Congstar startet Hardware-Abos: Erster Partner ist ein Riese

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Bei Congstar ist es in Zukunft möglich, attraktive Hardware zu einem Mobilfunkvertrag in einem Mietmodell zuzubuchen. Das ist etwas günstiger, als die Hardware zu kaufen. Erster Partner für Mietgeräte ist Apple – auch wegen des hohen Wiederverkaufswerts von Apple-Produkten.
Apple iPhone 13 Pro Rückseite
Zum Beispiel iPhones kannst du in Zukunft bei Congstar auch mieten.Bildquelle: Nubelson Fernandes / Unsplash

Ab dem 1. Januar 2022 tritt Axel Orbach eine neue Aufgabe an. Bisher für das Produktmarketing von Congstar verantwortlich, übernimmt der Manager dann die Geschäftsführung bei Deutschlands führendem Premium-Discounter im Mobilfunk. Den Laden auf links drehen will er aber nicht. „Es ist mein Bestreben, den eingeschlagenen Kurs fortzuführen“, sagte Orbach in einem Gespräch mit inside digital. „Ich bin sehr stolz darauf, was die Congstar-Mannschaft in den vergangenen Jahren geschafft hat. Und ich möchte mit der Firma, der erfolgreichsten Zweitmarke am deutschen Mobilfunkmarkt, weiter wachsen.“ Gelingen soll das unter anderem mit einem neuen Abo-Modell, das jetzt an den Start geschickt wird.

iPhone, iPad und Apple Watch mieten

Abo-Modell? Was ist das denn? Die Antwort auf diese Frage ist recht einfach in einem Satz zu beantworten. Statt Hardware mit einem Mobilfunk-Vertrag zu kaufen, kannst du sie in Zukunft bei Congstar auch mieten. Und der erste namhafte Partner ist in diesem Zusammenhang Apple. In Zukunft ist es also möglich, den Laufzeitvertrag von Congstar mit Hardware von Apple in einem Mietmodell zu kombinieren. Los geht es mit iPhones, iPads und der Apple Watch. Je nach Produkt gilt dabei eine Laufzeit von 24 oder 36 Monaten.

Wichtig ist, zu verstehen, dass die gemietete Hardware, nach zwei oder drei Jahren nicht in deinen Besitz übergeht. Stattdessen musst du sie zurückschicken und während der Nutzung dafür Sorge tragen, dass sie keine größeren Beschädigungen aufweist. Kratzer und kleinere Macken sind in diesem Zusammenhang nach Angaben von Orbach einkalkuliert. „Wenn wir aber etwa ein iPhone mit zersplittertem Bildschirm zurückerhalten, dann ist das ein Problem.“ Der Kunde muss dann damit rechnen, dass er für den Austausch des beschädigten Displays eine Rechnung erhält.

Damit genau das aber nicht passiert, bieten Congstar und Apple eine Art Versicherung an. Mit Apple Care+ lässt sich die gemietete Hardware gegen größere Schäden absichern. Entscheidet man sich beispielsweise für das iPhone 13 mit 128 GB Speicherplatz, kostet diese Versicherung 8,49 Euro pro Monat extra – in Summe über zwei Jahre Laufzeit also rund 200 Euro. Zum Vergleich: Ein kompletter Displaytausch beim iPhone 13 kostet in der Regel etwa 300 Euro.

Was kostet das Congstar Abo?

Wie viel du für dein Congstar Abo bezahlen musst, hängt am Ende vom gewählten Apple-Produkt ab. Wenn wir beim iPhone 13 mit 128 GB Speicherplatz als Beispiel bleiben, kommen über 24 Monate je 29,50 Euro dazu. In Summe zahlst du also 708 Euro. Neu kostet das entsprechende Smartphone bei Apple derzeit 899 Euro, also knapp 200 Euro mehr.

Wer mag, kann die gewählte Hardware aus dem Abo herauskaufen, gegen eine weitere Abschlagszahlung ein Upgrade auf eine neue Hardware durchführen oder aber die Hardware nach zwei respektive drei Jahren zurückgeben. Während bei iPhones und der Apple Watch eine Laufzeit von 24 Monaten angesetzt ist, sind es bei iPads 36 Monate. Ein Upgrade ist bei iPhones und der Apple Watch frühestens nach 12 Monaten vorgesehen, bei einem iPad nach 18 Monaten. Natürlich ist es auch möglich, die Apple-Hardware alternativ zur Rückgabe zum dann aktuellen Restwert zu erwerben.

Kombinierbar mit Allnet-Flat-Tarifen von Congstar

Kombinieren lässt sich das neue Congstar Abo für Apple-Produkte mit den Allnet-Flat-Tarifen S, M und L. Über die Congstar-Homepage steht das Abo bei diesen Tarifen als zusätzliche Option zur Verfügung. Congstar argumentiert, dass unter anderem Umweltaspekte für das Abo-Modell sprechen. Denn mit einer Rückgabe oder der aktiven Entscheidung zur Weiternutzung könne jeder Kunde einen Beitrag zur Schonung von Ressourcen leisten. Jedes Apple-Gerät, das zurückgegeben werde, gehe in einen Kreislauf der Wiederaufbereitung, und trete später als generalüberholtes Gerät in ein „zweites Leben“ ein.

„Abomodelle liegen im Trend. Für Musik und Film bereits etabliert, starten jetzt die ersten Automobilfirmen mit Abos durch“, sagt Orbach und ergänzt: „Im Bereich der Elektronik macht dies noch mehr Sinn – hohe Anschaffungskosten entfallen und man ist stets auf dem neuesten Stand der Technik. Ungenutzte Produkte in der Schublade gehören durch die Rückgabe und ein gesichertes Recycling der Vergangenheit an.“

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2 KOMMENTARE

  1. Hannes

    Also kostet das Gerät 200 Euro weniger als ein neues? Aber die Versicherung kostet 200€ also am Ende zahlt man das selbe wie wenn man’s kauft, hat das Gerät nach 2 Jahren aber nicht mehr- halte ich für eine absolut idiotische Idee… Und das für ein Statussymbol? Leute lernt Mal mit Geld umgehen!

    Antwort
    • Naja, die Versicherung müsstest du ja auf den Kaufpreis bei Apple (oder sonstwo im freien Handel) auch aufschlagen, das kann man so eigentlich nicht rechnen.

      Antwort

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