Konkurrenz für den VW ID.7: So gut ist der neue Xpeng P7+

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Eine neue Limousine schickt sich an, das Feld von hinten aufzurollen. Xpeng bringt den Xpeng P7+ nach Deutschland und stattet ihn mit attraktiver Technik aus. Das neue E-Auto tritt in direkte Konkurrenz zum VW ID.7.
Xpeng P7+ driftet im Schnee.
Neue E-Limousine aus China: der Xpeng P7+ kommt aus Europa für Europa.Bildquelle: Xpeng

Der chinesische Elektroautohersteller Xpeng hat auf der Brüssel Motor Show 2026 in Belgien die neue Fastback-Limousine Xpeng P7+ vorgestellt und damit den nächsten Schritt bei der strategischen Expansion in den europäischen Markt gemacht. Das vollelektrische Fahrzeug, das als erstes „KI-definiertes Fahrzeug“ der Marke gilt, ergänzt ab April 2026 das Modellportfolio in Europa. Es kann aber bereits jetzt online konfiguriert werden.

Xpeng P7+: Technologie und Performance im Fokus

Der Xpeng P7+ kombiniert ein sportlich-elegantes Design mit moderner Antriebstechnik und hoher Effizienz. Erfreulich: Die Limousine setzt auf eine 800-Volt-Batteriearchitektur, die ultraschnelles Laden mit bis zu 446 kW Ladeleistung (350 kW beim Basismodell) ermöglicht. Damit lässt sich der Akku unter optimalen Bedingungen an einem Schnellladepunkt innerhalb von etwa zwölf Minuten von 10 auf 80 Prozent aufladen. Die Reichweite nach WLTP-Standard liegt je nach Ausführung bei bis zu 530 Kilometern. Auf der Autobahn dürften aber eher 400 bis 450 Kilometer einer realistisch zu erzielenden Reichweite entsprechen. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h gelingt modellabhängig zwischen 6,9 und 4,3 Sekunden.

  • Xpeng P7+ RWD Standard Range: 180 kW (245 PS) || 61,7 kWh Batterie
  • Xpeng P7+ RWD Long Range: 230 kW (313 PS) || 74,9 kWh Batterie
  • Xpeng P7+ AWD Performance: 370 kW (503 PS) || 74,9 kWh Batterie

Zentral für die neue Generation von Xpeng-Fahrzeugen ist der eigene Turing AI Chip, der mit hoher Rechenleistung fortschrittliche Assistenz- und KI-Funktionen im Cockpit, Antrieb und Sicherheitssystem ermöglicht und so das autonome Fahren sowie intelligente Nutzererlebnisse unterstützen soll. Im Kofferraum winkt ein Ladevolumen von 573 Litern, das sich durch Umlegen der Rücksitze auf 1.931 Liter erweitern lässt. Die zu erreichende Höchstgeschwindigkeit liegt bei 200 km/h.

Xpeng P7+ in der Seitenansicht mit geöffnetem Kofferraum.
Der Hersteller verspricht: im Xpeng P7+ steht viel Platz zur Verfügung – 3 Metern Radstand sei Dank.

Produktion „Made in Europe“ und Marktstrategie

Ein entscheidender Vorteil für die künftigen Kunden: Der 5,07 Meter lange P7+ wird in Europa produziert. Konkret im Werk des österreichischen Auftragsfertigers Magna Steyr in Graz, was kürzere Lieferwege und potenziell schnellere Servicezyklen ermöglicht. Xpeng setzt damit seine „Aus Europa für Europa“-Strategie fort. Begonnen wurde sie bereits mit den Modellen G6 (Test) und G9 (Test).

Der europäische Markt ist für die noch junge Automarke nach eigenen Angaben eines der wichtigsten Ziele für das Jahr 2026. Xpeng ist inzwischen in über 25 europäischen Märkten aktiv. Im Jahr 2025 hat der Hersteller ein Forschungs- und Entwicklungszentrum in München eröffnet und plant zudem schon weitere Modellvorstellungen und Produkterweiterungen.

Preis und Verfügbarkeit

Die Preisspanne für den fünfsitzigen Xpeng P7+ in Deutschland beginnt übrigens bei 46.600 Euro für die Einstiegsvariante mit Standard-Reichweite und Heckantrieb auf 19-Zoll-Rädern. Wer sich für das Allrad-Modell mit besonders viel Leistung und 20-Zoll-Felgen entscheidet (AWD Performance), muss bereit sein, mindestens 53.600 Euro auf den Tisch zu legen. Die ersten Auslieferungen der Fastback-Limousine sind für April 2026 geplant. Eine elektrisch schwenkbare Anhängerkupplung für eine Anhängelast von bis zu 1,5 Tonnen kostet 1.190 Euro Aufpreis.

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