Werbung in WhatsApp: Das ist der Plan

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Noch ist WhatsApp werbefrei. Das will der Mutterkonzern Facebook demnächst allerdings ändern. Damit wird der hierzulande so beliebte Messenger – ähnlich wie Instagram und Facebook selbst – zu einem virtuellen Shopping-Center. Doch dafür muss Facebook an deine Daten ran.
WhatsApp mit WerbungBildquelle: Blasius Kawalkowski

Eigentlich wollte Facebook bereits vergangenes Jahr Werbung in WhatsApp schalten. Jedoch war der US-Konzern besorgt darüber, mit diesem Schritt die Aufsichtsbehörden zu verärgern. Zudem befürchtete Facebook-Boss Mark Zuckerberg, dass WhatsApp-Nutzer, die viel Wert auf Datenschutz legten, dem Messenger den Rücken kehren würden. Man wich von dem Plan ab. Nun nimmt der Technologieriese einen zweiten Anlauf. Jedoch steht zuvor noch eine Verschmelzung aller sozialen Plattformen bevor.

Wie das Magazin The Information berichtet, will Zuckerberg alle seine sozialen Plattformen, also Instagram, Facebook und WhatsApp, miteinander verschmelzen. So sollen Nutzer künftig plattformübergreifend chatten. Dafür will Facebook deine Handynummer verwenden, um dein Facebook- und WhatsApp-Konto miteinander abzugleichen. So will man bestimmen, welche Anzeigen geschaltet werden sollen.

WhatsApp: Werbung demnächst im Status

Zwar sei der Plan im Unternehmen immer noch sehr umstritten. Einige Führungskräfte befürchten etwa, dass WhatsApp-Benutzer ihre Facebook-Konten löschen könnten. Und auch regulatorische Probleme angesichts laufender kartellrechtlicher Untersuchungen sorgen für Kopfschmerzen. Dennoch bestätigte ein Facebook-Sprecher gegenüber dem US-Technikmagazin Engadget, dass „Anzeigen im Status eine langfristige Chance für WhatsApp bleiben“.

Somit dürfte nun niemand mehr die Hoffnung hegen, dass der Messenger werbefrei bleibt. Im Gegenteil. Die Aussagen klingen so, als sei der letzte Schritt nur noch ein kleiner. Wenn du Instagram nutzt, kannst du dir in etwa vorstellen, wie Werbung in WhatsApp aussehen könnte. So sollen zu Beginn Anzeigen zwischen die Statusmeldungen deiner Freunde und Bekannten eingebaut werden. Ob es dabei bleibt oder ob Facebook auch in einzelnen Chats Werbung integrieren wird, bleibt ungewiss.

Alternativen gibt es zuhauf

Die ständige Kritik an Facebook und dem noch ziemlich beliebten Messenger führt dazu, dass sich Nutzer abwenden und nach Alternativen umsehen. Telegram etwa verzeichnet einen hohen Zuwachs. Es gibt aber noch viele weitere Alternativen zu WhatsApp. Es liegt aber meist an der Bequemlichkeit des Einzelnen, warum man letztlich doch nicht wechselt. Ob Werbung bei WhatsApp oder die Datenverschmelzung zwischen den einzelnen Plattformen das ändern können? Das bleibt fraglich.

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1 KOMMENTAR

  1. Wie sieht das eigentlich aus mit Nutzern die für WhatsApp schon bezahlt haben?
    Es stand nicht zufälligerweise etwas in den AGB das mich vor Werbung schützen würde oder?

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