Unglaublich: Diese Bank sperrt Kunden aus ihrem Konto aus und kündigt fristlos

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Das Bankkonto immer auf dem Handy dabei. Eigentlich eine praktische Sache und immer mehr verbreitet. Doch ausgerechnet eine der populärsten Smartphone-Banken macht mit Negativ-Schlagzeilen auf sich aufmerksam. Der Grund: Kontosperrungen und fristlose Kündigungen.
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BankkarteBildquelle: jarmoluk / Pixabay

Die Smartphone-Bank N26 gerät immer wieder in die Schlagzeilen. Im November des vergangenen Jahres unter anderem wegen eines Kundenstopps und auch aufgrund anhaltender Sicherheitsprobleme in IT und Outsourcing. Nun werden vermehrt Kundenstimmen laut, die sagen, dass sie keinen Zugriff mehr auf ihre N26-Accounts haben. Was steckt dahinter?

N26 kündigt fristlos Bankkonten

Auf das Bankkonto zugreifen und deine Finanzen organisieren sollte immer möglich sein, ist es für Kunden von N26 aber nicht. Zahlreiche Kunden des Fintechs berichten, dass ihre Konten plötzlich gesperrt sind. Und das schon seit nunmehr einer Woche. Laut einem Bericht des Handelsblatts betrifft das im aktuellen Fall vor allem Kunden aus Deutschland, Frankreich sowie Italien.

In einem Schreiben von N26, das Betroffene von der Bank erhalten, heißt es, dass sie gegen die Geschäftsbedingungen verstoßen hätten. Aufgrund dessen kündige man das Konto bei N26 außerordentlich, sprich fristlos und mit sofortiger Wirkung. Ist das Konto gesperrt, können Kunden nicht mehr auf ihr dort gelagertes Geld zugreifen. Teilweise seien auch keine neuen Kontoeröffnungen möglich.

Nachdem sich betroffene Kunden ihrem Frust öffentlich Luft verschaffen, erklärt N26 in einem Blogeintrag das Vorgehen. Dort bezieht man sich auf Betrugsprävention und betont, dass man jegliche verdächtige Aktivität überprüfe. Zeitgleich räumt die Handy-Bank aber auch mögliche Fehler ein: „Von Zeit zu Zeit kann es vorkommen, dass wir eine:n seriöse:n Kund:in fälschlicherweise als potenzielle:n Betrüger:in identifizieren, da die von unserem Anti-Finanzkriminalität-Team gefundenen Beweise möglicherweise nicht zweifelsfrei sind.“

Probleme mit Geldwäsche: Kunden sind in der Bringschuld

Im Zuge der Betrugsprävention teilt N26 laut dem Handelsblatt vielen Kunden mit, dass sie ihr restliches Kontoguthaben nur dann ausgezahlt bekommen können, wenn sie einen Nachweis über die Herkunft des Geldes liefern können. Reicht der betroffene Kunde passende Belege ein, überprüfe die Berliner Neobank die Auszahlung erneut, heißt es in dem Schreiben.

Seit einigen Jahren hat N26 Probleme mit Geldwäsche und Betrugsfällen, weswegen die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) dem Fintech strenge Regeln auferlegt hat. Dazu zählt, die Betrugsprobleme in den Griff zu kriegen. Solange ist das Neukundenwachstum stark begrenzt. Laut Handelsblatt könnte die Formulierung des Schreibens ein Hinweis darauf sein, dass sich N26 der Betrugsprävention annehme.

Gesperrtes N26-Konto? Das kannst du tun

Die außerordentliche Kündigung ist im Zweifelsfall unberechtigt. Denn wie das Handelsblatt einen Sprecher der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg zitiert: „N26 bezieht sich in dem Kündigungsschreiben auf einen Verstoß gegen allgemeine Geschäftsbedingungen, informiert aber nicht darüber, welcher konkrete Verstoß den Kunden vorgeworfen wird.“

Deswegen empfiehlt der Verbraucherschützer Betroffenen der Kontokündigung, N26 aufzufordern, konkrete Belege für die „Anspruchsgrundlage für die Kündigung und die behauptete Pflichtverletzung“ offenzulegen. Betroffene sollten ihre Schäden außerdem dokumentieren. Stellt sich die Kontokündigung letztlich als unberechtigt heraus, könnten Schadensersatzansprüche winken.

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