Los geht’s laut congstar am 2. Februar. Als Discount-Marke der Telekom setzt congstar dabei natürlich auf Telekom-Glasfaserleitungen. Es handelt sich dabei nicht nur um „Glasfaser in der Straße“, sondern um Glasfaser bis in die Wohnung. congstar spricht hier von „Homes Connected“. Nur wenn diese Voraussetzung erfüllt ist und die technische Verfügbarkeit passt, bekommst du die neuen Glasfaser-Tarife überhaupt angezeigt. Heißt: Ist noch kein Glasfaser im Haus, gibt’s weiterhin DSL für dich. Der Unterschied ist wesentlich. Denn nach aktuellen Angaben verzeichnet die Telekom 12,6 Millionen Haushalte, die als „Homes Passed“ ausgebaut sind. Nur geschätzt ein Drittel davon hat die Leitung aber schon in der Wohnung liegen und gilt als „Homes Connected“. Die Telekom plant, künftig mehr Leitungen bis in die Wohnungen zu verlegen.
Welche Tarife es gibt und wie sich DSL und Glasfaser unterscheiden
Im Bestellprozess soll das automatisch laufen: Du gibst deine Adresse ein, und nach der Verfügbarkeitsprüfung zeigt congstar dir die „bestmögliche Technologie“ an – entweder DSL oder Glasfaser. Für dich ist das bequem, gleichzeitig heißt es aber auch: Du kannst Glasfaser nicht erzwingen, wenn am Standort (noch) nur DSL möglich ist. congstar kündigt zudem an, die Glasfaser-Reichweite „im Laufe des Jahres“ auszubauen – konkrete Zeitpunkte oder Kriterien nennt die Mitteilung nicht. Ob sich das auf Homes Passed, die aktuell häufigste Ausbauform, oder auf Kooperationen mit anderen Anbietern bezieht, ist nicht bekannt.
congstar integriert Glasfaser in das bestehende Zuhause-Portfolio. Die Logik: Bei gleichem Preis gibt’s bei Glasfaser mehr Leistung. Ein Überblick über die genannten Tarife und Konditionen:
DSL (wenn nur DSL verfügbar ist)
congstar Zuhause 100
100 Mbit/s Download, 40 Mbit/s Upload
35 Euro/Monat bei Bestellung bis 31. März, danach 38 Euro/Monat
congstar Zuhause 250
250 Mbit/s Download, 40 Mbit/s Upload
40 Euro/Monat bei Bestellung bis 31. März, danach 45 Euro/Monat
Glasfaser (wenn Glasfaser verfügbar ist)
congstar Zuhause 150
150 Mbit/s Download, 75 Mbit/s Upload
35 Euro/Monat bei Bestellung bis 31. März, danach 38 Euro/Monat
congstar Zuhause 300
300 Mbit/s Download, 150 Mbit/s Upload
40 Euro/Monat bei Bestellung bis 31. März, danach 45 Euro/Monat
congstar Zuhause 600
bis zu 600 Mbit/s Download, 300 Mbit/s Upload
55 Euro/Monat
congstar Zuhause 1.000
bis zu 1.000 Mbit/s Download, 500 Mbit/s Upload
65 Euro/Monat
Glasfaser ohne Laufzeit
Alle Tarife sollen ohne Vertragslaufzeit und monatlich kündbar sein. Gegenüber den Tarifen der Telekom sparst du beim kleinsten Tarif bei Buchung bis Ende März knapp 11 Euro monatlich, beim Gigabit-Tarif knapp 6 Euro monatlich. Dafür sind bei congstar-Festnetz-Tarifen üblicherweise keine Telefonleitungen und -tarife möglich.
congstar setzt beim Router nach eigenen Angaben weiter auf Fritz!, früher als AVM bekannt. Zum Start ist die FRITZ!Box 5530 vorgesehen – wahlweise zur Miete für 5 Euro pro Monat oder zum Kauf für einmalig 139 Euro. Dass Miet- und Kaufoptionen angeboten werden, ist praktisch. Beim Mietmodell muss congstar deinen Router bei einem Defekt ersetzen, der Kauf lohnt sich erst bei mehr als 28 Monaten Vertragslaufzeit.

Marktdaten
| UVP | 169,00 € |
| Anschluss-Art | Glasfaser |
Daten
| LAN-Anschlüsse (10 Gigabit/s) | nein |
| LAN-Anschlüsse (2,5 Gigabit/s) | 1 |
| LAN-Anschlüsse (Gigabit/s) | 2 |
| Frequenz |
|
| WLAN-Standard | IEEE 802.11ax (WiFi 6) |
| WLAN-Datenrate (brutto) | 2.400 Mbit |
| Telefon-Anlage eingebaut | ✓ |
Auffällig ist, was in der Mitteilung nicht steht: Ob ein Bereitstellungs- oder Anschlusspreis anfällt, ob ein Technikertermin nötig wird und wie lange die Schaltung im Einzelfall dauert. Gerade bei Glasfaser (bis in die Wohnung) sind das für dich oft die Punkte, die in der Praxis den Unterschied machen.
Was dir das neue Angebot bringt
Wenn du bereits Glasfaser bis in die Wohnung hast, kann der Wechsel interessant sein – vor allem wegen der deutlich höheren Uploads bei den Glasfaser-Varianten. Zudem gilt Glasfaser als stabiler und zuverlässiger. Wenn du dagegen nur „irgendwo“ Glasfaser in der Gegend hast, bringt dir das neue Portfolio erst mal nichts: Dann wirst du im Bestellprozess weiterhin bei DSL landen. Unterm Strich klingt das nach einem aufgeräumteren Angebot, aber die Verfügbarkeit bleibt der Flaschenhals. Dennoch ist es ein preislicher Vorstoß hin zu wirklich günstigen Glasfaserleitungen.
