Zwischen Steam Deck und Switch: Das ist das Legion Go

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Lenovo hat das neue Lenovo Legion Go vorgestellt, eine Handheld-Konsole, die dem Steam Deck und Co. Konkurrenz machen soll. Doch was steckt genau hinter der Konsole und wie ähnlich ist sie der Konkurrenz?
Lenovo Legion Go
Lenovo Legion GoBildquelle: Lenovo

Lenovo hat mit dem Legion Go die erste eigene Handheld vorgestellt. Es handelt sich dabei um ein Windows-Gaming-Gerät, das auf den ersten Blick der ROG Ally und dem Steam Deck ähnelt. Doch die Konsolen sind verschiedener als es erscheint. Was genau macht das Legion Go so besonders und was hat die Nintendo Switch damit zu tun?

Lenovo Legion Go: Die technische Ausstattung

Das Lenovo Legion Go ist ein mobiles Gaming-Gerät, das du überall mit hinnehmen kannst. Das Gerät soll Gamern mehr Freiheit geben und trotz des kleinen Formats soll es auch an Leistung nicht fehlen. Die Ausstattung des Legion Go ist nicht genormt und kann an deine Wünsche angepasst werden. Wer nicht auf Leistung verzichten will, der kann bis zu einem AMD Ryzen Z1 Extreme-Prozessor mit AMD RDNA-Grafik auswählen. Auch beim Speicher stehen verschiedene Optionen zur Auswahl.

Das Handheld kann mit bis zu einer 1 TB großen PCIe SSD ausgestattet werden. Zusätzlich kannst du eine microSD-Karte verwenden, um den Speicher zusätzlich um bis zu 2 TB zu erweitern. Der Arbeitsspeicher beträgt maximal 16 GB, es handelt sich dabei um schnellen LPDDR5X RAM. Das Legion Go ist mit einem 49,2-Wh-Akku ausgestattet, der auch längere Gaming-Sessions ermöglichen soll. Dank energiesparender Technologien und Rapid-Charge soll die Akkulaufzeit weiter optimiert werden. Das Legion Go lässt sich zudem über eine Docking Station aufladen und mit anderen Geräten verbinden.

Die Legion Go lässt sich mit anderen Geräten verbinden.
Die Legion Go lässt sich mit anderen Geräten verbinden.

Display und Design

Das Display des Legion Go ist 8,8 Zoll groß, es handelt sich hier um ein QHD+ 16:10 Lenovo PureSight-Gaming-Display. Die Auflösung von 1.600p bis 800p sowie die Bildwiederholrate von 144 Hz und 60 Hz soll dafür sorgen, dass sich das Display an jede Situation anpassen kann. Das gesamte Display verfügt zusätzlich über Touch-Funktionalität.

Das wichtigste Alleinstellungsmerkmal des Legion Go sind jedoch die Controller. Sie lassen sich, ähnlich wie bei der Nintendo Switch, von den Seiten des Displays abnehmen. Jeder Controller verfügt dann über einen eigenen 900 mAh Akku. Des Weiteren verfügen die Controller über zahlreiche Funktionen, die weitreichende Personalisierung der Steuerung erlauben. So sind beispielsweise ein Trackpad, ein großes D-Pad und ein angewinkeltes Mausrad verbaut. 10 zusätzliche Schultertasten lassen sich frei zuweisen.

Die abnehmbaren Controller des Legion Go.
Die abnehmbaren Controller des Legion Go.

Legion Space

Legion Space, so heißt das Herzstück der neuen Konsole. Es handelt sich dabei um ein Programm, das speziell für das Lenovo Legion Go entwickelt wurde. Es ermöglicht Spielern schnellen und einfachen Zugriff auf alle Spieleplattformen und -shops, zeigt alle lokal installierten Spiele an und ist mit dem Xbox Game Pass Ultimate verknüpft. Eine 3-monatige Game-Pass-Ultimate-Mitgliedschaft ist beim Kauf der Konsole enthalten.

Erstes Fazit und Verfügbarkeit

Insgesamt scheint es, als würde Lenovo mit dem Legion Go zwar an das anknüpfen, was die ROG Ally und das Steam Deck bereits geschafft haben, aber dennoch zahlreiche Neuerungen einbringen. Wie gut die neuen Features sind, wird sich in absehbarer Zeit zeigen. Der Verkauf des Legion Go mit AMD-Prozessor soll bereits diesen Herbst starten. Der Preis wird dabei 799 Euro betragen. Die explizite Nennung des AMD-Prozessors lässt vermuten, dass in Zukunft mit weiteren Varianten der Konsole gerechnet werden kann. Bislang ist dazu allerdings nichts bekannt.

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