Apple schaltet den Turbo ein: Von Corona-Krise keine Spur

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Was für ein Auftakt in das Jahr 2021: Apple hat mit neuen Rekordzahlen die im Vorfeld schon hohen Erwartungen übertroffen. Das lag vor allem an starken iPhone-Verkäufen aber auch am Trend zum Homeoffice.
Tim Cook winkt auf der Entwicklerkonferenz WWDC zu Zuschauern.
Hat gut lachen: Apple-Chef Tim Cook darf sich über ein neues Rekord-Quartal zum Jahresauftakt freuen.Bildquelle: Apple

Normalerweise ist das erste Quartal zu Beginn eines neuen Jahres für Apple so etwas wie die Ruhe nach dem großen Ansturm im Weihnachtsgeschäft. Dieses Jahr sieht das ein bisschen anders aus. Noch nie hat Apple in den ersten drei Monaten eines Jahres so viel verdient, wie in diesem Jahr. Der Umsatz legte im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres um satte 54 Prozent auf 89,58 Milliarden US-Dollar (knapp 74 Milliarden Euro) zu. Der Gewinn wurde sogar mehr als verdoppelt und lag bei 23,63 Milliarden Dollar. Früher hätte sich Apple über solche Zahlen im Weihnachts-Quartal gefreut. Jetzt gelingen sie auch schon zum Jahresauftakt.

Apple-Umsatz wächst in allen Bereichen

In allen Bereichen der Welt konnte Apple seine Umsätze kräftig steigen. Zum Beispiel in Nord– und Südamerika legte der Umsatz um 35 Prozent auf 34,31 Milliarden Dollar zu. In Europa war es ein Wachstum in Höhe von fast 56 Prozent auf 22,26 Milliarden Dollar. Und in China verbesserte Apple seine Umsatzzahlen sogar um 87 Prozent auf 7,74 Milliarden Dollar. In Japan lag das Umsatzwachstum im jüngst abgeschlossenen Quartal bei 7,74 Milliarden Dollar (+49 Prozent), im restlichen asiatischen Raum bei 7,54 Milliarden Dollar (+94 Prozent).

Getrieben war der Umsatz einmal mehr durch starke iPhone-Verkäufe. Allein mit seinen aktuellen Smartphones erwirtschaftete Apple 47,94 Milliarden Dollar. Das waren fast 19 Milliarden Dollar mehr als im ersten Quartal 2020. In erster Linie lag das an einer starken Nachfrage an der neuen Handy-Generation rund um das iPhone 12. Aber auch bei Mac-Rechnern (9,10 Milliarden Dollar / +71 Prozent), iPads (7,81 Milliarden Dollar / +78 Prozent) und Wearables sowie anderem Zubehör (7,84 Milliarden Dollar / +25 Prozent) waren starke Zuwächse beim Umsatz zu verzeichnen. Ebenso fließt immer mehr Geld bei Services wie App-Verkäufen, Musik- und Film-Abos oder Extra-Cloudspeicher (iCloud) in die Kassen von Apple. Hier legte der Umsatz um 27 Prozent auf 16,90 Milliarden Dollar zu.

Starke Nachfrage nach Homeoffice-Produkten

Apples Finanzchef Luca Maestri zeigte sich mit dem Ergebnis hochzufrieden. „Wir sind stolz auf unsere Leistung im März-Quartal, die Umsatzrekorde in jedem unserer geografischen Segmente und auf ein starkes zweistelliges Wachstum in jeder unserer Produktkategorien beinhaltete.“ Zwar ist an den Apple-Zahlen unter anderem die weltweite Corona-Krise und die damit verbundene starke Nachfrage nach Produkten für das Homeoffice abzulesen, für Apple ist das aber natürlich kein Nachteil. Im Gegenteil.

Für Aktionäre von Apple bedeutet das gut laufende Geschäft, dass sie sich auf eine Bardividende in Höhe von 22 US-Cent je gehaltener Stammaktie freuen dürfen. Und Anleger würdigten Apples starke Zahlen. Nachbörslich drehte der Aktienkurs des Unternehmens. Aus einem Minus in Höhe von knapp 1 Prozent wurde ein Plus von rund 3 Prozent. Apple kündigte seinerseits an, Aktien im Wert von 90 Milliarden US-Dollar zurückkaufen zu wollen, was den Kurs ebenfalls beflügelt haben dürfte.

Neue Produkte vorgestellt

Erst kürzlich hatte Apple das erste Quartal genutzt, um neue Produkte vorzustellen. Dazu zählten unter anderem neue (bunte) iMacs, verbesserte iPad Pro Tablets und das Apple AirTag.

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