Google Assistant: Noch schneller, noch schlauer, noch persönlicher

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Google hat seinen Assistant noch intelligenter und schneller gemacht. Der Next Generation Assistant wurde auf der Keynote zur Google I/O offiziell vorgestellt. Er kommt später im Jahr auf die neuen Pixel-Smartphones Google Pixel 3a und Pixel 3a XL. Aber auch andere Android-Nutzer profitieren vom neuen Google Assistant.
Bücher mit Google-Logo auf Schreibtisch.
Bildquelle: Google

Der bisherige Google Assistant ist mittlerweile in über 80 Ländern weltweit und in über 30 Sprachen verfügbar. Bislang benötigte der allerdings einige Sekunden, bis gesprochene Anfragen umgesetzt werden konnten. Google hat den Algorithmus hinter dem digitalen Assistenten schneller gemacht, sodass er nun schon Fragen bearbeiten kann, während der Nutzer sie stellt. Dabei benötigt die künstliche Intelligenz weniger Ressourcen, sodass sie nun auch auf dem Smartphone in vollem Umfang genutzt werden kann.

Neuer Google Assistant arbeitet in Echtzeit

Laut Google arbeitet der optimierte Assistant 10-mal schneller als frühere Versionen. Er versteht und bearbeitet Fragen in Echtzeit und kann auf verschiedene Inhalte sowie mehrere Apps gleichzeitig zugreifen. So lassen sich Kalendereinträge noch schneller erstellen, Fotos zügiger durchsuchen und sogar ganze E-Mails diktieren. Hilfreich ist dabei besonders die neue Funktion „Durchgehende Unterhaltung“. Durch sie müssen Nutzer nur noch zu Beginn den Aktivierungsbefehl „Hey Google“ sagen. Nachfolgende Fragen versteht der neue Google Assistant dann auch ohne das Aktivierungswort. Dadurch soll eine noch flüssigere und natürliche Kommunikation möglich sein.

Ohne das Aktivierungswort lassen sich künftig auch ausgewählte kurze Befehle geben. Eingestellte Timer oder Wecker lassen sich so beispielsweise mit einem einfachen „Stopp“ beenden. Die Funktion ist zunächst allerdings nur im englischsprachigen Raum verfügbar. Anders der neue Google Assistant – er kommt Ende des Jahres auf die aktuellen Pixel-Smartphones.

Google Assistant wird persönlicher

Google hat den neuen Assistant nicht nur schneller, sondern auch persönlicher gemacht. Je mehr Anwender ihr Android-Gerät nutzen, desto mehr lernt die künstliche Intelligenz dessen persönliche Vorlieben kennen. Zudem kann der Nutzer einige Angaben wie seine Arbeitsstätte oder Adressen von Freunden und Familie auch in seinem Nutzungsprofil hinterlegen. Die Daten kann er jederzeit bearbeiten und wieder aus seinem Profil entfernen.

Mithilfe der gesammelten sowie der hinterlegten Informationen kann Google deutlich persönlichere Antworten auf Anfragen geben. So sind künftig auch Fragen und Befehle wie „Ok Google, wie ist das Wetter bei Mama an diesem Wochenende?“ oder „Erinnere mich daran, eine Woche vor dem Geburtstag meiner Schwester Blumen zu bestellen“ möglich. Und fragt ein Nutzer nach Rezepten, bekommt er speziell auf ihn zugeschnittene Vorschläge.

Neuer Fahrmodus erleichtert die Autofahrt

Bereits zu Beginn des Jahres hat Google den Assistant in Google Maps integriert. In den vergangenen Monaten wurde die Funktion allerdings zu einem neuen Fahrmodus weiterentwickelt. Durch ihn sollen Autofahrer künftig noch mehr Smartphone-Funktionen per Sprachbefehl steuern können, ohne dass dabei die Navigation über Google Maps unterbrochen wird.

Gestartet wird der Fahrmodus mit dem Befehl „Ok Google, lass uns fahren“. Das Smartphone zeigt dann speziell auf den Nutzer zugeschnittene Informationen an. Hat er während der letzten Autofahrt beispielsweise ein Hörbuch pausiert, kann er es direkt an der gleichen Stelle weiterhören. Sollte hingegen ein Termin im Kalender stehen, zeigt der Fahrmodus die schnellste Route zum entsprechenden Ort an. Außerdem erfährt der Nutzer per Sprachausgabe, wer gerade auf seinem Telefon anruft und kann das Telefonat ebenfalls per Sprachbefehl annehmen oder ablehnen. Die Augen bleiben dabei stets auf der Straße. Der Fahrmodus ist laut Google ab diesem Sommer auf allen Android-Smartphones mit Google Assistant verfügbar.

Quellen:

Bildquellen:

  • Google Bücher: Google
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Rita liebt Technik, besonders wenn diese aus der Welt der Smartphones stammt. Seit 2009 berichtet sie als Journalistin aus diesem Kosmos - seit 2019 für inside handy. Dabei hat die gebürtige Berlinerin aber auch Spaß an anderen Themen wie Tarifen, Smart Home oder Zubehör. Wenn sie nicht gerade die aktuellsten Handys testet oder Tarife auf den Prüfstand stellt, taucht sie gerne ab - und das ist wörtlich zu nehmen. Denn ihre Urlaubsziele müssen vor allem eins haben: tolle Tauchgebiete. Und wenn gerade kein Urlaub ist, dann tut es in der Freizeit auch ein gutes Buch, ein guter Drink oder ein Treffen mit Freunden, um von der Arbeit abschalten zu können.

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Google Pixel 3a Front
Google Pixel 3a Front

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