Check-in mit der Corona-Warn-App: Das musst du wissen

5 Minuten
Die dritte Welle scheint besiegt, Biergärten und Restaurants dürfen öffnen. Doch eine Nachverfolgung soll sichergestellt sein, wenn sich Menschen begegnen. Statt Zettelchaos soll es diesen Sommer digital zugehen. Die Corona-Warn-App mit ihrem Check In ist ein Bestandteil der Strategie.
Check-In-Funkion der Corona-App
Check-In-Funkion der Corona-AppBildquelle: Thorsten Neuhetzki

Gerade, wenn du wenig Erfahrung mit der Nutzung von Smartphones hast, stehst du jetzt möglicherweise vor dem Problem, dass du die Corona-Warn-App nicht installieren und nutzen kannst, weil du dir das nicht zutraust. Hast du sie bereits installiert, so ist es wichtig, dass du die aktuelle Version nutzen.

Mit diesem Ratgeber wollen wir dir eine Schritt für Schritt Anleitung geben, damit du keine Zettel mehr ausfüllen brauchst und dein Smartphone zum Checkin im Biergarten nutzen kannst. Voraussetzung ist: Du hast ein Android-Smartphone oder iPhone, eine Datenverbindung per Handynetz und bist im Google Playstore oder Apple Appstore angemeldet. Das ist aber, sobald du Apps auf deinem Handy nutzt, in aller Regel der Fall.

Corona-Warn-App installieren: Schritt für Schritt-Anleitung

Als erstes musst du dir die Corona-Warn-App herunterladen. Wenn du ein iPhone nutzt, klickst du dazu hier. Als Android-Nutzer findest du die App hier. Alternativ kannst du auch im Appstore nach „Corona“ suchen.  Die entsprechende App mit dem „C“ als Logo wird dir als erstes angeboten. Nach einem Klick auf „installieren“ lädt die App herunter und installiert sich. Danach klickst du auf „öffnen“.

‎Corona-Warn-App
‎Corona-Warn-App
Entwickler: Robert Koch-Institut
Preis: Kostenlos
Corona-Warn-App
Corona-Warn-App
Entwickler: Robert Koch-Institut
Preis: Kostenlos

Hast du sie bereits installiert, kannst du sie an dieser Stelle per Klick aktualisieren. Die fragliche Checkin-Funktion ist erst vor einigen Wochen in die App gekommen. Ist sie installiert, findest du sie zwischen deinen anderen Apps auf dem Homescreen oder im App-Menu deines Handys.

Corona-App einmalig einrichten

Startest du die App erstmalig, erklärt sie dir die Funktionsweise. Du musst den Datenschutzbestimmungen zustimmen und – nur so ist die Nutzung der App letztlich sinnvoll – die Risiko-Ermittlung aktivieren. Dazu wird die Bluetooth-Schnittstelle deines Handys genutzt. Der Checkin ist generell auch ohne Bluetooth möglich. Doch wenn du die App schon nutzt, kannst du sie auch direkt zur Warnung bei Zufallsbegegnungen nutzen.

Im weiteren Verlauf der Inbetriebnahme wirst du auch schon darüber informiert, was passiert, solltest du einen positiven Test bekommen. Last not Least kannst du auch deine Daten der App-Nutzung spenden. Das Robert Koch Institut will so die Wirksamkeit der App analysieren. Das ist aber ebenfalls freiwillig.

Abschließend fragt dich die App noch einige Dinge ab, wie sie sich auf dem Handy verhalten darf. So ist es beispielsweise sinnvoll, die Hintergrundaktivität zu aktivieren. Nur so erfolgt das Tracing von Zufallskontakten im Hintergrund automatisch und die Listen von anonymen Codes von Infizierten wird heruntergeladen.

Deine persönlichen Kontaktdaten musst du zu keiner Zeit angeben. Die Corona-Warn-App ist anonym.

Corona-Warn-App in Biergarten & Restaurant nutzen

Bei der Nutzung der Eventregistrierung im Einzelhandel, bei Veranstaltungen oder privaten Treffen kannst du dich per QR-Code einchecken. Dazu klickst du im unteren Teil der App in der Mitte auf Check-In. Die Verfahrensweise wird dir noch einmal erklärt.

Das Prinzip einfach erklärt: Zu jedem QR-Code gibt es eine Event-ID. Meldet sich jemand, der zur gleichen Zeit wie du beim selben Event war als infiziert, bekommst du über die Corona-App eine Warnung und erfährst auch wann und wo Kontakt zu einem Infizierten hattest – aber nicht mit wem. Im Biergarten ist es also – selbst wenn du mit mehreren Freunden dort bist – nicht möglich, herauszufinden, wer der Infizierte ist. Auch das Gesundheitsamt hat keinerlei Daten von dir – bei der gezielten Nachverfolgung sicherlich eine Schwachstelle des Verfahrens, politisch aber im Sinne des Datenschutzes so gewollt.

Damit der Check-In gelingt, musst du die Nutzung der Kamera freigeben. Nur so kann dein Smartphone den QR-Code scannen. Du positionierst dein Handy so über den Code, dass das Viereck auf dem Display den Code erfassen kann.

Der Check-In wird ausschließlich lokal auf dem Smartphone gespeichert und nach zwei Wochen automatisch gelöscht. Du kannst den Besuch in dein Kontakttagebuch übernehmen und kannst auch schon einen automatischen Checkout festlegen, wenn du weißt, dass beispielsweise der Friseurbesuch nur eine Stunde dauert. Alternativ kannst du jederzeit unter der gleichen Checkin-Kachel auch den Checkout vornehmen.

Die Warnung: Was ist der Unterschied zwischen rot und grün?

Ob du, wenn jemand anderes eine Infektion meldet, eine grüne oder rote Warnung erhältst, hängt davon ab, ob sich dein Aufenthalt mit dem einer infizierten Person überschneidet. Warst du weniger als 10 Minuten vor Ort, ist es eine Warnung über eine Begegnung mit geringem Risiko (grüne Kachel). Hat sich der Aufenthalt mit der später positiv auf COVID-19 getesteten Person um 10 Minuten oder länger überschnitten, bekommst du eine Warnung über eine Begegnung mit erhöhtem Risiko (rote Kachel). Im Kontakttagebuch kannst du dann sehen, ob es sich um eine Begegnung aus einem Event handelt oder durch einen direkten Kontakt und die ausgetauschten anonymen IDs der Handys.

Was ist der Unterschied zur Luca-App?

Manche Geschäfte bieten alternativ zur Corona-Warn-App einen Check-In mit der Luca-App an. Der Unterschied ist, dass das Gesundheitsamt bei einem Corona-Verdachtsfall im Fall der Corona-Warn-App keine Daten von dir hat und dich so auch niemand unter Quarantäne stellen kann. Die Corona-Warn-App appelliert ausschließlich an deine Eigenverantwortung im Falle einer roten Warnung. Du kannst dich dann häufiger einem Schnelltest unterziehen oder deine Kontakte vorübergehend einschränken.

Deine Technik. Deine Meinung.

1 KOMMENTAR

  1. Die Coronawarnapp reicht nicht aus, da dann trotzdem die Kontaktdaten in schriftlicher Form beim Gaststättenbesuch erfasst werden müssen. Die Luca-App hingegen ist von den Bundesländern so anerkannt und erfordert keinen Papierkram.

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