Samsung Galaxy S10 5G im Hands-On: Die Zukunft ist groß

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Die Front des Samsung Galaxy S10 5G
Die Front des Samsung Galaxy S10 5G Bildquelle:
Viel wurde über das Galaxy S10 5G gemunkelt: Es wird ein Sondermodell sagten die einen. Es wird einfach mit im Galaxy S10 aufgehen sagten die anderen. Nun haben beide unrecht. Samsung hat sein Galaxy S10 5G als neues Modell vorgestellt. Innerhalb der Galaxy-S10-Familie, aber mit einem Display, größer als das des Galaxy Note 9 und vor allem mit enormen technischen Daten. Nun muss sich das Samsung Galaxy S10 5G im Hands-On beweisen.

5G ist in aller Munde. Politiker, Netzbetreiber, die Bundesnetzagentur, Verbraucherschützer und Tarifanbieter wollen das Netz nach ihren Wünschen mitgestalten. Die Endgerätehersteller hielten sich bisher eher bedeckt. Doch mit dem Snapdragon 845 und den ersten mobilen Modems bricht gerade eine Flut an Geräten los. Spätestens auf dem Mobile World Congress (MWC) werden sich alle etablierten Hersteller zu ihrem neuen 5G-Modell zumindest geäußert haben. Samsung ist da schon weiter und hat seines der Weltöffentlichkeit vorgestellt.

Die technischen Daten im Überblick

Samsung stattet das Galaxy S10 5G mit allerlei Schmankerl aus. Neben den sowieso schon beeindruckenden technischen Daten des Galaxy S10+ kommen beim Galaxy S10 5G noch an der einen oder anderen Stelle Sahnehäubchen obendrauf. So gibt es einen noch größeren Akku, ein noch größeres Display und noch eine Kamera mehr. Damit wird das Galaxy S10 5G mit insgesamt sechs Kameramodulen auf den Markt kommen. Nicht zu vergessen ist der Kern des Smartphones: das 5G-Herz.

Samsung Galaxy S10 5G
Samsung Galaxy 5G
Software Android 9.0 Pie
Prozessor Samsung Exynos 9820
Display 6,7 Zoll, 1.440 x 3.040 Pixel
Arbeitsspeicher 8 GB
interner Speicher 256 GB
Hauptkamera 5312x2988 (15,9 Megapixel)
Akku 4.500 mAh
induktives Laden
USB-Port
IP-Zertifizierung IP68 (Schutz gegen Untertauchen)
Gewicht 198 g
Farbe Schwarz, Weiß
Einführungspreis 1.199 €
Marktstart Juni 2019

Das Samsung Galaxy S10 5G im Hands-On

Bei allen technischer Feinheiten, bringt ein Smartphone keinen Nutzen, wenn es sich anfühlt wie ein schäbiges Stück Plastik. Genau das tut das Samsung Galaxy S10 5G aber nicht. Dennoch muss man sich erst einmal an das größte aller Galaxy-S-Smartphones gewöhnen. Es gibt nicht nur bei der Größe Unterschiede, sondern auch beim Design und bei der Haptik.

Das Design des Samsung Galaxy S10 5G

Schwarz, groß und breit liegt das Samsung Galaxy S10 5G auf dem Tisch. Neben dem Galaxy S10+ wirkt es zwar etwas weniger wuchtig als wenn es ohne jede Größenreferenz daliegt, doch es ist immer noch ein riesiges Smartphone. Die Kamera-Einheit auf dem Rücken ist genau so designt wie die der Modellbrüder. Doch ist sie breiter und noch weniger elegant als die des Galaxy S10. Sie besitzt eine helle Einfassung, obwohl das Gehäuse schwarz wie die Nacht ist. Die größere Breite rührt daher, dass sie ein Kameramodul mehr aufnehmen muss und entsprechend mehr Platz benötigt wird. Der Samsung-Schriftzug wird um ein „5G“ ergänzt und die Rückseite verrät die Einzigartigkeit in Samsungs Portfolio.

Der Rahmen ist ebenfalls anders gestaltet, als jener der Modellbruder. Die rückseitige Abdeckung erstreckt sich weiter über die Flanken des Smartphones als beispielsweise beim Galaxy S10. Damit wird der Rahmen selbst dünner. Die Knöpfe sind trotzdem so angeordnet, als wäre der Rahmen wie beim Galaxy S10 gestaltet. Was dabei herauskommt sind Aussparungen der Heckabdeckung immer dort wo Buttons aus dem Rahmen ragen.

Samsung Galaxy S10 5G im Hands-On - Der Rahmen
Samsung Galaxy S10 5G im Hands-On – Der Rahmen

Die Front ist ein Abbild der Vorderseiten der Modellbrüder. Sie besitzt ebenfalls nur an den kurzen Seiten kleine Ränder, wobei der untere größer als der obere ausfällt. Die Kamera-Aussparung auf der Front ist etwas breiter als beim Galaxy S10+ und damit auch nicht kreisrund. Hier kommt wie auf der Rückseite eine 3D-Kamera zum Einsatz.

Die Haptik des Galaxy S10 5G

Bei der ersten Berührung des im Sommer auf den Markt kommenden Smartphones ist es dreckig. Es zieht die Fingerabdrücke an, wie ein Schwamm und auch Staub bleibt sofort haften. Das kann auch mit der sehr frühen Phase des Ersteindrucks einhergehen. Samsung hat wohl die finale Display-Beschichtung noch nicht aufgebracht. So ist das Smartphone nur Menschen zu empfehlen, die nicht nur schnell im Internet surfen, sondern auch schnell den Lappen schwingen können.

Sieht man von dieser schmuddeligen Seite ab, wirkt das Galaxy S10 5G etwas runder in der Hand als seine Brüder. Der weiter nach vorne gezogene Heckdeckel zeigt also auch hier Wirkung. Die Kriterien eines „zu großen“ Telefons dürfen hier kaum angewendet werden. Das Samsung Galaxy S10 5G soll wohl einfach zeigen, was im Mobilfunkmarkt mit jetzigen Bordmitteln zu holen ist. Trotzdem sind die Taster für die Lautstärkenverstellung nicht ohne Umgreifen zu erreichen und auch bei großen Händen wird es auch schon beim Bixby-Button schwer mit einer Hand.

Mit einer Hand bedient man das Samsung Galaxy S10 5G jedoch wohl selten. Samsung gibt als eine der ersten 5G-Anwendungen das Gaming an. Für dieses Genre ist der riesige Bildschirm und der große Akku auch gut konditioniert.

Samsung Galaxy S10 5G im Hands-On: Der Vorgeschmack

Das Samsung Galaxy S10 5G wird erst im Sommer auf den Markt kommen. Entsprechend steckt Samsung auch noch in der Entwicklung des Handys mit dem Mobilfunkturbo. Damit waren beim Testgerät einige Abstriche zu machen. Ein Entsperren des Displays war zum Beispiel nicht möglich. Die Software war noch nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.

Somit konnte auch der neue Fingerabdrucksensor unter dem Display nicht ausprobiert werden. Gerade hier wird es noch einmal wegen der Balance kritisch. Ein so langes Smartphone rutscht leicht aus der Hand und das vor allem, wenn man es nur in der Hand liegen lässt, weil man mit dem Daumen das Display-Feld mit dem Sensor treffen muss. Ob sich diese kleine Befürchtung bestätigt, wird das nächste Treffen mit dem 5G-Galaxy zeigen. Dann könnte es auch schon so weit sein, dass man einen Blick in ein Testnetz mittels 5G erhaschen kann.

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Michael Büttner
Michael liebt Technik und ist Redakteur bei inside digital. Anderen auch bekannt als der Franke in Bonn, der Macher oder der Handwerker für sämtliche Reparaturen der Redaktion. Nach Praktika bei der Neuen Presse in Kronach, den Nürnberger Nachrichten und dem Systemkamera-Blog, startete Michael bei inside handy und verdient sich seine Sporen vor allem im Hardware-Bereich. Balanciert er mal nicht zwischen Tagesgeschäft, Testgeräten und Co, betätigt er sich ab und an als Jäger im Pokémon-Dschungel. Ein ungewöhnlicher Anblick wäre es dabei nicht, ihm dank seiner Boulder-Fähigkeiten kletternd an einer Felswand zu begegnen. Abseits dessen begeistert er sich für Fotografie, Wanderungen, kulinarische Feste und Blasius Kawalkowski.

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1 KOMMENTAR

  1. In der Schweiz erhältlich mit Tarif von monatlich 200 Franken, also 190€ im Monat, die Auktion ist ja jetzt schon bei über 6 Mrd. und vorerst kein Ende in Sicht, die Tarife werden bei Telekom und Vodafone Recht teuer werden.o2 und Drillisch werden auch nichts verschenken. Wieder langes Warten und nur für Großstädter, LTE wird für Drittanbieter Kunden auf 25 oder 50 Mbit gedrosselt, obwohl 500 Mbit möglich sind. Bin gespannt. 5G Geräte werden dann mit Aldi Tarifen gar nicht ausgereizt bzw. es gibt vorab noch eine 5G Sperre, wie bei LTE am Anfang

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