Die Zeit von kostenlosen Konten scheint gezählt. Ob Kontoführungsgebühren, Kosten für die EC-Karte oder andere, teils versteckte Gebühren: Es gibt kaum noch eine Bank oder Sparkasse, bei der man als Kunde ein Girokonto kostenlos haben kann. Ganz verschwunden sind sie aber nicht. Für die Ausgabe 9/2026 ihres Finanzen-Hefts hat die Stiftung Warentest die Konditionen von 758 Gehalts- und Rentenkonten bei 190 Banken ausgewertet. Zwölf davon sind ohne Wenn und Aber kostenlos. Vor fünf Jahren waren es noch 14.
Kostenloses Girokonto: Diese 12 sind gratis
„Ohne Wenn und Aber“ heißt bei der Stiftung Warentest: Das Konto wird online geführt, und die Bank darf allenfalls verlangen, dass regelmäßig Geld eingeht. Die Höhe spielt dabei keine Rolle. Ein Mindestgehalt, ein Sparplan oder eine Altersgrenze sind bei diesen Konten keine Voraussetzung. Stand August 2026 erfüllen diese zwölf Konten die Kriterien:
- BBVA Girokonto
- C24 Bank Smartkonto
- Edekabank EDEKA-Konto
- Meine Bank (Volksbank Mittelhessen) Mein Girokonto
- N26 Standard
- Openbank Girokonto
- Revolut Standard
- Santander BestGiro
- Sparda-Bank Hessen SpardaGiro
- Trade Republic Girokonto
- Volksbank BRAWO BRAWO-MeinKonto (nur regional)
- VR Bank Dreieich-Offenbach VR-easyGiro online
Ein genauer Blick lohnt sich trotzdem, vor allem bei der Karte. Eine Girocard als Hauptkarte bieten nur fünf der zwölf: Edekabank, Meine Bank, Sparda-Bank Hessen, Volksbank BRAWO und VR Bank Dreieich-Offenbach. Alle anderen setzen auf Debitkarten von Mastercard oder Visa. Die werden im Alltag längst nicht überall akzeptiert, gerade in kleineren Geschäften nicht.
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Auch der Dispo fällt sehr unterschiedlich aus. Einen aus Sicht der Warentester akzeptablen Zinssatz zwischen 5,65 und 9,15 Prozent verlangen nur Meine Bank, Openbank und die VR Bank Dreieich-Offenbach. Bei N26 und Santander liegt er teils über 12,65 Prozent, was die Experten als inakzeptabel einstufen. Für Revolut und Trade Republic weist Warentest keinen Dispozins aus. Das Konto kostet nichts, das Überziehen kann dagegen richtig teuer werden.
Kostenlos mit Bedingungen: 20 weitere Konten
Wer bestimmte Voraussetzungen erfüllt, hat mehr Auswahl. 20 weitere Konten sind kostenlos, solange eine Bedingung erfüllt ist, meist ein monatlicher Geld- oder Gehaltseingang in einer bestimmten Mindesthöhe. Die Girokonten der Direktbanken ING und DKB etwa sind kostenlos, wenn mindestens 700 Euro pro Monat reinkommen. Bei der ING ist die Visa-Debitkarte die Hauptkarte, eine Girocard kostet extra.
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Für ihre Modellperson setzt die Stiftung Warentest bei diesen Konten Jahrespreise zwischen 0 und 154,80 Euro an. Das ist eine Person mit regelmäßigem Geldeingang, die ihr Konto nur online nutzt. Wie viel man selbst zahlt, hängt also davon ab, ob man die jeweilige Bedingung erfüllt:
- 1822direkt GiroDirekt: 58,80 Euro
- Bank im Bistum Essen GiroOnline: 0 Euro
- BBBank BetterSmart Konto: 59,40 Euro
- Bunq Free: 71,66 Euro
- Comdirect Girokonto Aktiv: 58,80 Euro
- Commerzbank Girokonto: 58,80 Euro
- Consorsbank Girokonto: 48,00 Euro
- DKB Girokonto: 54,00 Euro
- Frankfurter Sparkasse PrivatKonto Premium: 154,80 Euro
- ING Girokonto: 58,80 Euro
- Klarna Bank Guthaben Standard: 24,00 Euro
- Norisbank Top-Girokonto: 46,80 Euro
- Oldenburgische Landesbank smartDigital: 60,00 Euro
- Postbank Giro extra plus: 142,80 Euro
- Postbank Giro pur: 70,80 Euro
- Sparda-Bank Nürnberg SpardaGiroOnline: 0 Euro (nur regional)
- Targobank Komfort-Konto: 119,40 Euro
- Targobank Online-Konto: 47,40 Euro
- Targobank Plus-Konto: 83,40 Euro
- VR Bank Niederbayern-Oberpfalz Mein GiroDirekt: 94,70 Euro
Ein Sonderfall ist bunq. Die Stiftung Warentest lässt inzwischen auch den Verzicht auf Bargeldabhebungen am Automaten als Bedingung für ein Gratiskonto gelten. Wer mit dem Konto regelmäßig Geld abhebt, zahlt also doch.
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Konto wechseln: So einfach ist es
Kostet das Girokonto mehr als 60 Euro im Jahr, raten die Experten der Stiftung Warentest zunächst, bei der eigenen Bank nach einem günstigeren Kontomodell zu fragen. Bringt das nichts, hilft ein Kontowechsel. Unter der 60-Euro-Grenze liegen derzeit 63 Kontomodelle.
Beim Wechsel müssen die alte und die neue Bank laut Gesetz zusammenarbeiten. Die bisherige Bank muss eine Übersicht über Daueraufträge, Lastschriften und regelmäßige Zahlungseingänge der vergangenen 13 Monate liefern. Die neue Bank benachrichtigt die Zahlungspartner über die neue Kontoverbindung. Beide Banken haften für Schäden, die aus einem fehlgeschlagenen Kontowechsel entstehen. Innerhalb von zwölf Geschäftstagen soll alles erledigt sein. Arbeitgeber, Vermieter, Stromversorger und Telekommunikationsanbieter sollte man die neue Bankverbindung trotzdem selbst mitteilen.

Die ING ist NICHT kostenlos, das ist falsch.
1,49 €/mtl. für de GiroKarte sind fällig.
Ohne Girokarte ist ein Konto nicht nutzbatr, da längst nicht überall die Debitkarten von Visa oder Masterkart akzeptiert werden.
Das ist das größte Problem, bei den Karten! Da sollte dran gearbeitet werden (Gebühren angleichen damit Händler mehr Akzeptanz zeigen und aufklären).
Von der Regierung braucht es eine Verpflichtung zum bargeldlopsen Zahlen im Handel und bei Dienstleistungen, um die Schwarzkassen vieler „Unternehmer“ nicht zu voll laufen zu lassen, und im Gegenzug Stereuereinnahmen zu generieren. Da gehen Millionen, wenn nicht Miliarden jährlich verloren.
Keine „Nur Barzahlung“ Hinweise mehr.
Den Bürger (Kunden) es frei stellen, ob er bar oder digital zahlen möchte.
Kreditkarten sind für den HJändler teurer, daran muss gearbeitet werden. Die wenigsten Händler wissen, das der Unterschied zwischen Girokarte und den Debitkarten von Visa/Masterkarte nur minimale Unterschiede sind (Giro verursachen im Schnitt 0,25% und Debit 0,4 % Kosten).
Bargeld ist übrigens immer teurer!
„Bargeld ist übrigens immer teurer!“ Klassisches Halbwissen …
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Bargeld ist immer der billige und anonyme Weg zu zahlen, da beide Parteien es selbst kontrollieren können.
Kreditkarten (ob Debit oder rein Credit) und Girokarten setzen immer ein Konto oder Kontokorrent voraus, das in der Regel Geld kostet. Kontoführung, Kreditcardkosten und Debit-/Credditkosten beim Händler/Dienstleistungsanbieter … immer sitzt eine Bank dazwischen dir ihre Hand aufhält.
habe ein Ing Konto und seit langem keine Giro Card mehr
Die ist wirklich im Alltag nicht mehr notwendig, mit Visa und GooglePay kommt man überall durch. Ich hab seit Jahren keine Notwendigkeit gehabt, eine Girocard zu besitzen.
habe ein Ing Konto und seit langem keine Giro Card mehr
Die ist wirklich im Alltag nicht mehr notwendig, mit Visa und GooglePay kommt man überall durch. Ich hab seit Jahren keine Notwendigkeit gehabt, eine Girocard zu besitzen.
Ich freue mich immer, wenn Barzahlung möglich ist! Ich will nicht überall Spuren über meine Einkäufe hinterlassen, es geht NIEMANDEN etwas an, was ich kaufe oder nicht kaufe!
Mein 1. Giroskonto ist bei C24, bin ich supra zufrieden mit.
Das 2. Konto besteht bei Comdirect, eine Tochter der Commerzbank. Auch dieses Konto ist kostenlos, kein monatlicher Geldeingang gefordert.
Durch eine 2. App etwas umständlicher bedienbar.
Ende Dezember verschob ich die Guthaben (Tagesgeld) auf ein anderes Anlagekonto.
Kontoständ sind seitdem 0,0 // 0,0 = keine Kontogebühren
Gerade in kleineren Geschäften oder in meiner Autowerkstatt habe ich das Problem, dass ich mit der Visacard der ING nicht zahlen kann. Dort geht nur die Girocard. und nur deshalb besitze ich sie auch. ich würde gern drauf verzichten. neulich war ich an einer Tankstelle, die die Visacard auch nicht akzeptiert haben.
Ich bin froh, dass ich eine Bank vor Ort und mit persönlicher Beratung habe. Natürlich kosten Filialen, Geldautomaten und Mitarbeiter Geld. Service kostet in jeder Branche Geld. Gut, dass es Banken gibt, die Ausbildungsplätze und Schüler-Praktika anbieten und Vereine und Schulen unterstützen.