E-Auto, das keiner will: Einer der größten Autobauer der Welt gibt auf

2 Minuten
Der E-Auto-Boom bleibt aus. Trotz intensiver Bemühungen seitens der Politik, mit Finanzspritzen nachzuhelfen, bleiben die meisten Autofahrer dem Verbrenner treu. Das hat vor allem einen Grund: die hohen Preise für neue Stromer. Einer der weltweit größten Autobauer zieht jetzt die Reißleine.
E-Auto, das keiner will: Einer der größten Autobauer der Welt gibt auf
E-Auto, das keiner will: Einer der größten Autobauer der Welt gibt aufBildquelle: Chintala Makombo / Unsplash

Eigentlich sollte das E-Auto der Automobilindustrie neuen Aufschwung geben. Doch während VW, Mercedes und Co. klimaneutral werden wollen und bereits das Aus des Verbrenners angekündigt haben, kommt der Stromer nicht so richtig ins Rollen. Mitte Juli dieses Jahres berichteten wir bereits darüber, dass bei VW die Nachfrage bei E-Auto-Käufern offenbar teils auf null gefallen sei. Der Konzern stoppte wohl einen beachtlichen Teil seiner gesamten E-Auto-Produktion. Ein anderer deutscher Autobauer hat sich am E-Auto sogar die Zähne ausgebissen und ist bankrott. Nun zieht sich mit Honda ein weiterer Hersteller zurück und stoppt die Produktion.

E-Auto: Zu teuer, zu klein, zu schlecht

Die japanischen Autobauer sind in Bezug aufs E-Auto eher vorsichtig. Toyota etwa, zugleich der größte Autohersteller der Welt, macht eher kleine Schritte auf dem Weg zur totalen Elektrifizierung der Straßen. Dass man sich schnell übernehmen kann, zeigt nun Honda. Mit dem Honda e wollte der ebenfalls japanische Hersteller und zugleich einer der weltweit größten Autobauer zeigen, dass die Zukunft nicht nur SUVs gehören muss. Doch der Traum ist geplatzt.

Das war’s: Keine billigen E-Autos mehr

Wie die Europazentrale von Honda gegenüber dem Magazin Electrive bestätigt, ist das kompakte E-Auto Honda E ab sofort nicht mehr bestellbar. Der Grund dürften die vergleichsweise niedrigen Verkaufszahlen sein. So wurden im Oktober laut Kraftfahrbundesamt in Deutschland nur zwei Honda e neu zugelassen – im gesamten Jahr 2023 waren es nur 101 Modelle des Stromers.

Die Gründe für das Scheitern

Dass ein neues E-Auto teuer ist, dürfte inzwischen den meisten Autofahrern klar sein. Dementsprechend zurückhaltend ist auch die Nachfrage. Doch Honda hat für den Honda e, ein Kleinwagen mit einer Reichweite von 200 Kilometern, mindestens fast 40.000 Euro verlangt. Kein Wunder also, dass kaum jemand sich einen solchen Stromer leisten kann oder will. In Zukunft will Honda vom Kleinwagen Abstand nehmen, heißt es und sich auf den e:Ny1 konzentrieren. Einen SUV, den es in der Basisversion für rund 48.000 Euro gibt.

Bildquellen

  • Das E-Auto ist nur was für Reiche: Kenny Leys / Unsplash
  • E-Auto, das keiner will: Einer der größten Autobauer der Welt gibt auf: Chintala Makombo / Unsplash

Jetzt weiterlesen

Trotz Bosch-Motor: Neues E-Gravel-Bike wiegt keine 13 Kilo
Die Fahrradsaison nimmt gerade richtig Fahrt auf und viele Hersteller zeigen ihre neuen E-Bikes für 2024. Jetzt ist ein weiterer deutscher Hersteller dran, der ein Gravelbike mit Bosch-Motor mit einem Kampfgewicht von unter 13 Kilogramm zeigt. 

Deine Technik. Deine Meinung.

8 KOMMENTARE

  1. Nutzerbild Willi Wutz

    Was für ein bescheuerter Text. Schlecht recherchiert, und von Anfang an mit klarer Intention, diese Technologie schlechtzureden.
    Wieso sollte VW aufgeben?
    Wie kommt man auf nen Absatz von 0 Autos?
    Ganz im Gegenteil: In Deutschland werden inzwischen mehr eAutos als DieselAutos zugelassen.
    Achja: Der deutsche Autobauer „Tesla Germany“ baut das weltweit am meisten verkaufte Automodell „Model Y“ in hervorrragender Qualität und enormen Stückzahlen. Aber das passt ja nicht in die negative Intention Ihres „Artikels“.

    Klar, man kann die Sion-Bastler als „deutsche Autobauer Pleite“ titulieren. Autobauer? Die haben grad mal zwei Prototypen zusammengeklebt, um Geld einzusammeln. Gebaut haben sie garnix.
    Honda stellt den Honda-e en, weil er einfach zu dem enormen Preis und den mickrigen Leistungsdaten heutzutage nicht mehr wettbewerbsfähig ist. Dafür gibts nun den e:Ny1. Aber das verschwigt man, denn es passt nicht ins negative Bild.
    Wo bleibt der journalistische Kodex, Herr Kawalkowski? Gerade von einem Medium, das sich „Inside Digital“ nennt, erwarte ich etwas mehr Fachwissen und neutrale, korrekte Berichterstattung, bevor man solche armseligen ClickBait Behauptungen raushaut.

    Antwort
    • Nutzerbild Blasius Kawalkowski inside digital Team

      Verehrter Herr Wutz. In meinem Artikel verweise ich auf die Quelle, die zum Handelsblatt führt. So haben Führungskräfte in den Werken von VW berichtet, die Nachfrage für einige E-Modelle sei teilweise auf null gefallen. Bitte einfach die Links im Artikel anklicken und Sie wissen, wie ich darauf komme.
      Dass Honda den Fokus auf den e:Ny1 setzt, verschweigen wir ebenfalls nicht. Am Ende des Artikels können Sie lesen: „In Zukunft will Honda vom Kleinwagen Abstand nehmen, heißt es und sich auf den e:Ny1 konzentrieren. Einen SUV, den es in der Basisversion für rund 48.000 Euro gibt.“

      Antwort
    • Nutzerbild Alex

      „ In Deutschland werden inzwischen mehr eAutos als DieselAutos zugelassen“ Wo sind denn diese viel E Autos? Auf alle Fälle nicht auf der Straße, Kann es ein das die Autos für Leasing zugelassen werden und nach der Leasingzeit sich die Reifen platt stehen bei den Händler weil niemand den Schrott als gebraucht haben will, nur so kann es sich erklären das nur 2% E Schrott auf den Straßen fahren🤣

      Antwort
  2. Nutzerbild Robert

    Lieber Willi Wutz , vielleicht vorher recherchieren und dann schreiben. Und wenn wir loslegen, dann bitte in einem vernünftigen Ton und nicht ideologisch angehaucht, sondern bitte die Realität sehen. Auch wenn diese Ihnen nicht gefällt.

    Antwort
  3. Nutzerbild Martin

    Schon die Überschrift ist tendenzieller Blödsinn… Der Text setzt die differenzierte Beleuchtung des Allgemeinzustandes der E-Auto-Szene Deutschlands in gleicher Weise fort. Lohnt sich nicht mal auf Einzelheiten einzugehen. So habe ich mir guten Journalismus immer vorgestellt…..

    Antwort
  4. Nutzerbild Thomas Schürmann

    Lieber Robert, die Realität ist genau so wie Herr Wutz geschrieben hat! Er hat in allen Punkten Recht! Und lieber Alex, auch das stimmt dass die E-Autos die Diesel in der Zulassungsstatistiken überholt hat! Mir tut es leid das Ihnen diese Wahrheit nicht gefällt!
    Was Herrn Kawalkowski betrifft, das ist leider nicht der erste Artikel in dieser Lesart! Ganz schlechter auf Clicks ausgelegter Journalismus! 👎

    Antwort
  5. Nutzerbild Edna

    „Dass ein neues E-Auto teuer ist, dürfte inzwischen den meisten Autofahrern klar sein.“
    Soll das suggerieren, dass ein neuer Verbrenner nicht teuer ist, wenn man die Leistung miteinander vergleicht? Mein Golf 7 aus 2018 lag schon bei 37.500,00 Listenpreis als 115 PS Diesel. Und das soll ein Volkswagen sein.

    Antwort
  6. Nutzerbild Magulli

    Mein Haus ist Netzunabhängig. Das meiste erledige ich mit E Roller. E Auto, teuer, Strom oder Benzin marginaler unterschied der Kosten,keine Reichweite,ewige Ladezeiten,nicht zu gebrauchen.Grüsse aus Asien.

    Antwort

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein