O2-Netz statt Telekom: Mobilfunk-Anbieter wechselt sein Netz

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Wer als Mobilfunkanbieter in Deutschland kein eigenes Netz betreibt, kauft sich die Leistung bei einem der derzeit noch drei Netzbetreiber ein. Nun wird bekannt, dass ein beliebter Prepaid-Anbieter sein Netz wechseln wird – weg von der Telekom, hin zu O2.
Ein junger Mann mit schwarzen Locken redet auf sein Smartphone ein und hat Kopfhörer in den Ohren
Bildquelle: Andrea Piacquadio/Pexels

Als „prominenten Neuzugang“ bezeichnet Telefónica Deutschland die neue Wholesale-Partnerschaft. Der international tätige Anbieter Lebara wird demnach in Deutschland in den nächsten Monaten das Netz wechseln. Statt wie bislang auf das Netz der Telekom werde man auf das Netz von Telefónica, besser bekannt als O2, zurückgreifen.

Die Zielgruppe von Lebara ist primär nicht unter deutschen Staatsbürgern zu suchen, sondern bei Familien mit Migrationshintergrund oder vielen internationalen Kontakten. Denn besonders bei Telefonaten ins Ausland macht Lebara seit Jahren auf sich aufmerksam und bietet günstige Konditionen an. Dabei hat man spezielle Länder wie Polen, Türkei oder Rumänien genau so im Blick wie generelle Gespräche ins Ausland aber auch den Datenverkehr.

Der Wechsel von Telekom zu O2 erfolge, so die Aussage von O2-Netz-Betreiber Telefónica, damit Lebara das Wachstumspotenzial weiter erhöhen könne.

Lebara-Wechsel von Telekom zu O2 für 2022 geplant

Der Wechsel für Lebara zum Münchener Telekommunikationsunternehmen ist für 2022 geplant. Zu vermuten ist, dass auch Bestandskunden von Lebara dann eine neue SIM-Karte bekommen, mit der sie künftig im Netz von O2 statt im Telekom-Netz unterwegs sind. Ob und wie sich die Tarife dadurch ändern, ist aktuell noch nicht bekannt.  Mit Ortel Mobile betreibt Telefónica einen eigenen Prepaid-Anbieter, der ein ähnliches Marktsegment bedient, wie Lebara.

Das Netz von Telefónica Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Nach Angaben des Netzbetreibers versorgt man inzwischen knapp 100 Prozent der deutschen Bevölkerung mit LTE. Jüngst erzielte man sogar die Bewertung „sehr gut“ in einem Netztest, in dem man vor Vodafone auf Platz zwei in Deutschland landete. In diesem Jahr hat Telefónica für das O2-Netz bundesweit neue Sender errichtet und zusätzliche Kapazitäten aufgebaut. Die Basis dafür bildet das Hochinvestitionsprogramm im Volumen von rund vier Milliarden Euro im Zeitraum von 2020 bis Ende 2022. Dabei wird man auch das 5G-Netz weiter ausbauen.

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1 KOMMENTAR

  1. Paul

    Sehr schade das K-Classic zur Telekom gewechselt ist. Seitdem haben die auch einen komischen Namen: Kaufland Mobil…. Bäh

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