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Die Tankrabatt-Lüge: Wir werden doppelt abgezockt

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Die Regierung spielt Wohltäter, das Kartellamt hält Winterschlaf und die Öl-Barone reiben sich gierig die Hände. Warum der neue Tankrabatt die dreisteste Abzocke des Jahres wird. Und wie ab morgen jeder Liter zur puren Demütigung wird.
Die Tankrabatt-Lüge: Wir werden doppelt abgezockt
Die Tankrabatt-Lüge: Wir werden doppelt abgezocktBildquelle: Julian Gojani / Unsplash

Ab morgen ist es wieder so weit: Die Bundesregierung spielt den barmherzigen Samariter und spendiert uns den Tankrabatt. 17 Cent weniger pro Liter! Rund 2,5 Milliarden Euro Steuergeld fließen an die Zapfsäulen. Man möchte fast applaudieren, wenn man nicht gerade vor Zorn ins Lenkrad beißen würde. Denn das, was ab Donnerstag an den deutschen Zapfsäulen passiert, ist keine Entlastung für den Pöbel an der Zapfsäule. Es ist ein staatlich subventioniertes Konjunkturprogramm für Mineralölkonzerne. Und der Autofahrer ist der Dumme. Man zieht uns das Geld aus der Tasche und verkauft uns das Leichenhemd als Rettungsweste.

12-Uhr-Regel: Nichts wurde billiger

Dasselbe Spiel haben wir schon im Frühjahr geschluckt: Fällt die Steuer, kriecht der Rabatt zäh wie Kaugummi an die Zapfsäule. Ist der Spuk vorbei, knallen die Preise im Sekundentakt nach oben. Weitergabepflicht? Fehlanzeige. Das Bundeskartellamt ergeht sich lieber in Romantik und faselt vom „treuhänderischen Auftrag“. Ein Vertrauensvorschuss für Ölmultis – ganz ohne Haftung, ganz ohne Kontrolle. Das nennt man im echten Leben nicht Naivität, das ist freiwillige Unterwerfung.

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Und dann ist da noch der nächste bürokratische Fiebertraum: die 12-Uhr-Regel. Preiserhöhungen nur einmal am Tag. Klingt nach Kontrolle, war aber ein Freifahrtschein fürs gepflegte Raubrittertum. Billiger wurde rein gar nichts. Stattdessen knallt der Preis jetzt jeden Mittag punkt zwölf steil nach oben. Selbst der eigene Verkehrsminister gibt achselzuckend zu, dass die Regel absolut gar nichts bringt. Und was passiert? Die Regel bleibt natürlich. In Berlin glaubt man offenbar ernsthaft, dass zwei völlig unbrauchbare Werkzeuge zusammen ein Wunder vollbringen.

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Und was macht das Kartellamt? Es baut Statistiken. Tausendfache Verstöße gegen die Preisregeln wurden lückenlos dokumentiert – nur um festzustellen, dass gar nicht geklärt ist, wer die Raser eigentlich bestrafen soll. Ein Blitzer, der fleißig Fotos schießt, aber nicht weiß, wohin er die Knöllchen schicken muss.

Die Tankrabatt-Farce: Ein staatlich gedeckter Raubzug

Jedes Glied der Kette greift gierig zu, wenn der Staat Geld hineinwirft, ohne Kontrolle hinterherzuschicken. Und der heimliche Gewinner sitzt in Berlin: Über die Mehrwertsteuer kassiert der Staat auf die ohnehin Mondpreise kräftig mit. Steuer auf Steuer. Der Tankrabatt ist im Kern keine milde Gabe. Er ist die Rückzahlung unseres eigenen Geldes, abzüglich einer satten Prämie für die Mineralölwirtschaft.

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Und der größte Scheinheilige sitzt in Berlin und mimt das blutende Herz. Bei jedem Liter kassiert der Staat 19 Prozent Mehrwertsteuer – berechnet auf den Verkaufspreis inklusive Energiesteuer. Richtig gehört: Steuer auf die Steuer. Je gieriger die Ölmultis an der Preisschraube drehen, desto fetter quillt die Staatskasse. Die Regierung wirft uns ein paar Krümel unseres eigenen Geldes vor die Füße, lässt ein Fünftel davon als Trinkgeld bei den Konzernen liegen und feiert dieses Schmierentheater ernsthaft als „Entlastung“.

Wenn in der Nacht zu Donnerstag der Preis an der Anzeigetafel der Tankstelle kurz zuckt: nicht zu früh freuen. Spätestens um 12 Uhr mittags schlägt die Realität zurück. Wer dieses Trauerspiel noch als „Entlastungspaket“ verkauft, pinkelt den Bürgern unverblümt ans Bein und behauptet, es regnet.


An der Zapfsäule wird geschummelt, bei uns gibt’s Klartext. Wenn du wissen willst, wo dir als Nächstes das Geld aus der Tasche gezogen wird – und wie du dich wehrst –, folge unserem WhatsApp-Kanal life & money. Neue Regeln zu Konto, Steuern, Tanken und Rente, bevor die Quittung im Geldbeutel brennt. Kostet nichts und riecht garantiert nicht nach E10.

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