Brandgefahr: Rückruf für fast 1 Million Autos

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Dieses Problem ist nicht zu unterschätzen! Bei Ford müssen Tausende Autos in die Werkstatt, weil es zu einem Defekt eines speziellen Ventils kommen kann. Und das kann dann zu einem Brand am Auto führen. Gefährlich!
Ford Kuga
Unter anderem der Ford Kuga ist von einem neuen Mega-Rückruf betroffen.Bildquelle: Ford

Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass BMW mehr als 100.000 Autos in ein Rückruf-Programm aufnehmen muss. Probleme mit der Lenkung sind die Ursache. Ford trifft es jetzt noch härter. Weltweit müssen fast eine Million Autos in die Werkstatt. Konkret sind 857.794 Einheiten der Modelle Kuga, Bronco und Escape betroffen. In Deutschland müssen 19.228 Fahrer eines Ford Kuga prüfen, ob ihr Auto von dem neuen Rückruf betroffen ist.

Rückruf wegen Brandgefahr

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) überwacht das Service-Programm von Ford bereits und verweist auf eine potenzielle Brandgefahr bei den oben genannten Automodellen. Konkret heißt es: Ein Hochdruck-Einspritzventil kann reißen, was dazu führt, dass Kraftstoff austreten kann. Der wiederum kann sich auf der Oberseite des Motors ansammeln und im schlimmsten Fall entflammen. Es besteht also eine erhöhte Brandgefahr. Auch aufgrund der unmittelbaren Nähe zum Abgasstrang.

Die gute Nachricht ist, dass noch keine Vorfälle mit Sach- oder Personenschäden bekannt sind. In Deutschland ist nur das Modell Ford Kuga mit 1,5-Liter-Dragon-Motor betroffen. Innerhalb der EU geht das Problem aber noch ein wenig weiter. Mindestens ein Modell des Ford Escape und ein Modell des Ford Bronco können das gleiche Problembild aufweisen. Alle betroffenen Fahrzeuge liefen bei Ford zwischen dem 19. November 2018 und dem 28. Mai 2024 vom Band.

Ford arbeitet an einer Lösung – inklusive Software-Update

Das Kraftfahrt-Bundesamt überwacht den Rückruf unter der Referenznummer 15688R. Der Rückrufcode des Herstellers: 25S76. Ford hat eine Hotline eingerichtet, unter der sich betroffene Autofahrer informieren können, wie sie im Fall der Fälle am besten vorgehen: 0221/99992999. Eine konkrete Maßnahme hat das KBA übrigens noch nicht veröffentlicht. Ford selbst schreibt in Bezug auf den Bronco, an einer derzeit in Entwicklung befindlichen Lösung zu arbeiten. Ein Austausch des fehlerhaften Ventils läge auf der Hand. Zusätzlich stellt der Hersteller ein Software-Update bereit, das gerissene Einspritzdüsen erkennt und die Brandgefahr minimiert. Fahrer sollen im Fahrzeug selbst, aber auch außerhalb des Pkw unter anderem auf Kraftstoffgeruch achten.

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