FRITZ!Box-Nutzer melden Internetprobleme: Das ist der Grund

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Ein Router soll eigentlich schnelles Internet bereitstellen. Bei der FRITZ!Box ist das gerade oft nicht der Fall. Nutzer berichten von stark schwankender Performance, geringerem Tempo und teils nervigen Aussetzern. Auffällig ist: Es trifft nicht jede Verbindung gleich. Es gibt eine Lösung.
Eine Fritz!Box mit Achtung-Zeichen
Probleme bei der Fritz!BoxBildquelle: KI-generiert: ChatGPT

Seit FRITZ!OS 8.20 häufen sich Meldungen über spürbare Geschwindigkeitseinbußen bei bestimmten FRITZ!Box-Modellen. Genannt werden vor allem die FRITZ!Box 7690 und 5690 Pro. In einzelnen Konfigurationen sollen Download- und Upload-Raten drastisch fallen – teils von schnellen Anschlüssen auf Werte, die eher nach Notbetrieb aussehen. Genannt werden Extremfälle wie unter 10 Mbit/s statt 500 Mbit/s oder ein Einbruch von 1.000 Mbit/s auf unter 100 Mbit/s. Neben der reinen Bandbreite berichten Betroffene auch über instabilere Ping-Zeiten. Das ist besonders dann ärgerlich, wenn du online spielst oder Anwendungen nutzt, die auf gleichmäßige Latenzen angewiesen sind.

Warum vor allem Glasfaser mit externem Modem betroffen ist

Der Knackpunkt scheint weniger der Anschluss selbst zu sein als die Betriebsart: Problematisch wird es laut den Berichten vor allem dann, wenn die FRITZ!Box nicht direkt am Anschluss hängt, sondern hinter einem separaten Glasfasermodem betrieben wird (also über den WAN- oder LAN-Port).

FRITZ! hat den Fehler inzwischen bestätigt und grenzt ihn ein. Wörtlich heißt es unter anderem: „Das Verhalten tritt nur bei aktivierter Paketbeschleunigung auf … wenn die FRITZ!Boxen an einem Glasfasermodem betrieben werden.“ Bei DSL-Anschlüssen soll es demnach keine Performance-Veränderungen geben. Auch bei FRITZ!Boxen, die hinter einem Kabelrouter betrieben werden, gebe es keine Auffälligkeiten. Kurz gesagt: Die Hardware-Paketbeschleunigung spielt in dieser Konstellation nicht sauber mit FRITZ!OS 8.20 zusammen.

Das kannst du sofort tun, wenn dein Anschluss plötzlich langsam ist

Als Übergangslösung empfiehlt FRITZ!, die Paketbeschleunigung in der FRITZ!Box zu deaktivieren. In der Oberfläche findest du das unter Hilfe und Info > FRITZ!Box Support > Paketbeschleunigung. Laut Nutzerberichten reicht es in der Praxis oft, den Punkt für die Hardware-Beschleunigung (der zweite Haken) auszuschalten.

Statt eines dafür vorgesehenen Hardware-Blocks übernimmt dann die CPU die Paketverarbeitung. Das kann die Leistungsaufnahme – sprich den Stromverbrauch – etwas erhöhen, löst aber bei Betroffenen offenbar die Tempo-Probleme. Unschön: Nach einem Neustart kann sich die Hardware-Beschleunigung wieder automatisch aktivieren – dann musst du den Haken erneut entfernen.

Wann ein Fix kommt und was du dabei beachten solltest

FRITZ! kündigt ein Update an und nennt für die FRITZ!Box 7690 bereits eine Laborversion (8.24), die das Problem adressieren soll. Laborversionen sind allerdings Test-Firmware: Sie können Bugs fixen, aber auch neue mitbringen. Wenn du auf maximale Stabilität angewiesen bist, ist der Workaround über die deaktivierte Paketbeschleunigung oft der konservativere Schritt – bis die reguläre Aktualisierung ausgerollt ist. Wann das so weit sein wird, konnte uns FRITZ! heute noch nicht mitteilen.

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