5G: Das plant O2 derzeit beim neuen Highspeed-Netz

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Während Telekom und Vodafone erste Sendemasten für das neue Highspeed-Netz 5G aktiviert haben und Kunden diese nutzen können, müssen O2-Kunden offenbar noch lange warten, bis sie in den Genuss von 5G kommen. Warum das so ist, erklärte O2 jetzt in Berlin.
Das O2-Logo auf einer Wand.
Bildquelle: O2

Auf dem von verschiedenen Breitband-Lobbyverbänden in Berlin veranstalteten Gigabit-Symposium 2019 ließ sich O2-Vorstandsmitglied Valentina Daiber ein wenig in die Karten schauen, wie es um den Netzausbau von O2 bestellt ist und wie die Pläne des Unternehmens zu 5G sind. „Das Netz ist das Herz des Unternehmens, daran zu arbeiten ist das Brot und Butter-Geschäft“, sagte sie auf dem Podium. Dabei ging es ihr um den dieses Jahr massiv angestoßenen LTE-Ausbau auch in der Fläche. Hier gab es nur wenig Neues zu erfahren, da sie lediglich die ohnehin schon bekannten Zahlen von 10.000 neuen LTE-Stationen in diesem Jahr wiederholte.

O2-Vorstandsmitglied Valentina Daiber
O2-Vorstandsmitglied Valentina DaiberQuelle: ANGA, Beatrice Staib

Daran, dass O2 derzeit rechnerisch jede Stunde einen neuen LTE-Sender aktiviere, während es bei Vodafone „nur“ alle drei Stunden sind, sah Daiber einen funktionierenden Wettbewerb. Dabei erwähnte sie natürlich nicht, dass das O2-Netz deutlich mehr Lücken und leicht zu erschließende Standorte aufweist, als es bei Vodafone noch der Fall ist.

In der Konsequenz kann und muss O2 deutlich mehr Sender aufbauen – alleine schon um die Auflagen zu erfüllen, die man mit der Ersteigerung von Frequenzen eingegangen ist. Daiber gestand aber auch ein: „Wir sind längst noch nicht da, wo wir sein wollen.“

5G ist noch kein Massenthema

Zum Hype-Thema 5G sagte Daiber, dass alle Investitionen, die jetzt in LTE getätigt würden die Grundlage für ein künftiges 5G-Netz seien. Den Bedarf für 5G sehe O2 aber vor allem in der Industrie und zunächst weniger im Privatkundenmarkt. „Bis zu einer Massenmarktfähigkeit von 5G wird es noch dauern.“

Und so war auch am Rande der Veranstaltung zu hören, dass Privatkunden bei O2 in den kommenden ein bis zwei Jahren wohl nicht mit einem 5G-Angebot von O2 rechnen brauchen. Im Gegenteil: Hinter vorgehaltener Hand wurden die wenigen 5G-Standorte von Vodafone und Telekom als PR-Nummer abgetan. Einen Bedarf für 5G bei den Kunden sieht man nicht. Tatsächlich ist es so, dass die öffentlichkeitswirksam gestarteten Netze zumindest derzeit kaum Reichweite haben. Somit will zumindest aktuell auch die Investition in ein neues 5G-Handy wohl überlegt sein.

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  • O2-Vorstandsmitglied Valentina Daiber: ANGA, Beatrice Staib
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