BMW-Chef warnt vor E-Auto: Die Welt ist noch nicht bereit

3 Minuten
Für viele Politiker, Experten und Autofahrer gibt es keine Alternative zum E-Auto. Dem Stromer gehört die Zukunft. Doch immer mehr Autobauer sprechen aus, was sich viele Experten nicht trauen: Das E-Auto allein ist nicht die Lösung. Das macht nun auch der BMW-Chef deutlich.
BMW-Chef warnt vor E-Auto: Die Welt ist noch nicht bereit
BMW-Chef warnt vor E-Auto: Die Welt ist noch nicht bereitBildquelle: Richard Biros / Unsplash

Ist die Welt wirklich bereit dafür, vom Verbrenner auf das E-Auto umzusteigen? Während die Strompreise explodieren und sich kommendes Jahr nochmals verdoppeln könnten, drängt die Politik mitten in der Energiekrise Autobauer dazu, den Verbrenner abzuwracken. 2035 sollen Benziner und Diesel nur noch in Geschichtsbüchern existieren. Doch nicht alle Autobauer ziehen mit. Erneut formuliert der BMW-Chef Kritik an diesen Plänen und sieht das E-Auto nur als Teil der Lösung an.

Kritik am E-Auto-Vorgehen: BMW-Chef steht nicht allein da

Der BMW-Chef Oliver Zipse warnt vor einem Verbot von Verbrenner-Autos in Europa. „Wir halten es für falsch, in Europa den Verbrenner abzuschalten“, sagte Zipse beim Weltmarktführer Innovation Day in Erlangen. Wie die Wirtschaftswoche berichtet, würde die „harte Abschaltung“ des Verbrenners „zu Verwerfungen führen, die hier keiner mehr kontrollieren kann.“ Diversifizierung sei der Schlüssel zum Erfolg. Die Politik dürfe nicht nur auf das E-Auto als Ersatz für Benzin– und Dieselfahrzeuge setzen und die Welt könne es sich nicht leisten, alternativen Kraftstoffen den Rücken zu kehren.

Mit seinen Aussagen schlägt der BMW-Chef in die gleiche Kerbe wie der japanische Autogigant Toyota und der US-Autobauer Ford. Auch sie weisen darauf hin, dass Autofahrer immer noch die Wahl haben müssen. Auch, weil nicht jedes Land die Elektrotechnologie mit der gleichen Geschwindigkeit einführt wie Deutschland und die weltweiten Energiequellen überfordert wären, wenn jedes Fahrzeug auf dem Planeten morgen auf Elektroantrieb umgestellt würde.

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Zur ganzen Wahrheit gehört aber auch: BMW arbeitet als einer von wenigen Autobauern neben dem E-Auto auch am Wasserstoffauto. Momentan bereitet das Unternehmen die Markteinführung seines SUV iX5 vor, der seine Elektromotoren mit Wasserstoff-Brennstoffzellen antreibt. Bereits 2006 war man sich bei BMW sicher, dass Wasserstoff der Weg der Zukunft sei und die Vorteile gegenüber dem E-Auto überwiegen. „Experten sind sich einig, dass Wasserstoff der einzige Energieträger ist, der langfristig das Potenzial hat, fossile Brennstoffe im Straßenverkehr zu ersetzen“, sagte der Autobauer damals.

Tankstelle statt Ladesäule

Mit ein paar Punkten hat der BMW-Chef in puncto Wasserstoff aber recht. Wasserstoff sei „der einzige Rohstoff, der nachhaltig erzeugt und speicherbar ist“, erklärt Zipse. Deshalb lasse sich mit Wasserstoff die heutige Tankstellen-Infrastruktur nutzen: „Man braucht keine eigene Ladeinfrastruktur“, so Zipse. „Eine Tankstelle rüstet man in zwei Tagen um. Der Weg dorthin ist relativ kurz, anders als bei der Elektromobilität, wo sie Anschlüsse an das Mittelspannungsnetz brauchen und man für jedes Auto eine Ladeinfrastruktur benötigt.“ Das werde dem BMW-Chef zufolge viel zu lange dauern. „Deswegen glauben wir ganz fest an Wasserstoff“, so Zispe. „Es wird kommen und es wird bei BMW kommen, da bin ich mir ganz, ganz sicher.“

Bildquellen

  • Der größte Autobauer der Welt warnt: „Das E-Auto ist nicht die Lösung“: Connor Mitchell / Unsplash
  • BMW-Chef warnt vor E-Auto: Die Welt ist noch nicht bereit: Richard Biros / Unsplash

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7 KOMMENTARE

  1. Manfred Hauptreif

    Wasserstoff ist die langfristige Lösung, da kommt niemand dran vorbei!
    Äh, für welches Problem ist Wasserstoff gleich die Lösung? Weil die Erde sonst verglüht? Wegen CO2?
    Ich warte noch ein Weilchen, wenn sich der Trend zu weltweit kälteren Temperaturen, trotz steigender CO2-Konzentration verfestigt. Dann jedoch würde ich gern ein Fotoalbum mit Bildern der Gurus der Klimakirche sehen.

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  2. Manfred Hauptreif

    Ich habe Wasserstoffaktien gekauft! Also bitte macht es mir nach, sonst kann ich kein Millionär werden

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  3. Schmidt

    Ihr habt doch einen an der Waffel.ihr macht eurem ganzen horrorsenarium die Menschen verrückt. Keiner weiss wie der Winter wird, aber eins wissen wir mit Gewissheit, der der arbeitet wird zur Kasse gebeten und um sein Ersparnisse gebracht.

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  4. Friedrich Leugner

    Jeder bekommt das was er gewählt hat. Egal ob Rot-Grün- Schwarz. Alle arbeiten mit aller Kraft daran Deutschland zu zerstören. Als einzige Alternative bleibt die AfD. Ist auch nicht unbedingt die beste Wahl ,aber die einzige die den Wohlstandsuntergang in Deutschland noch aufhalten kann.

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  5. Ulrich Sancken

    Wenn Zirpse behauptet, dass sich eine normale Tankstelle innerhalb von zwei Tagen in eine H2-Tankstelle umbauen lässt, zeigt er doch nur, mir welcher Kompetenz er die Mobilitätsentwicklung beurteilt. Das ist doch wirklich erschreckend dünn.

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  6. G. Raker

    Ein Wasserstoffauto ist auch ein E-Auto. Mit Strom wird Wasserstoff gemacht. Daraus im Auto wieder Strom. Es bleiben max. 30% an Nutzenergie übrig.
    Ich fahre seit 4 Jahren ein E-Auto. Nur ein Werkstattaufenthalt (Wartung 189 €) gehabt. Herr Zirpse möchte an den höheren Werkstattkosten der Wasserstoffautos verdienen.

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  7. Celsi

    Gott sei Dank, wenigstens der BMW Chef denkt noch mit dem Gehirn und nicht mit einem Akku.

    Beide Antriebsarten werden, ja müssen in der Zukunft coexistieren und sich ergänzen.

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