Tesla: Neues E-Auto kommt – zum Hammerpreis

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Tesla, der Pionier unter den Herstellern von Elektroautos, möchte neues Terrain betreten. Denn in nicht allzu ferner Zukunft soll es auch einen Kleinwagen von den Amerikanern zu kaufen geben. Und der könnte den E-Auto-Markt nochmals gewaltig umkrempeln.
Tesla Logo vor dunklem HIntergrund
Tesla arbeitet an einer dritten E-Auto-Plattform. Und die könnte preiswert werden.Bildquelle: Renato Ramos Puma / Unsplash.com

Bereits dreieinhalb Jahre ist es her, dass Tesla mit dem Model Y ein neues Elektroauto präsentierte. Es fährt auf der gleichen Plattform wie das Tesla Model 3 und beide Autos dominieren aktuell unter anderem den deutschen Markt für elektrifizierte Pkw. Diese Dominanz könnte sich weiter manifestieren. Dann nämlich, wenn der US-Hersteller ein spektakuläres Vorhaben von Konzernchef Elon Musk in die Realität umsetzt: die Produktion eines kleineren Stadtautos. Jetzt bekommen die immer wieder aufkochenden Spekulationen zu einem solchen Modell neue Nahrung – angeheizt vom Chef höchstpersönlich.

Tesla plant dritte E-Auto-Plattform

Denn im Rahmen der Präsentation der jüngsten Quartalszahlen verriet Musk jetzt, dass er eine neue Produktoffensive plane. Und damit ist nicht nur die für Mitte kommenden Jahres geplante Verfügbarkeit des Tesla Cybertrucks gemeint. Und auch nicht die Bereitstellung des Tesla-Lkw Semi. Sondern vielmehr die Realisierung einer weiteren neuen E-Auto-Plattform. Und die soll es eben möglich machen, ein deutlich preiswerteres Tesla-Auto unterhalb des Model 3 und Model Y zu bauen.

Während teure Luxus-Karossen auf Basis des Tesla Model X und Tesla Model S schon heute verfügbar sind, fehlt ein kleiner Stadtflitzer noch im Angebot des Herstellers. Dabei könnte er zu einem waschechten Kassenschlager werden. Denn bezahlbare Kleinwagen mit Elektromotor sind aktuell noch Mangelware am Markt, weil sie nach Auffassung der großen Pkw-Hersteller eine zu geringe Rendite abwerfen. Für Tesla-Chef Elon Musk aber offenbar kein Grund, von seinen Plänen abzurücken, demnächst einen Kompaktwagen anzubieten.

Nach Worten von Musk könnte der „Mini-Tesla“ zu einem Preis von rund 25.000 Euro auf den Markt kommen. Eine entsprechende Idee hatte der Tesla-Gründer schon im Jahr 2020, seine Pläne bisher aber nie näher konkretisiert, sondern vielmehr mehrfach verschoben. Jetzt sagte Musk: „Wir arbeiten an der nächsten Generation eines E-Autos, das wahrscheinlich nur halb so viel kosten wird, wie die Plattform von Model 3 und Model Y.“ Aktuell ist das Tesla Model 3 in Deutschland zu einem Preis ab 49.990 Euro zu haben. Das Model Y kostet mindestens 53.990 Euro.

Tesla als gewaltige Konkurrenz für Volkswagen und Toyota

Dass ein solches Auto natürlich auch kleiner ausfallen werde, verstehe sich von selbst, so der Musk weiter. Außerdem deutete er an, dass auf der neuen Plattform Autos gebaut werden sollen, die sich in besonders hohen Stückzahlen verkaufen lassen. Musk erwartet, dass die Absatzzahlen deutlich über jenen liegen, die alle anderen Tesla-Fahrzeuge momentan zusammen erreichen. Klingt nach einer recht beiläufigen Aussage, ist aber in Wahrheit eine lupenreine Kampfansage an Volkswagen, Toyota, General Motors und Co. Tesla will im Volumenmarkt punkten und etablierten Herstellern auch hier Kunden abjagen.

Allein die Frage, wann es so weit sein könnte, dass der Kleinwagen in die Produktion startet, darauf gab Musk keine Antwort. Allzu große Sorgen muss man sich in den Management-Etagen der alteingesessenen Pkw-Hersteller also noch nicht machen. Denn selbst nach einer Ankündigung dürften noch rund zwei Jahre vergehen, ehe ein neues Elektroauto von Tesla auch tatsächlich produziert und ausgeliefert werden kann. Also wohl nicht vor 2025.

Gerüchten zufolge ist aber schon jetzt klar, dass die Entwicklung des neuen Kompakten von Tesla in China erfolgen soll. Dort soll zu einem späteren Zeitpunkt dann auch die Produktion starten.

Werk in Grünheide produziert immer mehr Model Y

Neuigkeiten gibt es unterdessen auch vom neuen Tesla-Werk im brandenburgischen Grünheide vor den Toren Berlins. Dort läuft die Produktion des stark nachgefragten Model Y immer stabiler. Vom Ziel, dass dort pro Woche 10.000 Fahrzeuge vom Band rollen, ist Tesla zwar noch weit entfernt. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass aktuell bereits 2.000 Fahrzeuge pro Woche produziert werden. Neuerdings auch in zwei exklusiven, neuen Farben: eine Rot- und eine Silber-Lackierung. Bisher waren nur weiße und schwarze Lackierungen in Grünheide möglich.

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8 KOMMENTARE

  1. Thorsten Tesla

    Ja genau, 2025, ganz sicher.
    Ihr glaubt das echt wenn Ilona das zufällig jetzt wo der Aktienkurs mal wieder dringend steigen muss erzählt?
    Gibt gleich nen ganzen Artikel PR produzieren.
    25.000… prust.
    Hallo? Es ist Musk, da kann man alles was mit Zahlen zu tun hat vergessen. Release Dates, Preise und „X mal so…“.

    Dann mal viel Spass mit dem Wagen, am besten schon mal vorbestellen und anzahlen.
    Der kommt dann auch gleich mit FSD Level 5 und Solar Tiles. Das ist ja auch seit Jahren fertig. Gab schließlich eine Präsentation und waren die Dummies sehr hübsch. Das ist quasi fertig.

    „I am very confident“

    Das ist natürlich kein Lügen… er hat nur „ehrgeizige Ziele“. Wenn da was nicht klappt, dann liegt das höchstens an den Mitarbeitern. Wenn unser Gott doch nur in jeder Fabrik selbst alles tun würde, mit seinem Fantasieingenieurstudium. Wo er doch laut eigener Aussage von Produktion so viel versteht wie niemand auf der Welt. Das stimmte schon bei dieser Aussage zu Finanzdienstleistungen. Schliesslich hat er ja mal ne Firma gehabt die von PayPal gekauft wurde welches ihn dann wegen Unfähigkeit entlassen hat.
    Der „Founder of PayPal“. Hehe.

    Lach‘ mich weg.

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  2. Reiner Bergmann

    Ich warte jetzt seit fast 6 Monaten auf 2 Model Y.
    Terminverschiebung 3 Mal und zur Zeit sagt mein Konto, wird kurzfristig bekannt gegeben. Telefonisch das gleiche. Sofort Storno mir reicht’s jetzt….

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  3. Name

    drollig, wie sich hier aufgeregt wird 🙂 auch wenn die genannte Kritik schon großteils zutrifft. Am Ende spricht der Erfolg für das Unternehmen.

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  4. Sebastian

    Wartezeiten bei BMW, Mercedes und Opel aktuell bei mehr als 12 Monaten…. Da sind 6 Monate Wartezeit doch sehr angenehm gegen…

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  5. STEFAN

    Auch ich warte schon 12 Monate auf mein Modell Y Performance.Und jetzt gibts auch meine Wunschfarbe Midnigthsilber Metallic nicht mehr.Von Freunden werd ich schon ausgelacht.Langsam hab ich die Nase voll.

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  6. Werner G.

    Das ist in der Pipeline und wird kommen. Die Daten zum Release stammen nicht von E.M., sondern dem Autor hier. Man hält sich da sehr bedeckt. Problem sind die Akkukapazitäten, die im Moment nicht ausreichen. Die Produktion und Entwicklung macht gerade große Sprünge bei den Akkus.
    Zweitens werden diese Autos im Matchbox Verfahren hergestellt. Druckgussteile die zusammengeschweißt werden. Das ist gerade in der Anfangsphase der Implementation in den Produktionsbetrieben.
    Also mal zurücklehnen und zuschauen. Es wird kommen, aber noch nicht nächstes Jahr. Eine Ankündigung, wenn Resourcen gesichert sind, Platz für die Produktion da ist und die italienischen Pressen gut funktionieren, könnte ich mir frühestens in einem Jahr vorstellen.

    Was Elon gesagt hat, hier aber nicht im Artikel steht: Diese Fahrzeuge werden zuerst nur in China verkauft. Also macht es euch richtig bequem vor dem zurücklehnen. 😀

    P.S. : Bin Aktionär und für meine Verhältnisse stark investiert. Verfolge das Geschehen aber dafür um so mehr.

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  7. Alex Yan

    Weiss nicht was diese tausenden artikel sollen, klar ihr verdient mit so einem quatsch euer geld, aber tesla hat noch nie irgendwelche aussagen/versprechen gehalten. Klar war besitmmt auhc corona bisschen mit dran schuld, aber wenn das auto dann so nach deutschland kommt bezahlt man mit sicherheit nochmal 50% drauf von dem was angekündigt war

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  8. Erbsenmandi

    …. Ich fahre seit August einen Tesla Model Y Performance und genieße jede Fahrt… Würde die Bestellung nicht stornieren, ist echt eine geile Kiste… Gibt bis 100k keine Alternative…

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