Neuer Elektro-SUV für Sparfüchse kommt nach Deutschland

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Noch ist Ssangyong Pkw-Hersteller mit kleinem Marktanteil, bei dem die Vermarktung von SUVs im Vordergrund steht. In Kürze startet hierzulande aber der Vertrieb des neuen Ssangyong Korando e-Motion - als Konkurrenz zum Volkswagen ID.4. Und dann könnte der Marktanteil hierzulande schnell steigen.
SsangYong Korando e-Motion Front.
Der SsangYong Korando e-Motion mit Elektroantrieb steht ab Anfang 2022 in Deutschland zur Verfügung.Bildquelle: Ssangyong Motors

Ssangyong hat ein neues Elektroauto im Angebot. Bitte wer? Diese Frage wird den einen oder anderen Leser dieser Zeilen sicher beschleichen. Denn der koreanische Automobilhersteller Ssangyong ist hierzulande noch ziemlich unbekannt. Zwischen Januar und November des laufenden Jahres wurden in Deutschland gerade einmal 1.440 Fahrzeuge von Ssangyong neu zugelassen. Das entspricht laut aktuellen Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) einem marginalen Marktanteil von 0,1 Prozent. Mit einem neuen E-SUV Korando e-Motion, der in Kürze auch hierzulande zu haben sein wird, könnten die Marktanteile aber steigen.

Neuer Elektro-SUV mit 475 Kilometern Stadtreichweite

Als erstes Modell der Marke überhaupt startet das Elektro-SUV nicht in Südkorea in den Verkauf, sondern zuerst auf dem europäischen Markt. Blaue Farbakzente und ein geschlossener Kühlergrill unterscheiden den Korando e-Motion von seinen konventionell angetriebenen Schwestermodellen und weisen ihn auf den ersten Blick als Elektrofahrzeug aus. Auch andere Automobilhersteller setzen bei ihren E-Autos auf geschlossene Kühlergrills – zum Beispiel Hyundai bei Kona Elektro. Für den Antrieb beim neuen Ssangyong-SUV sorgt ein Elektromotor mit einer Leistung von 140 kW (190 PS). Er schickt ein maximales Drehmoment von 360 Nm an die Vorderräder.

Etwas enttäuschend: die Reichweite. Denn mit der verbauten Batterie, die eine Kapazität von 61,5 kWh aufweist, sind gemäß WLTP-Testverfahren maximal 339 Kilometer drin. Für die Langstrecke ist das etwas wenig. Da hilft es auch wenig, dass laut Herstellerangaben über einen CCS-Anschluss eine Wiederaufladung von 20 auf 80 Prozent in 33 Minuten möglich sein soll. Schon besser: Nur im Stadtverkehr eingesetzt soll die Reichweite dank Rekuperation – einstellbar über Schaltwippen am Lenkrad – bei knapp 475 Kilometern liegen.

Im Innenraum setzt Ssangyong unter anderem auf ein 12,3 Zoll großes Instrumentendisplay, das je nach Ausstattung auch Inhalte des Navigationssystems im Sichtfeld des Fahrers darstellen kann. Außerdem kommt in der teuersten Ausführung ein individuell einstellbares Ambientelicht mit 34 verschiedenen Farboptionen zum Einsatz. In der Mitte ist ein Smart Audio System mit acht Lautsprechern und Rückfahrkamera über einen 8 Zoll großen Touchscreen bedienbar. Zur Serienausstattung gehören zudem einige Assistenzsysteme. Sie kombinieren unter anderem einen automatischen Notbremsassistenten, einen Spurhalte- und einen Verkehrsflussassistenten, eine Verkehrszeichenerkennung und einen Aufmerksamkeitswarner sowie eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage.

SsangYong Korando e-Motion Interieur
So präsentiert sich der Ssangyong Korando e-Motion von innen.

Was kostet der Ssangyong Korando e-Motion?

Angeboten wird der SSangyong Korando e-Motion in drei Ausstattungsvarianten. Das Basismodell steht in der sogenannten Bronze-Variante ab 38.990 Euro beim Händler. Sie ist unter anderem mit einer Klimaautomatik und einer Wärmepumpe ausgestattet. Eine Platinum-Ausführung ab 41.990 Euro beinhaltet einen größeren zentralen Bildschirm inklusive Navigationsfunktion (9 Zoll), Einparkhilfen vorne und hinten, Sitz- und Lenkradheizung sowie eine induktive Ladeschale für das Smartphone. Eine Titanium-Variante ist für 45.590 Euro zu haben und bietet neben Vordersitzen mit Lederbezug und Sitzbelüftung auch LED-Scheinwerfer, die oben angesprochene Ambientebeleuchtung und weitere Assistenzsysteme wie Totwinkel- und Spurwechselassistent. Auch ein Querverkehrswarner ist bei der teuersten Variante des Autos mit Vollausstattung an Bord.

Ohne Aufpreis gibt es den Ssangyong Korando e-Motion in allen drei Varianten übrigens nur in Weiß zu kaufen. Eine Metallic-Lackierung (Grau, Schwarz oder Blau) kostet grundsätzlich 600 Euro Aufpreis. Der Hersteller gewährt sieben Jahre Garantie auf Fahrzeug und Batterie – maximal bis zu einer Laufleistung von 150.000 Kilometern. Außerdem sechs Jahre Garantie gegen Durchrostung und sieben Jahre europaweite Mobilitätsgarantie. Ab wann genau der neue E-SUV bei den deutschen Händlern steht, ist noch unklar. Bisher kommuniziert der Hersteller nur eine Verfügbarkeit ab Anfang 2022.

Bildquellen

  • SsangYong Korando e-Motion Innenraum: Ssangyong
  • Dicke Überraschung: Sony präsentiert sein zweites Elektroauto – ein SUV: Michael Stupp / inside digital
  • SsangYong Korando e-Motion vorgestellt.: Ssangyong Motors
Viele Menschen in einem Kinosaal in roten Sesseln.
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4 KOMMENTARE

  1. Daniel

    Was ist daran für sparfüchse? Über 40000€ und nur 350km Reichweite???? Da ist ja das Model 3 von tesla günstiger 🤣🤣🤣 und dann kosten Extras auch noch extra Geld. Preis Leistung ist eine Katastrophe, hatte jetzt erwartet das er so 28.000 Euro kostet von den Daten her. 🤣🤣 Für den Preis erwarte ich schon ein richtig hochwertiges Auto mit minimum 500km Reichweite…
    Fisker ocean kostet ca. 45000€ (in Ausstattung Ultra) und bietet über 500km Reichweite. Und sieht einfach hammer aus.

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  2. Thomas Karcher

    Ich habe nicht gewusst das wir ein Volk von Millionären sind.Als Normalverdiener 50.000€ für ein neues Auto? Das waren einmal 100.000 DM. Dafür gab es einmal Supersportwagen. Ich denke das Gro der Arbeitnehmer dürfte sich zwischen 25 und 30 T€ Jahreseinkommen bewegen und wenn noch Schichtarbeit angesagt ist und nachts kein ÖPNV fährt müssen halt einfach gestrickte Fahrzeuge her welche bezahlbar sind. Die Arbeitgeber müssen dann, je nach Reichweite, Steckdosen zur Verfügung stellen. Ich stelle bei VW fest das der e-up nicht mehr bestellbar ist. Ebenso die Basis Ausführung einiger ID Modelle. Motto je größer das Auto umso fetter der Gewinn. Ich denke Citroen Ami bzw Opel Rock-e zeigen schon einmal in diese Richtung. Bestimmt kommen die Fahrzeuge aus Indien oder Bangladesch. China will lieber bei den Teuren für den Export mitmischen. Die Preiswerten bleiben im Land.Schade

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  3. Alex

    Das ist absurd, 40k ist was für Sparfüchse? Haben die Radakteure noch eine reale Verbindung zur Außenwelt?

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  4. Heinz Lang

    Mit diesem Handycap in Rechtschreibung würde ich keinen Kommentar auf die Menschheit loslassen.

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