Blackberry kehrt zurück: Das Revival der Kultmarke

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Damit hätte vermutlich keiner mehr gerechnet: Die bekannte Smartphone-Marke Blackberry kommt zurück. Bereits kommendes Jahr sollen die ersten Smartphones mit physischer Tastatur veröffentlicht werden.
Bildquelle: Unsplash - Lukenn Sabellano

Eigentlich war das Ende der Marke Blackberry bereits besiegelt. Bereits 2016 stoppte die kanadische Firma Blackberry (ehemals RIM) den Verkauf der kultigen Smartphones mit echter Tastatur. Später lizenzierte man den Markennamen an TCL die eine Reihe an Smartphones unter dem Blackberry-Brand mit Android als Betriebssystem auf den Markt brachten. Ein wirklicher Erfolg blieb jedoch aus. Nun lässt TCL die Lizenz zum Monatsende auslaufen und verkauft keine Smartphones unter der Blackberry-Marke mehr. Man möchte sich mehr auf die eigene Marke und faltbare Displays konzentrieren.

Neuer Blackberry Lizenznehmer steht bereits fest

Doch die Geschichte von Blackberry ist noch nicht zu Ende. Das neu gegründete Startup OnwardMobility aus Texas übernimmt die Namensrechte von Blackberry. Bereits in der ersten Jahreshälfte des kommenden Jahres möchte man wieder Smartphones auf den Markt bringen. Mit dabei: Aktuelle Technik, 5G und eine physische Tastatur. Als Betriebssystem setzt man auf Android. Die neuen Smartphones sollen in Europa und in den USA auf den Markt kommen.

Kann das Blackberry Revival gelingen?

OnwardMobility fährt mit Blackberry die selbe Strategie wie HMD Global mit Nokia. Man kauft sich die Namensrechte einer bekannten Smartphone-Marke und lässt die Smartphones von einem Dritthersteller produzieren. Bei OnwardMobility handelt es sich hierbei um FIH Mobile, eine Tochterfirma von Foxconn. Die selbe Firma baut auch für Nokia beziehungsweise HMD Global die Smartphones.

Auch wenn OnwardMobility eine neu gegründete Firma ist, bringen einige Angestellte Erfahrungen von anderen Smartphone-Herstellern mit. So hat die Leiterin für Produktentwicklung Pam Norris bereits für Samsung und Huawei gearbeitet. Betriebsleiter Jeff Pon war über 11 Jahre lang Vizepräsident von Sonim, einem Hersteller von Outdoor-Smartphones.

HMD Global ist mit ihren Nokia-Smartphones relativ erfolgreich, auch wenn die Verkaufszahlen im vergangenen Jahr abgenommen haben. Ob OnwardMobility ein erfolgreiches Revival der Blackberry-Marke schaffen kann, hängt davon ab, wie viele Menschen sich ein Smartphone mit physischer Tastatur zurückwünschen. Den Fokus möchte man am Anfang auf Sicherheit und Unternehmenskunden legen.

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10 KOMMENTARE

  1. Ich bin fast blind und hatte wirklich Panik nun keine Tastatur mehr am Handy zu haben. Auf den glatten Smartphones spuere ich die Tasten nicht, auf meinem aktuellen key2 jedoch schon. So kann ich weiterhin Whatsapp und ähnliches nutzen.
    Ich wuerde mein leben lang nur BlackBerry kaufen, wenn sie es noch so lange produzieren und empfehle es jedem sehbehinderten.

  2. Ich denke das auch TCL damit hätte mehr Erfolg haben können. Die meisten Features wie den eigenen Messenger gibt es zwar nicht mehr, aber wenn man auf Sicherheit und Updates setzt kann es was werden.

  3. Seit über 10 Jahren gibt’s nun nur noch Einheitsbrei – und zwar quer über alle Hersteller hinweg. Ein gleich großer Touchscreen, ein Ei gleicht dem anderen. Seit dem iPhone sind Handys tatsächlich extrem langweilig, da austauschbar geworden. Jetzt gibt’s von Motorola ein Klapphandy, von Samsung ein Foldable, natürlich ist da auch Platz für Tastatur-Handys. Warum es keine kompakten Highend-Modelle gibt finde ich extrem schade.

  4. Mich würde ja mal ein Handy im Design eines Nokia Ngadge interresieren.
    Also ein Telefon was man dann quer halten und eine Tastatur Ausklappen oder Herraussliden kann.
    Gerade für leute die ebn zb hier viel am Handy kommentieren, odder in verschiedenen Foren Schreiben oder viel Emailverkehr bearbeiten am Handy, wäre das ein wahrer Segen.
    Ich mein wenn zb LG oder jetzt auch Bald Microsoft mit einem Telefon daherkommen, die 2 Displays haben, wieso dann nicht eines davon gegen eine Haptische Tastatur ersetzen.
    Aber … naja… dann müssten die Hersteller ja aufhören nur den Erfindungen anderer nach zu rennen, und tatsächlich mal etwas individuelles entwickeln aufdas die Kunden auch Bock haben.

  5. Ausgezeichnet!
    Tippe diesen Text auf einem Key2 und würde nur ungern auf die physische Tastatur verzichten.
    War schon fast etwas traurig, als ich hörte, das TCL die Lizenz auslaufen lässt.
    Ich kann mich immer wieder an dem Druckpunkt und dem Design der Tastatur erfreuen 🙂
    Klar ist das ne Niesche aber der Smartphone-einheitsbrei nervt echt.

  6. Meine Gebete wurden erhört. Vielen Dank OnwardMobility fürs weitermachen. Ich bin seit langem BlackBerry-Kunde und würde nie wieder zu einem anderen wechseln.

  7. BlackBerry hatte eine Sonderposition im Markt erarbeitet. Selbst wenn deren Mobilsparte manchen Kreisen zu sicher war, sollte BlackBerry genau da anknüpfen. Tun sie aber nicht! Stattdessen vergeben sie die Lizenz an ein US Unternehmen… und es soll wieder ein BB-Android OS laufen. Meine Güte, was ist das für ein Marketing? Der ursprüngliche Idealismus im Bereich „Secure Mobile-Computing“ wurde verkauft und verraten. Es wird zu einem Spielzeug mit Tastatur verkümmern, ohne effektivem Datenschutz wie bei dem Rest der Gang. Man will eben keine sichere Kommunikation zulassen, wegen Terrorschutz o.ä. Gründen. Tatsächlich geht es um Industriespionage und Ideenklau!

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