Corona Warn App: So sieht die deutsche App aus

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Die deutsche Corona-Warn-App soll noch im Juni veröffentlicht werden. Doch nicht alle Features stehen direkt zum Start zur Verfügung. Wir werfen einen Blick auf die neue App und zeigen dir, wie sie funktionieren soll.
Bildquelle: https://www.coronawarn.app/de/

Bis jeder von uns die Corona-Warn-App installieren kann, wird es noch ein paar Wochen dauern. Auf einer neu angelegten Website kann man bereits jetzt einen Blick auf die App werfen, die aktuell von der Telekom und SAP entwickelt wird.

Corona-Warn-App ist Open-Source

Wegen eines Antrags der Grünen und der SPD soll der Quellcode der Corona-Warn-App öffentlich überprüfbar sein. Dieser Anforderung sind die mit der Entwicklung beauftragten Firmen Telekom und SAP nachgekommen. Das Projekt ist Open-Source und der komplette Quellcode wurde bereits auf der Entwickler-Plattform Github veröffentlicht.

So können Experten wie beispielsweise vom Chaos Computer Club (CCC) einen Blick auf den Quellcode werfen und bereits vor dem Start Sicherheitslücken ausmachen. Bei der Anfang April veröffentlichten Datenspende-App des Robert-Koch-Instituts, hatten die Experten des CCC weitreichende Sicherheitsmängel gefunden. Diese App greift jedoch auf deutlich mehr Nutzerdaten zu.

So sieht die Corona-Warn-App aus

Installiert man die Corona-Warn-App, erscheint zunächst ein Willkommens-Bildschirm. Ein Klick auf „los geht´s“ aktiviert die Tracing-Schnittstelle, die für Geräte ab iOS 13.5 und für alle Android-Smartphones ab Android 6 bereits im System vorbereitet wurde.

Ein Klick und die App ist einsatzbereit

Anschließend gelangt man auf die Startseite der App. Hier sieht man, ob man in den letzten 14 Tagen eine sogenannte Risiko-Begegnung hatte. Auch wird einem angezeigt, wie lange die App in den vergangenen 14 Tagen aktiv war. Über einen Button lassen sich eigene Testergebnisse übermitteln.

Die Startseite der Corona-Warn-App

Klickt man auf die grüne (oder gegebenenfalls rote) Karte, werden einem aktuelle Tipps zum Verhalten angezeigt. Bei einem niedrigen Risiko, sind das die bekannten Hinweise auf regelmäßiges Händewaschen und so weiter.

Die Corona-Warn-App gibt Verhaltenshinweise

Auf Wunsch lässt sich die eigene Risiko-Ermittlung in der App auch deaktivieren.

So funktioniert die Corona-Warn-App

Installiert und aktiviert man die Corona-Warn-App, aktiviert sich die Tracing-Funktion von Google und Apple. Dein Smartphone sendet und sucht fortan nach IDs anderer Smartphones. Diese IDs ändern sich alle 10-20 Minuten, um den Datenschutz zu wahren.

Im Falle eines positiven Testergebnisses fordert dich die App auf, deine IDs der letzten 14 Tage auf einen Server hochzuladen. Dies geschieht in wenigen Schritten in der Corona-Warn-App. Die Corona-Warn-App lädt die IDs von positiv getesteten Personen regelmäßig herunter und überprüft so, ob ein Kontakt stattgefunden hat.

Dadurch, dass nur die IDs von positiv getesteten Personen auf freiwilliger Basis auf einen Server geladen werden, soll für einen möglichst hohen Datenschutz gesorgt werden. Persönliche Daten wie Namen oder Handynummern erfasst die App nicht. Auch auf die Standortdaten wird nicht zugegriffen.

Deutschland setzt auf Freiwilligkeit

Im Gegensatz zu anderen Ländern, wie beispielsweise Indien, setzt man bei der deutschen Corona-Warn-App auf Freiwilligkeit. Niemand ist gezwungen die App auf seinem Smartphone zu installieren. Politiker der Grünen und Linken fordern zusätzlich eine gesetzliche Grundlage für die App festzulegen. So soll eine jegliche Zweckentfremdung durch staatliche Stellen oder Dritte ausgeschlossen und der Einsatz der App für die Dauer der Pandemie befristet werden. In der Schweiz hat die Regierung ein solches Gesetz bereits verabschiedet. In diesem wurde unter anderem festgelegt, dass niemandem ein Nachteil entstehen darf, wenn besagte Person die App nicht installieren möchte.

Corona-Warn-App funktioniert nur innerhalb Deutschlands

Zum Start der App wird diese nur zwischen Nutzern der deutschen App funktionieren. Ein Abgleich mit den Apps anderer Länder zunächst nicht möglich. Dies liegt an den unterschiedlichen Arten der Datenspeicherung und des Datenabgleichs in den einzelnen Ländern.

Niedrige Einstiegs-Hürde

Um die App nutzen zu können, benötigst du entweder:

  • ein Android Smartphone mit Android 6 oder neuer
  • ein iPhone mit iOS 13.5 oder neuer

Diese Voraussetzungen erfüllen rund 85 Prozent aller Smartphones weltweit. In Deutschland dürfte die Quote noch höher liegen. Hier kannst du nachschauen, ob die Tracing-Schnittstelle bereits auf deinem Smartphone vorhanden ist:

Bildquellen

  • Corona-Warn-App Einstieg: https://www.coronawarn.app/de/
  • Corona-Warn-App Homescreen: https://www.coronawarn.app/de/
  • Corona-Warn-App Details: https://www.coronawarn.app/de/
  • Corona-Warn-App Risikobewertung: https://www.coronawarn.app/de/
  • Corona-Warn-App Titelbild: https://www.coronawarn.app/de/
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