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Pixel Binning: Nützliche Kamera-Technologie einfach erklärt

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Das sogenannte Pixel Binning kommt in der Fotografie zum Einsatz – insbesondere bei Smartphones. Allerdings hat die Technologie auch eine Kehrseite, die sich negativ auf die Bildauflösung auswirkt. Wir verraten, was hinter der Bezeichnung steckt und welche Vorteile Pixel Binning mitbringt.
Nona Binning
Pixel BinningBildquelle: Pexels / Pixabay

Kamera-Sensoren mit einer riesigen Anzahl an Megapixeln bringen einerseits einen großen Marketing-Vorteil mit sich, sorgen andererseits allerdings auch für sehr hochauflösende Fotos mit einer ausgezeichneten Detaildichte. Doch es gibt auch einen großen Haken: Da die Sensor-Fläche insbesondere bei Smartphones begrenzt ist, fallen einzelne Pixel ziemlich klein aus. Daher ist auch ihre Lichtempfindlichkeit entsprechend überschaubar, was bei schlechteren Lichtverhältnissen Rauschen zur Folge hat. Und genau an diesem Punkt kommt das sogenannte Pixel Binning ins Spiel.

Pixel Binning: Das steckt dahinter

Grundsätzlich werden beim Pixel Binning mehrere einzelne Bildpunkte miteinander verschmolzen, sodass ein einzelner, größerer Pixel entsteht. Technisch werden dabei die Informationen der benachbarten Bildpunkte herangezogen und digital zu Pixelblöcken verrechnet. Auf diese Weise lässt sich mehr Licht einfangen und die Bilder werden besser ausgeleuchtet – selbst bei schlechten Lichtverhältnissen. Die Folge: kein beziehungsweise weniger Bildrauschen.

Auf der anderen Seite sinkt jedoch die Pixelzahl und die Bildauflösung wird reduziert. Ein Beispiel: Falls die künstliche Intelligenz eines Smartphones bei einem 108 Megapixel-Sensor im Rahmen des Pixel Binning-Prozesses jeweils neun nebeneinander liegende Pixel miteinander verschmilzt, reduziert sich die Auflösung um den Faktor neun auf 12 Megapixel. Werden dagegen jeweils vier Pixel miteinander verschmolzen, liegt die Auflösung im Anschluss bei 27 Megapixeln. Allerdings fällt in diesem Fall auch der positive Effekt auf die Lichtempfindlichkeit geringer aus.

Nona Binning
Pixel Binning

Adaptives Pixel Binning

Wenn Pixel Binning die Anzahl an Bildpunkten sowieso reduziert, wozu setzen Hersteller dann überhaupt auf hochauflösende Sensoren wie einen 108 Megapixel-Sensor? Ganz einfach: Bei guten Lichtverhältnissen, wie einem sonnigen Tag, benötigen Kameras die zusätzliche Lichtempfindlichkeit nicht. Folglich lassen sich die vollen 108 Megapixel für etwa digitale Zooms oder Makro-Aufnahmen verwenden. Wird es dunkler, sorgt das adaptive Pixel Binning im Idealfall automatisch dafür, dass Algorithmen Bildpunkte und Helligkeitswerte miteinander verschmelzen und die schlechte Lichtsituation ausgleichen.

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