Neue E-Autos: Von Hyundai Kona Elektro bis Porsche Panamera PHEV

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In den zurückliegenden Tagen hat es wieder einige spannende Neuigkeiten zu Fahrzeugen mit alternativem Antrieb gegeben. Nicht nur Hybrid- und Elektroautos wurden neu vorgestellt, sondern auch ein Fahrzeug mit Wasserstorff-Antrieb. Eine Übersicht.
Hyundai Kona Elektro
Ladeanschluss des Hyundai Kona Elektro.Bildquelle: Hyundai

Hyundai Kona Elektro (2021) vorgestellt

Eine der interessantesten E-Auto-Neuvorstellungen der vergangenen Tage: der Hyundai Kona Elektro des Jahrgangs 2021. Er soll im SUV-Look Ende Januar kommenden Jahres zur Verfügung stehen und rein elektrisch je nach gewähltem Modell bis zu 484 Kilometer nach WLTP-Norm fahren. Nach Angaben des Herstellers ist der Vorgänger, der Kona Elektro (2020), übrigens nicht irgendein E-Auto. Vielmehr ist er im laufenden Jahr mit rund 15.000 verkauften Einheiten eines der beliebtesten Elektroautos in Deutschland überhaupt. In den ersten zehn Monaten des laufenden Jahres wurden nur drei E-Auto-Modelle häufiger verkauft. Und jetzt kommt der Hyundai Kona Elektro als modifiziertes Nachfolger-Modell nach Deutschland. Unter anderem mit einer neu gestalteten Frontpartie mit geschlossenem Kühlergrill und neuen LED-Tagfahrleuchten.

Zwei batterieelektrische Antriebe stehen zur Wahl. Du kannst dich für einen Antrieb mit 39,2 kWh großer Batterie entscheiden oder das Modell mit 64 kWh großem Energiespeicher wählen. Beim „kleinen“ Hyundai Kona Elektro stehen dir 100 kW (136 PS) zur Verfügung und eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h ist nach Angaben des Herstellers in 9,9 Sekunden möglich. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 155 km/h. In 7,9 Sekunden gelingt dem 64-kW-h-Modell der Sprint auf 100 km/h. Die Leistung hier: 150 kW (204 PS) – bei einer Maximalgeschwindigkeit von 167 km/h. Die Reichweite von bis zu 484 Kilometern erreicht natürlich nur das Kona-Elektro-Modell mit der großen Batterie. Das 39,2-kWh-Modell fährt bis zu 305 Kilometer weit.

Hyundai Kona Elektro (2021)
Eines der beliebtesten E-Autos in Deutschland: der Hyundai Kona Elektro.

Was die beiden Modelle des Kona Elektro kosten werden, ist übrigens noch geheim. Das 2020er Modell startete bei knapp 35.000 Euro. Den Umweltbonus kannst du von diesem Preis aber noch abziehen, sodass ein Einstieg beim Vorgängermodell ab rund 25.500 Euro möglich ist.

Hyundai Nexo (2021) – Alternative Brennstoffzelle

Neu vorgestellt hat Hyundai außerdem die zweite Generation des Hyundai Nexo. Auch mit diesem SUV ist emissionsfreies Fahren möglich, allerdings auf Basis eines Wasserstoff-Antriebs. Die Reichweite nach NEFZ-Standard liegt bei rund 750 Kilometern. Für die Fortbewegung ist ein ein 120 kW (163 PS) starker Elektromotor verantwortlich.

Die Stromerzeugung übernehmen die gleichfalls unter der Motorhaube platzierten Brennstoffzellen, von denen im bordeigenen Kraftwerk 440 Einheiten aktiv sind. Sie nutzen die Reaktion von Sauerstoff und Wasserstoff: Kommen beide Substanzen zusammen, entsteht elektrische Energie. Dabei handelt es sich um die umgekehrte Elektrolyse – Wasser lässt sich unter dem Einsatz von Strom in seine Bestandteile Sauerstoff und Wasserstoff zerlegen. Wird der Vorgang rückgängig gemacht, wie es in den Brennstoffzellen des Hyundai Nexo der Fall ist, entsteht elektrische Energie.

Dritter Baustein des Antriebssystems ist eine Hochvolt-Batterie mit 1,56 kWh Kapazität, die als Puffer fungiert. Sie findet sich platzsparend unterhalb des Gepäckraumbodens positioniert und wird auch mittels Bremsenergierückgewinnung (Rekuperation) beim Bremsen, Ausrollen oder Bergabfahren geladen. Überschüssige Energie, die nicht vom Elektromotor benötigt wird, wird dort zwischengespeichert. Zugleich liefert sie schnelle Energie, wenn Leistungsspitzen, etwa beim zügigen Beschleunigen, gefordert werden.

Hyundai Nexo 2021
Auch in diesem Auto sitzt ein Elektromotor. Allerdings sorgt Wasserstoff im Hyundai Nexo für den Antrieb.

Die Höchstgeschwindigkeit des Hyundai Nexo liegt bei 179 km/h, eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h ist nach Herstellerangeben in etwa 9,5 Sekunden möglich. Ein Schnäppchen ist das Auto allerdings nicht. Laut offizieller Preisliste muss man mit 16 Prozent Mehrwertsteuer rund 77.000 Euro einplanen.

Kia Sorento mit Plug-in-Hybrid-Antrieb

Für Anfang 2021 ist auch die Plug-in-Hybrid-Variante des Kia Sorento für bis zu sieben Personen angekündigt. Einem 1,6-Liter-Turbobenziner steht ein E-Motor mit 66,9 kW Leistung zur Seite. Im Zusammenspiel entwickeln sie 195 kW (265 PS). Der leistungsstarke 13,8-kWh-Lithium-Ionen-Polymer-Akku befindet sich unterhalb der Vordersitze im Fahrzeugboden. Ein Preis für diesen SUV gibt es bis jetzt noch nicht.

Kia Sorento Plug-in-Hybrid
Im ersten Quartal 2021 kommt der Kia Sorento als Plug-in-Hybrid-Variante in den Handel.

Porsche Panamera ebenfalls mit Plug-in-Hybrid-Antrieb verfügbar

Im Segment der Luxus-Autos kann man sich jetzt auch für den Porsche Panamera mit Plug-in-Hybrid-Technologie entscheiden. Der neue Panamera Turbo S E-Hybrid mit der Kombination aus Vierliter-V8-Biturbo mit 420 kW (571 PS) und 100 kW (136 PS) starkem Elektromotor markiert ab sofort die Leistungsspitze der rundum erneuerten Modellreihe. In Summe sind 515 kW (700 PS) Systemleistung mit 870 Nm Drehmoment drin. Ein Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt nach Herstellerangaben in 3,2 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 315 km/h. Bei gemäßigter Fahrt sind über die 17,9 kWh Batterie bis zu 50 Kilometer rein elektrische Reichweite möglich.

Panamera Turbo S E-Hybrid Executive
Der Porsche Panamera in der teuersten Antriebsvariante: Turbo S E-Hybrid Executive.

Alternative: der Porsche Panamera 4 E-Hybrid. Hier kooperiert die E-Maschine mit einem 243 kW (330 PS) starken 2,9-Liter-V6-Biturbo, was zu einer Systemleistung von 340 kW (462 PS) führt. In der Spitze sind bei diesem Modell bis zu 280 km/h möglich, der Sprint aus dem Stand auf 100 km/h gelingt in 4,4 Sekunden. Die elektrische Reichweite beträgt bei diesem Modell nach WLTP-Norm bei 56 Kilometer.

Panamera 4 E-Hybrid Sport Turismo
Wenn du dich für einen Porsche mit Plug-in-Hybrid-Technologie interessierst: der Panamera ist jetzt entsprechend verfügbar.

Preislich ist die Anschaffung eines Porsches natürlich auch mit Plug-in-Hybrid-Antrieb kein Zuckerschlecken. Beim Panamera 4 E-Hybrid beginnen die Preise bei rund 110.000 Euro, die Turbo-S-Variante kostet sogar im günstigsten Fall mehr als 185.000 Euro.

Mitsubishi Eclipse Cross als Plug-in-Hybrid

Für den allradangetriebenen Mitsubishi Eclipse Cross mit Plug-in-Hybrid-Technologie steht unterdessen noch kein Preis fest. Sehr wohl aber die geplante Markteinführung. Sie ist für Anfang 2021 vorgesehen. Ein neues Design soll den sportlichen Coupé-Charakter des SUV unterstreichen, heißt es in einer Unternehmensmitteilung. Weitere technische Details soll es erst zur Markteinführung geben, ein Foto hat Mitsubishi aber veröffentlicht.

Mitsubishi Eclipse Cross Plug-in Hybrid
Kommt Anfang 2021 nach Deutschland: der Mitsubishi Mitsubishi Eclipse Cross Plug-in Hybrid.

Audi SQ5 TDI mit Mild-Hybrid-Technologie

Im Segment der Autos mit Mild-Hybrid-Technologie, wenn man so will die kleinste Form der Elektrifizierung, gibt es unterdessen Neuigkeiten aus dem Hause Audi. Denn unter der Woche stellten die Ingolstädter die neue Generation des SQ5 TDI vor. Für den Antrieb sorgt ein V6-Deiliter-Dieselmotor mit 251 kW (341 PS) und 700 Nm Drehmoment. Um den Verbrauch zu senken und das Ansprechverhalten zu verbessern ist ein 48-Volt-Mild-Hybrid-System mit Riemen-Starter-Generator verbaut. Damit ist es möglich, bis zu 40 Sekunden mit abgeschaltetem Motor zu segeln. Pro 100 Kilometer lassen sich nach Angaben von Audi bis zu 0,7 Liter Sprit einsparen. In Deutschland ist der neue SQ5 ab Anfang 2021 zu haben. Der Grundpreis inklusive 16 Prozent Mehrwertsteuer liegt bei rund 68.100 Euro.

Audi SQ5 TDI
Neues Fahrzeug mit Mild-Hybrid-Technologie: der Audi SQ5 TDI.

BMX iX – Ein E-SUV für den großen Geldbeutel

Und dann war da natürlich noch die Vorstellung des BMW iX. Jene SUV-Premium-Oberklasse-Luxus-Maschine, die es auf satte 500 PS bringt, aber vermutlich um die 100.000 Euro kosten wird. Du willst trotz des fast schon schwindelerregenden Preises mehr wissen? Dann darfst du die nachfolgende News nicht verpassen. Darin haben wir dir den iX nämlich in aller Ausführlichkeit vorgestellt.

Porsche Renndienst – Ein Porsche wie du ihn noch nie gesehen hast

Abschließend möchten wir dich außerdem noch auf den Porsche Renndienst aufmerksam machen. Porsche was? Ja, genau: Renndienst. Hast du noch nie von gehört? Keine Sorge, wir bis vor wenigen Tagen auch nicht. Denn es handelt sich um ein Konzept-Fahrzeug, das im Jahr 2018 eine freie Interpretation eines familienfreundlichen Raumkonzepts für bis zu sechs Personen zeigen wollte – es aber nie an die Öffentlichkeit schaffte. Aber das Konzept gar nicht zeigen? Wäre doch schade…

Porsche Renndienst
Ein Konzept-Auto, das bisher Geheimsache war: der Porsche Renndienst.

Dachte sich wohl auch Porsche und holte die einstigen Pläne jetzt doch noch einmal aus der Versenkung. Die Studie zeigt, wie die Porsche-Design-DNA mit der charakteristischen Modellierung der Flächen auf ein für die Marke unbekanntes Fahrzeugsegment übertragen werden kann. Übrigens: Es gibt noch mehr bislang geheime Designstudien aus den Jahren 2005 bis 2019. Porsche hat sie in einem neuen Buch mit dem Titel „Porsche Unseen“ zusammengefasst.

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Bildquellen

  • Hyundai Kona Elektro (2021): Hyundai
  • Hyundai Nexo 2021: Hyundai
  • Kia Sorento PHEV: Kia
  • Panamera Turbo S E-Hybrid Executive: Porsche
  • Panamera 4 E-Hybrid Sport Turismo: Porsche
  • Mitsubishi Eclipse Cross Plug-in Hybrid: Mitsubishi Motors Deutschland
  • Audi SQ5 TDI: Audi
  • Porsche Renndienst: Porsche
  • Hyundai Kona Elektro: Hyundai
Siemens Mireo Plus H
Siemens und Deutsche Bahn zeigen den Regionalzug der Zukunft
Wasserstoff gilt als eine der Antriebstechnologien der Zukunft. Und das nicht nur im Automobilsektor, sondern auch auf der Schiene. Nach Alstom hat jetzt auch Siemens einen Wasserstoffzug präsentiert. Die Deutsche Bahn will ihn testen.

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