Huawei P40 Pro im Test: Das sind die ersten Eindrücke zum Pro-Modell

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Das Huawei P40 Pro muss sich in unserem Test beweisen und dir zeigen, wie stark es auch ohne die Google Services abliefern kann. Neben der Kamera ist es vor allem das Design und das edle Äußere, dass auf den ersten Blick beeindrucken will. Den ersten Eindruck konnten wir uns schon vor der Vorstellung machen. Und hier zeigen sich schon erste Stärken und Schwächen.
Huawei P40 Pro
Huawei P40 ProBildquelle: Blasius Kawalkowski

Die technischen Daten des Huawei P40 Pro sind beeindruckend. Auch wenn das letzte Quäntchen Kamera-Power erst mit der Plus-Version kommt, ist das Huawei P40 Pro im Test schon ein Technikgeschoss allererster Güte. Neben 5G und einem AMOLED-Panel in einer quasi randlosen Front ist es vor allem der Prozessor und die Ausstattung, die technikbegeisterten das Herz aufgehen lässt.

Doch der Reihe nach. Erst einmal geht es um das Äußere und das Handling. Und schon hier zeigen sich echte Stärken und ungewohnte Schwächen.

Huawei P40 Pro im Test: Design mit Höhen und Tiefen

Das Huawei P40 Pro ist auf den ersten Blick ein modern gestaltetes Handy. Abgerundete Display-Kanten an den Längsseiten und ein langgestrecktes Bildformat machen es zu einem schlanken und eleganten Begleiter. Doch das ist nicht alles. Denn auch die Kanten an den kurzen Seiten der Front sind gebogen. Das Display wurde jedoch nicht mit umgebogen und hier fängt die Kritik an.

Das Frontglas ist in vier Richtungen gebogen und vermittelt ein randloses Display. Aktiviert man es aber, zeigen sich fragliche Designideen. Der Radius der Display-Ecken ist nicht gleich denen der Gehäuseecken. Letztere sind sehr klein gehalten. Damit bekommt das Huawei P40 Pro einen geschäftlichen, ja strengen Look. Der steht ihm wie ein Maßanzug und kann gefallen. Die Display-Ecken sind dagegen mit einem weiten Radius ausgestattet und passen so nicht zum Gehäuse.

Das macht sich auch bei der Einbindung der Frontkamera bemerkbar. Hier herrschen noch einmal andere Radien vor. Dazu sind die Abstände der Kameraaussparung zu den Display-Rändern unterschiedlich. Fans von Symmetrie sollten das Huawei P40 Pro also nicht genau ansehen.

Auf der Rückseite fällt das ebenfalls zu allen Seiten abgerundete Glas mit einer schwarz-grauen Farbe ins Auge. Fingerabdrücke sind hier omnipräsent. Gut, dass Huawei auch matte Farben in petto hat. Die Kamera ist in ein mächtiges Viereck integriert, das nicht nur in seiner Ausdehnung, sondern auch in der Höhe wuchtig gerät.

So fühlt sich das Huawei P40 Pro an

Das Aussehen kann also mit Highlights aber auch mit Schwächen starten. Doch was passiert, wenn man das Huawei P40 Pro im Test in die Hand nimmt? Zuerst fühlt man ein schlankes Handy mit einem tollen Qualitätsgefühl. Das Gewicht vermittelt hochwertige Materialien und auch die Taster fühlen sich sehr solide an. Die abgerundete Frontglas-Kante am unteren Rand hat beim Wischen von unten nach oben einen echten Mehrwert. Minuspunkte sammelt der Rahmen, der sich über die jeweiligen Glasscheiben erhebt und damit haptisch zu präsent wirkt.

Huawei P40 Pro
Front des Huawei P40 Pro
Software Android 10
Prozessor Kirin 990
Display 6,58 Zoll, 1.200 x 2.640 Pixel
Arbeitsspeicher 8 GB
interner Speicher 256 GB
Hauptkamera 8000x6000 (48,0 Megapixel)
Akku 4.200 mAh
induktives Laden
USB-Port
IP-Zertifizierung
Gewicht 209 g
Farbe
Einführungspreis 999 €
Marktstart Mai 2020

Trotz des Glasdesigns und eher rutschiger Oberflächen wirkt das Huawei P40 Pro nicht glitschig in der Hand. Das schmale Gehäuse erlaubt einen festen Griff und damit ein sicheres Gefühl beim Hantieren.

Software und Kamera

Die Software des Huawei P40 Pro läuft zum Start des Huawei P40 Pro Test flüssig und man scrollt, wischt und springt sehr schnell zwischen den einzelnen Anwendungen hin und her. Apps öffnen blitzschnell. Dazu wird es ebenso schnell vom Fingerabdrucksensor unter dem Display entsperrt. Doch was hat der fehlende Google-Service für Auswirkungen? Mit der Anzeige von APKs in der App Galerie versucht Huawei fehlende Apps im eigenen App-Store auszugleichen. Das gelingt nicht immer. Und auch die Anpassungen an das Huawei P40 Pro sind bei beispielsweise WhatsApp nicht gut gelungen. Dort werden beispielsweise Symbole durch die abgerundeten Display-Ecken abgeschnitten.

Ecke des Huawei P40 Pro
Ecke des Huawei P40 Pro

Eines der aufwändigsten Softwarestücke im Huawei P40 Pro ist die Kamera-Anwendung. Die ersten Testschüsse mit der neuen Kamera machen einen hervorragenden Eindruck. In einer Disziplin enttäuscht sie aber in den ersten Minuten. Auch Huawei bekommt es nicht hin, die irren Zoomstufen – hier bei 50-Fach-Zoom – für die Praxis bedienbar zu machen. Wenn du mit bis zu 10x Zoomen willst, bietet das Huawei P40 Pro jedoch eine Top-Leistung. Die Kamera wird jedoch auch noch in vielen anderen Situationen zeigen müssen, was sie kann. Ein abschließendes Urteil muss also erst der ausführliche Kamera-Test zeigen. Der erste Eindruck kann jedoch gefallen.

Wie bei der Kamera wird dieser Test des Huawei P40 Pro mit der Zeit weiter ausgebaut und um Testergebnisse erweitert. Dann wird sich auch herausstellen, ob der Preis von knapp 1.000 Euro gerechtfertigt ist.

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