Dieser Handy-Fehler kostet dich hunderte Euro – und fast alle machen ihn

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Ein neues Handy ist schnell bestellt, der Vertrag gleich dazu. Doch erst über die Laufzeit zeigt sich, wie teuer die bequeme Lösung wirklich ist. Denn viele machen einen entscheidenden Fehler, der schnell hunderte Euro kostet.
Ein iPhone in der Hand einer Frau
Smartphone-Bundles sind oft überteuertBildquelle: Pexels /Pixabay

Ein Smartphone über den Handyvertrag zu finanzieren, wirkt auf den ersten Blick attraktiv: geringe Anzahlung, alles in einem Paket, fertig. Genau hier passiert aber oft der Fehler, der dich über zwei Jahre richtig Geld kosten kann. Das Vergleichsportal Verivox hat dafür gebündelte Angebote von Telekom, Vodafone, O2 sowie 1&1 mit dem getrennten Kauf von Gerät und Tarif verglichen. Die Kernaussage der Analyse: Im Schnitt ist der getrennte Kauf von Smartphone und Tarif über 24 Monate 25 Prozent günstiger als ein Bundle. In der Spitze soll die Ersparnis bis zu 37 Prozent betragen. Vor allem dann, wenn nicht mit ähnlich großen Datenpaketen gerechnet wird, sondern mit einem durchschnittlichen Datenkontingent von 10–15 GB pro Monat. Grundlage sind zwei Modellfälle (Durchschnitts- und Premiumnutzer) und jeweils zwei Vergleichsrechnungen.

Warum Bundles oft teurer werden als gedacht

Laut Verivox hängt der Preisnachteil oft nicht am Smartphone selbst, sondern am Tarif, der „mitgekauft“ wird. In Vertragstarifen der großen Anbieter steckt rund sechsmal so viel Datenvolumen, wie in Deutschland im Schnitt pro Kopf verbraucht wird. Viele würden überdimensionierte Tarife wählen, um die Anzahlung fürs Wunschhandy zu drücken und zahlen dann Monat für Monat für Leistungen, die sie gar nicht brauchen. Genau das macht dann das Handy aber unnötig teuer.

In den Netzen fällt der Effekt laut Verivox unterschiedlich aus: Im Telekom-Netz liegt die durchschnittliche Ersparnis bei getrenntem Kauf bei 29 Prozent, bei Vodafone bei 27 Prozent, bei 1&1 bei 24 Prozent und bei O2 bei 21 Prozent.

Wie schnell aus „nur ein paar Euro“ mehrere hundert werden

Konkrete Beispiele aus der Verivox-Modellrechnung zeigen, warum das wehtun kann. Die höchste absolute Ersparnis sieht Verivox im Telekom-Netz: Ein iPhone 17 Pro (256 GB, UVP 1.299 Euro) soll in Kombination mit einem separat gebuchten, günstigen Discounter-Tarif mit durchschnittlichem Datenvolumen über 24 Monate 675 Euro weniger kosten als im Bundle. Die höchste prozentuale Ersparnis (37 Prozent) ergibt sich laut Verivox im 1&1-Netz mit dem Google Pixel 9a (128 GB, UVP 429 Euro).

Wichtig ist dabei: Das sind Modellfälle, hochgerechnet auf 24 Monate. Zeitlich begrenzte Aktionen sind nicht berücksichtigt. Und: Je nachdem, welche Rabatte, Einmalpreise, Anschlussgebühren oder Gerätekonditionen du tatsächlich bekommst, kann das Ergebnis bei dir anders aussehen. Entsprechende Deals, die wir guten Gewissens empfehlen können, findest du auch immer wieder auf inside digital im Deal-Bereich.

So prüfst du deinen Vertrag nach 24 Monaten richtig

Gerade bei Bundles lohnt sich auch der Blick nach Ablauf der Mindestlaufzeit. Hardwarekosten könnten „unbemerkt als Vertragsbestandteil weiterlaufen“, obwohl das Gerät bereits abbezahlt ist. Und auch ohne Handy im Vertrag kann es teurer werden. 40 Prozent aller Mobilfunktarife würden nach dem zweiten Vertragsjahr teurer werden – bei gleicher Leistung, heißt es von Verivox. Positiv für dich: Nach der Mindestvertragslaufzeit ist eine monatliche Kündigung möglich.

So rechnest du selbst

Addiere alle Kosten über 24 Monate: Grundgebühr, einmalige Gebühren, Anzahlung, Geräte-Raten, Versand/Anschluss, Rabatte (nur soweit sicher). Dann vergleichst du das mit „Gerät kaufen + SIM-only-Tarif“.

Denn wie erwähnt: Ganz pauschal gilt die Aussage „Bundle ist schlecht“ nicht. Wer bewusst einen Tarif mit großem Leistungsspektrum braucht, findet bei den Netzbetreibern oft die größte Auswahl. Das können beispielsweise höhere 5G-Geschwindigkeit, unlimitierte Datenflatrates oder Zusatzoptionen sein. Auch dann können die Bundle Sinn ergeben. Unterm Strich gilt: Entscheidend ist nicht die niedrige Anzahlung, sondern die Gesamtsumme über 24 Monate – und was du davon wirklich nutzt.

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