Lidl will jetzt Geld fürs Parken: So teuer werden Parkplätze für Kunden

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Rund 25 Millionen Kunden hat Lidl pro Woche. Dabei gibt jeder im Schnitt etwa 30 Euro für seinen Einkauf aus. Wer mit dem Auto kommt, ein bisschen mehr. Schließlich gibt es Sprit und Strom nicht kostenlos. Und nun verlangt Lidl auch noch Geld fürs Parken.
Lidl will jetzt Geld fürs Parken: So teuer werden Parkplätze für Kunden
Lidl will jetzt Geld fürs Parken: So teuer werden Parkplätze für KundenBildquelle: fotokaleinar / shutterstock.com

In den knapp 3.300 Lidl-Filialen deutschlandweit kaufen im Schnitt rund 7.500 Kunden pro Woche ein. Hochgerechnet sind das etwa 25 Millionen Kunden, die Woche für Woche Einkaufswagen duch die Gänge schieben. Das Geschäftsmodell funktioniert. Weniger gut funktioniert manchmal der Weg zurück zum Auto. Dort wartet nicht selten ein Zettel unter dem Scheibenwischer: Parkraumüberwachung. Zu lange eingekauft, falsch gestanden oder einfach Pech gehabt. 30 Euro sind schnell fällig. Künftig kassiert Lidl fürs Parken allerdings selbst.

Lidl: Parkplatz buchen, statt Knöllchen zahlen

Jahrelang waren die Parkplätze vor den Lidl-Filialen gratis. Für Kunden ebenso wie für Menschen aus der Nachbarschaft, die den Platz als bequeme Abstellfläche nutzen. Oder für alle, die im Umkreis arbeiten und einen kostenlosen Parkplatz brauchen. Irgendwann standen die Parkplätze voll, während im Laden gähnende Leere herrschte. Der Discounter reagierte pragmatisch und holte private Parkraumüberwacher. Wer zu lange blieb, bekam Post. Auch echte Kundschaft trifft es gelegentlich. Mit Kassenbon lässt sich das meist aber klären. Jetzt dreht Lidl den Spieß um und macht das Parken offiziell kostenpflichtig.

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Besonders eifrig waren die Kontrolleure der Parkraumüberwacher nach Ladenschluss. Denn wer nicht einkauft, ist streng genommen kein Kunde. Trotzdem blieben die Parkplätze voll. Lidl testet nun einen neuen Ansatz: Nach Geschäftsschluss darf dort geparkt werden. Ohne Knöllchen, aber für drei Euro. Bis zum nächsten Morgen um acht.

Parken zahlen per App

Das Ganze ist Teil eines Pilotprojekts mit der Stadt Hamburg. Ziel: Entlastung für dicht bebaute Wohnviertel. Ralf Neubauer, Bezirksamtsleiter von Hamburg-Mitte, erklärt die Logik dahinter: Die Stadt hat Parkplätze zurückgebaut, dafür Grünflächen geschaffen. Klimaschutz, Barrierefreiheit, Aufenthaltsqualität. Gleichzeitig versprach man Ersatz für die verschwundenen Stellflächen. Das Projekt „Feierabendparken“ soll genau das liefern.

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Gebucht wird per App beim Anbieter Wemolo. Neben dem Einzelticket gibt es auch Sparmodelle: zwölf Euro für eine Woche, 30 Euro für einen Monat. Läuft das Modell gut, könnten weitere Lidl-Parkplätze folgen. Düsseldorf ist schon weiter: Dort öffnen seit Juli 2024 mehrere Lidl- und Aldi-Filialen ihre Parkflächen abends für Anwohner und Besucher.

Bildquellen

  • Experte erklärt: Daran erkennt man gutes Brot bei Aldi, Lidl und Co.: Aldi Süd
  • Lidl will jetzt Geld fürs Parken: So teuer werden Parkplätze für Kunden: fotokaleinar / shutterstock.com
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