Regierung warnt vor E-Autos bestimmter Marken: Diese Gefahr droht

3 Minuten
Das E-Auto soll den Verbrenner ablösen. Daran besteht kein Zweifel. Doch Regierungen werden nervös. Das Bundesinnenministerium warnt jetzt sogar vor E-Autos bestimmter Marken. Übersieht aber womöglich ein nicht unerhebliches Detail.
Regierung warnt vor E-Autos bestimmter Marken: Diese Gefahr droht jetzt
Regierung warnt vor E-Autos bestimmter Marken: Diese Gefahr droht jetztBildquelle: Rohan Krishnan / Unsplash

Der Verbrenner ist ein Auslaufmodell. Die Zukunft fährt leise und elektrisch. Auf deutschen Straßen surren immer mehr Autos ohne Auspuff, Benziner und Diesel haben längst ein Ablaufdatum. Politik und Industrie sind sich einig: Am E-Auto führt kein Weg vorbei. Was dabei gern unter den Teppich fällt: Diese neuen Fahrzeuge sind keine Maschinen mehr, sondern Computer auf Rädern. Permanent online, immer aufmerksam. Sie wissen, wo wir sind, wo wir waren und wo wir morgen wieder hinfahren. Sie hören zu, schauen zu, messen mit. Das Auto wird zum Datensammler. Nun warnt sogar die Regierung vor E-Autos bestimmter Hersteller.

Was E-Autos über uns wissen

Moderne E-Autos produzieren täglich viele GB an Informationen. GPS-Koordinaten in Echtzeit, komplette Fahrtrouten, Aufenthaltsdauer an Orten, wiederkehrende Ziele wie Wohnung, Arbeitsplatz oder Supermarkt. Innenraumkameras erkennen Müdigkeit. Und nebenbei auch Alter, Geschlecht und was der Autofahrer trägt. Radarsensoren messen Herzfrequenz und Atmung. Mikrofone für Sprachassistenten laufen dauerhaft mit. Wer sein Smartphone mit dem E-Auto koppelt, liefert Kontakte, Anruflisten, Kalendereinträge und Nachrichten. Das Auto weiß oft mehr als der Partner.

Klimakiller E-Auto: Das dunkle Geheimnis der Stromer

Spätestens hier wird der Staat nervös. Das Bundesinnenministerium warnt vor Risiken durch digital vernetzte Fahrzeuge. Und meint damit ausdrücklich E-Autos aus China. Begründung: steigende Marktanteile, geopolitische Spannungen, chinesische Machtambitionen. Andere Länder sind weiter. Die USA verbieten ab 2027 chinesische Fahrzeugsoftware, später auch Hardware. Großbritannien lässt Militärpersonal an Geheimdienststandorten Autos mit chinesischen Komponenten nur noch kilometerweit entfernt parken. Vorsicht statt Vertrauen.

Auch Tesla, VW und Co. wissen viel

Der Kern der Sorge liegt nicht im einzelnen Sensor, sondern im Zusammenspiel: massive Datensammlung plus chinesische Gesetze. Artikel 7 des chinesischen Geheimdienstgesetzes verpflichtet Unternehmen zur Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden. Wer Daten hat, muss sie teilen. Das zeigte bereits das Beispiel Huawei vor fünf Jahren. Das macht misstrauisch. FBI und MI5 sprechen offen von täglicher Bedrohung.

Beweise? Die sind rar. Es gibt bislang keinen dokumentierten Fall, in dem ein Auto als Spion eingesetzt wurde. Die Warnungen sind präventiv. Ein australischer BYD-Fall, bei dem eine SIM-Karte offenbar heimlich Audio übertrug, blieb eine Ausnahme und wurde behoben. Vieles ist möglich, wenig belegt. Trotzdem warnt Stephan Kramer, Präsident des Thüringer Verfassungsschutzes: „Die Spionagegefahr durch chinesische E-Autos ist real.“

Das E-Auto ist nur was für Reiche

Interessant ist der Blick nach Peking: Dort sind Teslas seit Jahren aus Militäranlagen verbannt. Zu viele Kameras, zu viele Daten. Wer anderen misstraut, traut offenbar auch dem Westen nicht. Vielleicht ist das die eigentliche Pointe. Denn die Technik, vor der jetzt gewarnt wird, steckt auch in E-Autos von Tesla, BMW und VW. Vernetzung kennt keine Nationalität. Wer chinesische Autos fürchtet, sollte konsequent sein und fragen, wer eigentlich unsere Daten bekommt. Und was er damit vorhat.

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein