Apple TV+, Apple Arcade, Apple Card und mehr: Ein Apple-Feuerwerk der anderen Art

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Apple TV Plus
Bildquelle: Apple
Bisher waren die iPhones von Apple das Nonplusultra in der Geschäftsstrategie des US-Unternehmens. Doch schon seit einigen Quartalen zeichnet sich ab, dass Apple auch mit digitalen Diensten viel Geld verdienen kann und will. Bisher zählte unter anderem der Musikstreamingdienst Apple Music dazu. Doch jetzt geht Apple in die Offensive - mit verschiedenen weiteren Diensten. Aber nicht alle davon sind in Deutschland nutzbar.

Apple TV+ – Der neue Video-Streamingdienst kommt

Die Spatzen pfiffen es schon länger von den Dächern, jetzt ist es offiziell. Apple greift mit einem eigenen Video-Streamingdienst an. Für das Angebot namens Apple TV+ arbeitet Apple mit vielen namhaften Film- und Serienschöpfer zusammen, um exklusiv produzierte Inhalte – darunter auch Dokumentationen – mit den eigenen Kunden teilen zu können. Zum Beispiel mit Steven Spielberg, J.J. Abrams oder Reese Witherspoon und Jennifer Aniston.

Apple TV+ steht ab Herbst in mehr als 100 Ländern zur Verfügung und soll nicht nur auf Smartphones und Tablets, sondern auch auf vielen Smart-TVs nutzbar sein. Selbstverständlich ohne Werbung. Enttäuschend: Einen Preis verriet Apple am Montag noch nicht. Die Verkündung der genauen Konditionen wird vermutlich im Herbst mit dem offiziellen Start nachgeholt.

TV App erhält ein Update

In Kürze, voraussichtlich im Mai, wird es eine neue TV-App geben, die (vorerst nur in den USA nutzbare) Apple TV Channels in einer App bündelt. Teil der Channels sind unter anderem die On-Demand-Dienste von HBO und Showtime. Später soll dann auch Apple TV+ Teil der App werden.

Und: Die neue TV-App läuft ab Herbst nicht nur auf Macs, sondern auch auf ausgewählten Smart-TVs von Samsung, Sony und LG. Und außerdem auf Fire-TV-Sticks und -Boxen von Amazon. Sollte es die TV-App mit den Apple TV Channels zeitnah auch in Deutschland geben, könnte das unter anderem für Sky ein durchaus gefährliches Konkurrenz-Angebot sein.

Apple Arcade – Spiele-Flatrate im Anflug

Apple möchte aber auch auf dem wachsenden Gaming-Markt Geld verdienen. Und deswegen hat man sich entschieden, die Spiele-Flatrate Apple Arcade ins Leben zu rufen. Dafür arbeitet Apple mit diversen namhaften Spieleschmieden zusammen und beteiligt sich nach eigenen Angaben auch an den Entwicklungskosten der Games. Apples Versprechen: Mit Apple Arcade ist es möglich, Spiele zu Hause auf dem Sofa, auf dem klassischen Rechner und auf mobilen Endgeräten zu nutzen.

Apple Arcade steht mit über neuen und exklusiven 100 Spielen auf allen iOS- und MacOS-Geräten zur Verfügung. Kontinuierlich sollen weitere Spiele hinzukommen. Alle ohne Werbung, ohne Werbetracking und ohne In-App-Käufe. Im App Store wird zu einem späteren Zeitpunkt ein eigenes Icon im Schnellstartmenü auf den neuen Abo-Spiele-Dienst hinweisen. Alle Spiele sollen nicht nur bei einer bestehenden Datenverbindung, sondern auch offline zu spielen sein.

„Wir haben uns mit einigen der innovativsten Game-Entwicklern der Welt zusammengetan, um über 100 neue Spiele für iPhone, iPad, Mac und Apple TV zu entwickeln. Apple Arcade Spiele sind perfekt für Familien, respektieren die Privatsphäre der Nutzer und verzichten auf Werbung und erfordern keinerlei zusätzliche Käufe.“ Phil Schiller, Senior Vice President Worldwide Marketing bei Apple

Apple Arcade soll zum Start im kommenden Herbst – vermutlich zusammen mit iOS 13 – in mehr als 150 Ländern verfügbar sein. Apple verriet am Montag aber noch nicht, welche Länder dies im Detail sein sollen. Und der Preis? Auch diesen blieb Apple zunächst schuldig.

Apple Card – Die Kreditkarte von Apple kommt

Für alle, die gerne mit ihrem iPhone bezahlen, hat Apple zusammen mit Goldman Sachs und Mastercard eine virtuelle Kreditkarte entwickelt. Sie lässt sich direkt im Smartphone speichern und steht überall dort zur Verfügung, wo auch Apple Pay nutzbar ist. Integriert in der Wallet App. Verschiedene Übersichten fassen die monatlichen oder wöchentlichen Ausgaben der Apple Card zusammen.

Teil der Apple Card ist auch das Bonus-Programm Daily Cash. Immer dann, wenn man mit dem iPhone in Verbindung mit der Apple Card bezahlt, soll es bis zu 3 Prozent Cashback geben, verspricht Apple. Gebühren soll es beim Einsatz der Apple Card übrigens keine geben.

Verfügbar ist die virtuelle Kreditkarte ab Sommer – nach derzeitigem Stand der Dinge aber nur in den USA. Übrigens: Eine physische Titan-Kreditkarte gibt es kostenlos dazu – mit 1 Prozent Cashback bei entsprechender Verwendung.

Übrigens: Apple Pay soll im Laufe des Jahres auch im öffentlichen Personen-Nahverkehr nutzbar sein. Das schnelle Bezahlen auf dem Handy wird dann kurz vor dem Betreten von Bus und Bahn in Portland, Chicago und New York möglich sein. Weitere große US-Städte sollen zeitnah folgen.

Ebenfalls nur in den USA verfügbar: Apple News+

Bisher nur in den USA ist die App Apple News zu haben. Nach Angaben von Tim Cook ist es der inzwischen am häufigsten verwendete Newsdienst auf der Welt. Und ab sofort steht Apple News auch als kostenpflichtige Erweiterung namens Apple News+ zur Verfügung. Der Vorteil: Auch diverse Zeitschriften sind nach entsprechender Buchung von Apple News+ digital nutzbar. Zudem namhafte Zeitungen wie die „Los Angeles Times“ und das „Wall Street Journal“. Kostenpunkt: 9,99 US-Dollar pro Monat. Familienmitglieder zahlen nach Angaben von Apple nichts extra.

Ob Apple News und Apple News+ zeitnah auch nach Deutschland kommen werden? Unklar. Am Montag wurde von Apple nur erklärt, dass beide Newsdienste ab sofort auch in Kanada nutzbar sind. Im Herbst folgen zudem die Verfügbarkeiten in Australien und Großbritannien. Englischsprachige Lände stehen also ganz offenbar im Fokus der Apple-Strategie für die Newsdienste.

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