WhatsApp zu unsicher: EU-Kommission empfiehlt Wechsel zu diesem Messenger

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Immer wieder steht WhatsApp in der Kritik. Trotz Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sinkt das Vertrauen in den Messenger. Und das nicht erst seit der Übernahme durch Facebook. Die EU-Kommission empfiehlt nun, auf WhatsApp zu verzichten und einen anderen Messenger zu nutzen.
WhatsApp-Icon auf dem Handy-Display neben vielen anderen Apps

Ob Datenschutzprobleme, die Telefonnummern der Nutzer öffentlich machten, Werbung im beliebten Messenger oder grundlos ausgesperrte Nutzer: WhatsApp sorgt immer wieder für Schlagzeilen. Ständig grassierende Kettenbriefe und Spam sind da eher noch harmlose Meldungen.

Dabei nutzen rund 58 Millionen den Messenger-Dienst allein in Deutschland. Weltweit sind es mehr als zwei Milliarden Menschen, die via WhatsApp chatten. Spätestens seit der Milliarden schweren Übernahme vor rund sechs Jahren durch Facebook aber wächst die Sorge hinsichtlich des Datenschutzes bei vielen Nutzern. Nun hat auch die EU-Kommission Bedenken an der Sicherheit von WhatsApp geäußert. Man sei sich nicht sicher, ob WhatsApp den Sicherheitsanforderungen für den Nachrichten-Austausch von sensiblen Informationen unter Diplomaten genügt, heißt es.

WhatsApp-Alternative: EU-Kommission empfiehlt Signal

Einem internen Papier an die Kommissionsbeamten zufolge wird Signal als „die empfohlene Anwendung für öffentliche Instant Messaging-Anwendungen ausgewählt“, berichtet das Magazin Politico. Das gilt insbesondere für die Kommunikation mit Personen außerhalb der Behörde. Sensible Informationen innerhalb der Behörde dürften weiterhin nur per verschlüsselter E-Mail versandt werden. „Je früher, desto besser“ sei der Wechsel zum Messenger-Dienst Signal, heißt es.

„Es ist wie WhatsApp von Facebook und iMessage von Apple, basiert jedoch auf einem sehr innovativen Verschlüsselungsprotokoll“, erklärt Bart Preneel, Kryptografie-Experte an der Universität von Leuven dem Magazin. „Da es Open Source ist, könne man überprüfen, was unter der Haube passiert“, fügte er hinzu.

Weitere Messenger-Alternativen

Zwar sind private WhatsApp-Nachrichten durch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gesichert. Dennoch werden Metadaten wie Nachrichtengröße, Namen der Kontakte, Zeit und Datum von dem Messenger an den Mutterkonzern Facebook weitergegeben. So kann das Unternehmen durchaus Rückschlüsse auf die Art und Frequenz der Kommunikation ziehen.

An Alternativen mangelt es nicht. Ob die EU-Kommissions-Empfehlung Signal, der immer beliebter werdende Messenger „Telegram“ oder Threema: Wir haben hier „Die 9 beliebtesten Alternativen zu WhatsApp“ zusammengestellt.

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2 KOMMENTARE

  1. Signal ist tatsächlich das bessere, da sichere WhatsApp. Nutze es seit 2 Jahren und mittlerweile Whatsapp kaum noch, da ich meine meisten Kontakte dorthin überzeugt (bzw gezwungen 🙂 habe. Alle sind froh darüber; endlich unbeschwert Texte und Bilder senden.

  2. Solche Infos sollten Mal in der Tagesschau oder besser nachmittags im Verblödungsfernsehen laufen, damit man die WhatsApp-Lemminge erreicht. Unwissend oder egal, da gibt’s vielleicht noch Unterschiede, bei den Nutzern.

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