Verarbeitung und Design
Kennt man eines, kennt man alle. Das könnte man über das Design von Samsung-Smartphones sagen. Das Galaxy Core LTE passt ins Gefüge und sieht eben aus wie ein Galaxy. Offenbar legt Samsung sehr großen Wert auf Wiedererkennung. Der Kunde kann so schon aus der Ferne sehen, dass es sich um ein Smartphone von Samsung handelt. Allerdings bleibt die Individualität auf der Strecke und das Design wird auf Dauer langweilig. Das Core LTE ist das x-te Galaxy-Smartphone, dass die alten Kleider seiner Vorgänger aufträgt. Einzig das Softtouch-Backcover vermittelt - gegenüber den Modellen mit glatter Plastik-Rückseite - ein etwas wertigeres Gefühl. Es ist demnach so, als hätte man die Löcher in den alten Kleidern mit schönen Flicken vernäht, bevor das Core LTE diese anziehen durfte.Samsung Galaxy Core LTE: Hands-On-Fotos
Display
Samsung setzt im Core LTE auf ein 4,5 Zoll großes TFT-Display ohne besondere Highlights. Die Auflösung liegt bei 540 x 960 Pixeln, was für diese Größe noch vollkommen ausreicht. Samsung spart also an richtiger Stelle und verzichtet zu Recht auf einen HD-Bildschirm. An einem Sensor, der die Helligkeit des Panels regelt, hätte man hingegen nicht sparen müssen. Der Nutzer wird dadurch immer wieder gezwungen, die Benachrichtigungsleiste herunterzuziehen und die Helligkeit manuell einzustellen, oder - wenig akkuschonend - immer auf höchster Stufe eingestellt zu lassen. Zudem ist die Leuchtkraft des Displays nicht sonderlich hoch. Selbst wenn die Sonne hinter den Wolken verschwindet, fällt es schwer, Texte im Freien entspannt lesen zu können. Die Blickwinkel indes sind sehr stabil, Farben werden angenehm wiedergegeben und leuchten nicht derart intensiv, wie man es von OLED-Displays gewohnt ist. Die Schwarz- und Weißwerte sind ebenfalls gut. Aufgrund des etwas zu dunklen Bildschirms und der fehlenden automatischen Helligkeitsregelung gibt es einen Punkt Abzug. Wertung 4/5Ausstattung und Leistung
Ein Dual-Core-Prozessor mit 1,2 GHz Taktung soll gemeinsam mit 1 GB Arbeitsspeicher für eine entsprechende Leistung sorgen. Das funktioniert manchmal sehr gut, manchmal aber muss man dem Gerät einige Sekunden Bedenkzeit geben, ehe eine App geöffnet ist oder bis der Homescreen nach dem Verlassen einer Anwendung zu sehen ist. Vor allem der Speichervorgang eines geschossenen Fotos in der Kamera-App dauert ist etwas länger. Spiele wie Real Racing 3 laufen zwar flüssig, die Ladezeiten sind aber deutlich länger als bei Top-Modellen. Während des Spielens ruckelt aber nichts, wodurch der Spielspaß erhalten bleibt. Im AnTuTu-Benchmarktest erreicht das Galaxy Core LTE gut 12.000 Punkte. Die Zahl spiegelt ganz gut dar, auf welchem Level sich das Smartphone bewegt. Das Moto G erreichte in diesem Test gut 17.000 Punkte, das Galaxy S4 mini knapp 15.000 und ein High-End-Gerät wie das Galaxy S5 kommt auf 35.000 Zähler.
Bildquelle: inside-digital.de
| Feature | Ja | Nein | Funktion |
| HSPA | X | Erweiterung des Mobilfunkstandards UMTS, Down-max. 21 Mbit/s | |
| HSPA+ | X | Erweiterung des Mobilfunkstandards UMTS, Down-max. 42 Mbit/s | |
| LTE | X | Mobilfunkstandard, Down-max 100 Mbit/s | |
| USB-OTG | X | Ermöglicht den Anschluss externer Geräte wie USB-Sticks, Festplatten oder Tastaturen | |
| DLNA | X | Standard zu kabellosen Übertragung von Medieninhalten, zum Beispiel auf einen Fernseher | |
| NFC | X | Ermöglicht eine Bluetooth-Verbindung zu einem anderen Gerät durch kurzes Berühren | |
| Miracast | X | Ermöglicht das kabellose Teilen der Anzeige mit einem anderem Gerät | |
| MHL | X | Erlaubt die kabelgebundene Verbindung über die Micro-USB-Schnittstelle zu einem HDMI-Port | |
| Infrarot-Fernbedienung | X | Ermöglicht den Einsatz als Universal-Fernbedienung | |
| Bluetooth-Version | X | 4.0 | |
| WLAN-Standards | X | 802.11 b/g/n |
Kamera
Samsung stattet das Core LTE mit einer 5-Megapixel-Kamera aus, die über einen 4-fachen Digitalzoom und Autofocus verfügt. Bei Dunkelheit lässt sich ein LED-Blitz hinzuschalten. Nahaufnahmen bei optimalen Lichtverhältnissen können sich sehen lassen. Fotos sind scharf und Farben werden naturgetreu wiedergegeben, allerdings werden weiße Stellen oft zu hell dargestellt. Bei Aufnahmen in Räumen mit wenig Licht fangen die Bilder aufgrund höherer ISO-Werte schnell an zu rauschen. Ein Blitz hilft da nur bedingt. Sind die Lichtbedingungen aber optimal, kann man sich Fotos, die mit dem Core LTE geschossen wurden, auch auf großen Bildschirmen ansehen. Der Prozessor braucht eine Weile, bis die Kamera-App geöffnet, und ein Foto gespeichert ist. Videos lassen sich in HD-Qualität aufnehmen. Allerdings wird auch hier bei Innenaufnahmen das Rauschen sehr hoch, und dunkle Bereiche zu dunkel.Samsung Galaxy Core LTE: Kamera-Beispielbilder
Wertung 4/5
Software und Multimedia
Wie auf jedem Galaxy-Modell findet Android auch den Weg auf das Core LTE. Samsung setzt auf die Version 4.2.2 alias Jelly Bean und legt seine Nutzeroberfläche Touchwiz darüber. Gegenüber Spitzenmodellen des Herstellers ist es schön zu sehen, dass deutlich weniger Einstellungsmöglichkeiten vorhanden sind. Das mag im ersten Moment als Nachteil betrachtet werden, allerdings muss man sich als Galaxy-S5-Nutzer durch unendlich viele Einstellungen kämpfen, die einem im Alltag letztendlich wohl nicht wesentlich weiterhelfen. Auf eine Benachrichtigungs-LED hätte Samsung beim Core LTE aber nicht verzichten müssen.Samsung Galaxy Core LTE: Screenshots Benutzeroberfläche

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Akku
Samsung setzt auf einen 2.100 mAh starken Akku und macht diesen - wie so oft - austauschbar. Der Akku muss sich im Test bei dauerhaft aktiviertem Bluetooth, WLAN und GPS sowie E-Mail-Push einem 30-minütigen Gespräch, 30 Minuten Musikhören per Webstream sowie 30 Minuten Spielen und einer 30-minütigen HD-Video-Wiedergabe über YouTube stellen. Hinzu kommt die Aufnahme mehrerer Fotos und Videos, das Surfen auf verschiedenen Webseiten ein Benchmark-Test und das installieren einiger Apps. Nach 8 Stunden im Dauertest waren noch 53 Prozent auf dem Akkuladebalken abzulesen. Das ist ein sehr guter Wert. Innerhalb einer 12-stündigen Standby-Zeit verlor der Akku 9 Prozent, was ebenfalls in Ordnung ist.
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Fazit
Das Galaxy Core LTE wäre ein gutes Einsteiger-Smartphone, wenn es 50 bis 100 Euro günstiger wäre. Mit rund 210 Euro ist es für die vorhandene Ausstattung zu teuer. Bei der Bedienung wird man sich oft über die Trägheit ärgern, beim Display über die zu dunkle Darstellung und die fehlende automatische Helligkeitsregelung. Dafür hält der Akku aber lange durch und die Kamera liefert - bei guten Lichtverhältnissen - ansehnliche Fotos ab. Ärgerlich hingegen war der Verbindungs-Prozess mit dem Computer. Ohne die Software Kies und mit langen Umwegen gelangt man aber letztendlich doch ans Ziel. Langweilig wird langsam das Galaxy-Design. Das Core LTE sieht aus wie fast jedes andere Galaxy Modell - ob ein aktuelles oder ein zwei Jahre altes Gerät.
- Gute Akkulaufzeit
- Einfache Bedienung
- Gute Verarbeitung
- Speicher erweiterbar
- Dunkles Display und keine automatische Helligkeitsregelung
- Langweiliges, sich stets wiederholendes Design
- Langatmige Software-Installation
- An einigen Stellen ruckelige Bedienung














































