Hier steht eine 20 Millimeter höhere Bodenfreiheit zur Verfügung, was die Geländegängigkeit unterstreichen soll. Per Luftfederung kommen bei Bedarf weitere 20 Millimeter hinzu, um den Komfort zu erhöhen. Bei höheren Geschwindigkeiten wird das Fahrzeug wiederum abgesenkt, um den Luftwiderstand zu verringern und so den Verbrauch zu senken.

Außerdem ist die Cross-Country-Version mit einer breiteren Spur ausgestattet und verfügt über markanter ausgestellte Radhäuser für ein robusteres Aussehen. An Front und Heck findet sich obendrein ein Unterfahrschutz aus gebürstetem Aluminium. Mit 375 kW (510 PS) und 95 kWh großer Batterie gibt es dieses E-Auto ab 68.990 Euro (Plus First Edition) respektive 75.790 Euro (Ultra First Edition) zu kaufen.
