SOS zum Coronavirus: Google, Twitter und Facebook reagieren auf Krise

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Google hat sein SOS Alert-System für das Coronavirus aktiviert. Zusammen mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bietet Google jetzt gebündelte Informationen zum neuen Virus auf seinen Produkten an. Twitter, Instagram und Facebook haben ebenfalls ihre Seiten angepasst.
Das Logo von Google.
Bildquelle: Michael Stupp / inside handy

Google reagiert, neben Facebook, Instagram und Twitter, auf den sich ausbreitenden neuen Virus aus China und aktiviert sein SOS-System zum Coronavirus. Das System stellt Informationen bereit, die von Google-Mitarbeitern geprüft und für relevant gehalten werden. Sie werden beispielsweise in der Google Suche oder auch in Google Maps angezeigt. Die Informationen umfassen dabei Sicherheitstipps, Hintergrundinformationen zum Coronavirus, sowie Neuigkeiten der Weltgesundheitsorganisation WHO. Ganz ähnliche geht auch Twitter und Facebook vor.

Der SOS Alert reagiert auf Google Suchanfragen, die auf das aktuelle Krisenthema Coronavirus abzielen. Wenn du es schon einmal ausprobieren möchtest, ist es aber noch zu früh. In Deutschland ist der Alert wohl noch nicht aktiviert. Amerikanische Medien melden jedoch schon Vollzug. Dort sind die automatisierten Suchantworten also zum Teil schon ausgehebelt und Google setzt seine eigenen Inhalte nach oben.

Facebook Crisis Response noch nicht scharf

Alert-Systeme sind nicht nur bei Google ein großes Thema. Auch andere Anbieter mit großer Verbreitung bieten solche oder ähnliche Systeme an. Facebook beispielsweise kann mit seinem Crisis Response Anfragen von Nutzern zu Nutzern erleichtern und bietet verschiedene Zugangspunkte zur jeweiligen Katastrophe. Beispielsweise kann man bei Aktivierung durch Facebook Menschen in der Krisenregion auffordern, sich zu melden. Gefährdete Nutzer können dann auch ein Status „Ich bin in Sicherheit“ aktivieren. Bei Facebook hat sich aber zum Coronavirus hier noch nichts getan.

Stattdessen hat Facebook, wie auch Twitter gemeldet, dass man Informationen anders sortiert. So werden Informationen zum Coronavirus, die aus verifizierten Quellen beziehungsweise von Partnern stammen bevorzugt angezeigt und verdrängen so reißerische oder falsche Meldungen über das Virus. Laut Twitter sind solche Partner-Links unter #coronavirus schon in diesen Ländern verfügbar: Australien, Brasilien, Kanada, Hong Kong, Japan, Malaysien, Neuseeland, Philippinen, Singapur, Südkorea, Taiwan, Thailand, USA, Großbritannien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Spanien und Vietnam. In Deutschland erscheint dann ein Link zur Seite infektionsschutz.de der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Das Such-Vorgehen hat Facebook in einer Mitteilung auch für die Tochter Instagram bestätigt. Dazu will Facebook Wissenschaftlern Daten zur Verfügung stellen, damit diese ihre Vorhersage- und Ausbreitungs-Simulationen verbessern können.

Coronavirus verbreitet sich

Der aus China stammende Coronavirus gehört zu der Familie, die auch SARS hervorbrachte. China hat mittlerweile drastische Maßnahmen ergriffen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. So wurden ganze Städte abgeriegelt und es gibt scharfe Kontrollen an Verkehrsknotenpunkten. Erste Airlines haben ihre Flüge nach China eingestellt. Krankheitsfälle gab es bisher außerhalb des asiatischen Kontinents unter anderem in den USA, Frankreich und Deutschland.

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