Ausgetrickst: So schamlos legen Fake-Streaming-Dienste dich rein - und klauen dein Geld

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Aktuell heißt es für dich: Augen aufhalten. Es häufen sich Meldungen über Betrüger, die über verschiedenem Wege unterwegs sind. Wie auch in diesem Fall, bei dem Nutzer über Video-Streaming-Plattformen abgezockt werden.
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Landet eine Inkasso-Rechnung in deinem Briefkasten, bist du erst einmal schockiert. Woher kommt die Rechnung? Wo habe ich Schulden? Und genau auf diese Gedankenspirale und den Überraschungsmoment setzen Betrüger. So wie derzeit auch von Video-Streaming-Plattformen, wie die Verbraucherzentrale Brandenburg warnt.

Video-Streaming-Dienste zocken Nutzer ab

Die gute Nachricht ist: Die Betrüger schicken die manipulierten Rechnungen nicht im Namen von populären Plattformen ein. Die schlechte Nachricht: Sie fingieren die Nutzung von unseriösen Streaming-Portalen, an dessen Namen sich die meisten Betroffenen nicht mehr erinnern können. Laut der Verbraucherzentrale Brandenburg habe keines der Opfer einen Film oder Ähnliches über eine der Plattformen angesehen oder die Erinnerung daran, die jeweilige Seite bewusst genutzt zu haben. Teilweise komme man auch über Werbeanzeigen auf die Video-Streaming-Plattformen.

Dazu zählen unter anderem: sadplay.de, tumplay.de (abgeschaltet), rafplay.de oder playton.de. Eine weitere Liste an unseriösen Streaming-Plattformen hat die Verbraucherzentrale auf ihrer Webseite aufgelistet.

Das Vorgehen der Betrüger ist dabei immer gleich. Sie geben sich als Silvia Inkasso (Silvia Ltd), Elton Inkasso (Elton Ltd) oder Arena Inkasso (Aern Solutions Ltd) aus und werfen dir vor, ein kostenpflichtiges Abo bei einem der Dienste gebucht zu haben. Die Rechnung hast du angeblich nicht gezahlt, sodass die Täter samt Inkasso-Kosten nun 500 Euro von dir verlangen. Bevor dieser hohe Betrag dich erreicht, haben die Täter in der Regel bereits mehrere gefälschte Mahnungen und Rechnungen an dich geschickt.

Was kannst du tun, wenn du betroffen bist?

Egal, ob du auf einer der genannten Webseiten warst oder nicht: Wenn dich eine solche Mail erreicht, solltest du einen kühlen Kopf bewahren. Michèle Scherer, die Digital-Expertin bei der Verbraucherzentrale Brandenburg, rät: „Wer keine Dienstleistung erhalten hat, muss dafür auch nicht zahlen. Am besten ist es, der Forderung vorsorglich zu widersprechen.“

Wichtig ist, dass du unter keinen Umständen persönliche Daten weitergibst. Zumindest nicht noch mehr, als die Betrüger schon kennen. Wenn du unsicher bist, wie du auf die fingierten Mahnungen reagieren sollst und wie du die penetranten Betrüger loswirst, kannst du auch ein Beratungsangebot der Verbraucherzentrale Brandenburg wahrnehmen.

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