Faltbare Smartphones sind inzwischen zur Normalität geworden. Das Galaxy Fold ist mittlerweile in der 7. Generation angekommen und lässt sich fast ohne Nachteile wie ein ganz normales Smartphone nutzen. Immer wieder habe ich versucht, ein faltbares Smartphone für längere Zeit zu nutzen, doch war ich immer wieder froh zu einem „normalen“ Smartphone zurückzukehren. So sind die bisherigen faltbaren Smartphones zwar technisch beeindruckend, bieten mir persönlich im Alltag jedoch beinahe keine Vorteile.
Das kleine Flip wird durchs Zusammenklappen nur dicker und passt nicht mehr so gut in eine Hosentasche. Das größere Display des Fold klingt in der Theorie zwar praktisch, konnte mich mit seinem beinahe quadratischen Seitenverhältnis aber auch nicht überzeugen. Filme sind genauso groß wie auf einem regulären Smartphone, nur mit breiten schwarzen Balken oben und unten. Und in Dokumenten sieht man ein paar Zeilen mehr.
Hat Samsung den perfekten Formfaktor gefunden?
Das Galaxy TriFold hat diese Probleme nicht. Im aufgeklappten Zustand steht einem ein 10 Zoll Display im klassischen 4:3 Format zur Verfügung. Fotos lassen sich also in voller Größe betrachten und bei Videos gibt es nur schmale, schwarze Ränder. Auch das Bearbeiten von Dokumenten funktioniert gut. Schließlich hat man aufgeklappt ein vollwertiges 10-Zoll-Tablet zur Hand.

Während das Fold7 nicht dicker als ein reguläres Smartphone ist, macht sich beim TriFold das dritte Display bemerkbar. Mit 13 Millimetern ist das einzigartige Smartphone in etwa so dick wie 1,5 reguläre Smartphones und mit 309 Gramm auch rund 50 Prozent schwerer.
Galaxy TriFold im Ersteindruck
Das Samsung Galaxy TriFold kannst du dir wie ein Fold7 mit einer zusätzlichen Displayhälfte vorstellen. Beide äußeren Displaydrittel werden auf das innere Drittel gefaltet. Im Vergleich zum Huawei Mate XT Tri-Fold ist dadurch das komplette Innendisplay im zusammengeklappten Zustand gut geschützt. Das ist wichtig, weil das faltbare Display anfälliger für Kratzer ist, als das Außendisplay aus Glas.

Auf der CES in Las Vegas hat Samsung das TriFold nun erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Die Verarbeitung ist hochwertig, wie man es vom Fold7 gewohnt ist. Die beiden Scharniere öffnen und schließen zuverlässig und halten flexibel in allen Positionen fest. Beim genauen Hinsehen fällt auf, dass das rechte Scharnier deutlich dicker ist als das linke. Schließlich liegt hier ja noch ein weiteres Display dazwischen. So muss die linke Seite auch stets zuerst eingeklappt werden. Beachtet man dies nicht, macht einen das Smartphone mit Vibrationen und einer Animation darauf aufmerksam.
Bei der Farbe hat man sich für ein dunkles Blaugrau mit Carbon-Optik entschieden. Nicht so schick wie die Farben des Fold7, aber bei einem so innovativen Gerät ist dieser technische „Prototyp-Look“ irgendwie passend.
Das Galaxy TriFold soll noch im ersten Quartal dieses Jahres in den USA auf den Markt kommen. Wann es das einzigartige Falt-Smartphone auch bei uns in Europa zu kaufen gibt, verrät Samsung bisher nicht.
