Dacia Spring vorm Aus: Hipster soll Erfolg fortführen

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Der Dacia Spring ist aktuell eines der günstigsten E-Modelle auf dem Markt, doch sein Ende ist besiegelt. Einen direkten Nachfolger soll es nicht geben. Stattdessen will der Hersteller mit mehr Leichtbau und weniger Leistung überzeugen.
Dacia Hipster Concept Seitenansicht
Klein und kompakt - fast in Würfelform: der Dacia Hipster Concept.Bildquelle: Dacia

Elektroautos sehen sich einer Vielzahl von Vorurteilen gegenüber. Eines davon ist der hohe Preis, der für sie gezahlt werden muss. Dabei gibt es mittlerweile eine ganze Reihe günstigerer Modelle. Eines der bekanntesten davon ist vermutlich der Dacia Spring, der bereits für weniger als 17.000 Euro erhältlich ist.

Allerdings wurde beim Mutterkonzern Renault bereits das Ende des durchaus erfolgreichen Kleinwagens mit E-Antrieb beschlossen. Zum Jahresende stellt der Hersteller die Produktion ein. Ersatzlos wird der Spring jedoch nicht gestrichen, wie Auto Infos erfahren hat.

Der Hipster übernimmt

Vielmehr scheint Renault sein Angebot an elektrisch angetriebenen Modellen im unteren Preisbereich auf breitere Füße stellen zu wollen. Den Einstieg soll dabei ein Auto machen, das im vergangenen Jahr als Konzept für Furore sorgte: der Dacia Hipster. Dabei handelt es sich um ein kompaktes E-SUV, das lediglich 1,52 m breit und 1,55 m hoch ist, allerdings mit Blick auf den Antrieb nicht mit „richtigen“ E-Autos mithalten kann.

Trotz der vier Sitzplätze, die in der kastenförmigen Karosserie untergebracht sind, wird der Hipster in der Fahrzeugklasse L7e angesiedelt. Details zur Leistung des elektrischen Antriebs wurden zwar nicht bekannt gegeben, die Höchstgeschwindigkeit des 800-Kilogramm-Leichtbaus ist jedoch auf 90 km/h begrenzt. Ob ein Pkw mit solch begrenzter Leistung bei hiesigen Käufern Anklang findet, bleibt abzuwarten.

Im Vergleich zu den noch einfacher gestrickten L6e-Fahrzeugen wie dem Opel Rocks sind sie zwar doppelt so schnell, was auch im städtischen Alltag ein großes Plus an Sicherheit bedeutet, da man im Straßenverkehr besser „mitschwimmen“ kann. Allerdings benötigt man für das Fahren bereits den Pkw-Führerschein der Klasse B.

Für den Hersteller bedeutet diese Klasse jedoch eine Reihe von Vorteilen. Der Dacia Hipster soll den Spring auch in der Fertigungsstätte im chinesischen Shiyan ablösen, wo die Produktionskosten rund 30 Prozent niedriger ausfallen als in Europa. Aufgrund der Fahrzeugklasse fallen beim Import aus China nach Europa keine zusätzlichen (Straf-)Zölle an. Der Preis für den E-Kleinstwagen soll deutlich unter 15.000 Euro liegen.

Kein direkter Nachfolger für den Dacia Spring

Der Produktionsstart des Hipsters bedeutet damit gleichzeitig das Aus des bisherigen Einstiegsmodells in das E-Auto-Angebot von Dacia. Die Produktion des Spring wird zum Jahresende eingestellt. Ein direkter Nachfolger ist dem Bericht zufolge nicht geplant.

Das bedeutet jedoch nicht, dass der Hersteller seine Ambitionen im Bereich elektrisch angetriebener Pkw reduziert. Demnach soll im kommenden Jahr ein neues Elektroauto auf den Markt kommen, das mit einer Länge von 3,80 m bis 3,90 m oberhalb des 3,70 m langen Dacia Spring angesiedelt ist. Es soll sich dabei um eine Abwandlung des elektrischen Twingo handeln. Dieser wurde – wie der Hipster – bereits im vergangenen Jahr präsentiert und läuft im slowenischen Novo Mesto vom Band. Er soll rund 18.000 Euro kosten.

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