Glaslautsprecher von Sony im Test: Der außergewöhnlichste Lautsprecher der Welt

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Außergewöhnlich, auffällig und sonderbar: So lässt sich wohl der neue Glaslautsprecher von Sony beschreiben. Er fällt vor allem aufgrund seines Designs auf. Wir haben uns die Bluetooth-Box genauer angesehen und zeigen dir, ob der Klang ebenso faszinierend ist wie das Design.
Sony LSPX-S3 Glaslautsprecher im Test
Glaslautsprecher von Sony im Test: Der außergewöhnlichste Lautsprecher der WeltBildquelle: inside digital / Blasius Kawalkowski

Sony gibt seinen Produkten aus dem Audiobereich stets alphanumerische Namen. Ob SRS-XB43, WF-1000XM4 oder NW-A105: Während andere Hersteller auf prägnante Beinamen wie Rockster, Boombox oder AirPods setzen, bleibt Sony eher technisch. Das stört Sony-Fans aber nicht im Geringsten. Ob Bluetooth-Lautsprecher oder Kopfhörer: Die Produkte der Japaner gehören zu den beliebtesten auf dem Audio-Markt. Mit dem LSPX-S3 gesellt sich ein ganz besonderer Bluetooth-Lautsprecher dazu. Denn auf den ersten Blick sieht der Glaslautsprecher ganz und gar nicht danach aus, als würde er auf Knopfdruck Musik von sich geben.

Das Design: auffällig und außergewöhnlich

Der Glaslautsprecher ist ein Hingucker, keine Frage. Ein Kollege sagte, er sähe aus wie ein Bunsenbrenner. Ein anderer spricht von einer Bong. Ein wenig erinnert er auch an einen Kerzenständer. Und das ist wohl auch gleichzeitig Sonys Intention hinter dem Design. Denn am unteren Ende des Glaszylinders befindet sich eine LED, die für einen Kerzenlichteffekt sorgen soll. Das ist aber nicht das einzige Geheimnis der Glasröhre. Doch dazu gleich mehr. Im Kerzenlichtmodus flackert die LED und simuliert damit eine Kerze. In der Sony Music Center App oder über den Lichtschalter am Sockel kann man zwischen zwei Beleuchtungsstufen wählen: „Hell“ und „Sanft“. Zudem lässt sich das Kerzenscheingeflacker mit dem Rhythmus der Musik synchronisieren.

Sony LSPX-S3: Der Glaslautsprecher ist ein Designerstück
Sony LSPX-S3: Der Glaslautsprecher ist ein Designerstück

Zum Design des außergewöhnlichen Bluetooth-Lautsprechers gehört nicht nur die Optik. Die Mischung von hellgrauem Metall für den Sockel und Glas als Material für den Zylinder versprüht eine futuristische Atmosphäre. Allerdings ist „Glas“ bei dem Glaslautsprecher ein wenig zu hoch gegriffen. Zwar vermittelt die Röhre den Eindruck aus Glas zu bestehen. Sony selbst aber spricht von „organischem Glas“. Und das ist meist die Umschreibung für Polymethylmethacrylat, also einen klarsichtigen Kunststoff. Dieser hat sich auch als „Plexiglas“ in den alltäglichen Sprachgebrauch gemischt und kommt oft auch bei Autoscheinwerfern und Heckleuchten zum Einsatz. Weiß man das, verliert der Glaslautsprecher einen Hauch seiner faszinierenden Erscheinung. Allerdings lässt sich der Kunststoff nicht sofort als solcher überführen und sieht in der Realität tatsächlich wie Glas aus.

Die digitale Kerze
Die digitale Kerze

Darüber hinaus trägt das Gewicht von gut einem Kilogramm zum hochwertigen Erscheinungsbild bei. Durch den schweren Sockel und den niedrigen Schwerpunkt steht der Glaslautsprecher sicher auf dem Tisch. Er liegt für seine Größe auch massiv und schwer in der Hand, wenn man ihn vom Wohnzimmertisch in den Garten trägt.

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Apropos Einsatzort: Der Glaslautsprecher LSPX-S3 von Sony fühlt sich überall zu Hause – wenn er denn zur Einrichtung passt. Im Garten oder auf dem Balkon liefert er in der Dämmerung zwar neben Musik auch Kerzenlicht-Ambiente. Jedoch muss man auch aufpassen. Ein Regenschauer oder Rasensprenger können dem Lautsprecher zusetzen, da er nicht wasserdicht ist.

Der Klang: Glaslautsprecher mit vibrierender Röhre

Sony verspricht: „Genießen Sie die perfekte Kombination aus Klang und Beleuchtung, mit kristallklarem Sound dank organischem Glas und Kerzenlichteffekt für die richtige Atmosphäre.“ Wie soeben festgestellt, erfüllt der Glaslautsprecher das Versprechen der Kerzenscheinatmosphäre. Doch welche Auswirkung hat die Glasröhre auf den Klang? Sony ist sich sicher: „Die gesamte organische Glasröhre vibriert und erzeugt einen außergewöhnlich klaren Sound, der sich in alle Richtungen ausbreitet.“ Und in der Tat: Legt man sein Ohr aufs Ende des Zylinders auf, ist es, als würde man ganz nah an einem Hochtöner stehen. Die Vibration ist bei basslastigen Stücken ebenfalls deutlich zu spüren. Das betrifft aber den gesamten Lautsprecher und – je nach Lautstärke – auch die Unterlage auf der er steht. Einen Tisch in Vibration versetzen? Kein Problem für den LSPX-S3.

Der Glaslautsprecher dient eher der Hintergrundmusik denn dem Hörgenuss
Der Glaslautsprecher dient eher der Hintergrundmusik denn dem Hörgenuss

Zu laut sollte man den Glaslautsprecher aber nicht aufdrehen. Mit zunehmende Lautstärke verliert er an Dynamik und Tiefen. Darüber hinaus darf man, trotz des hohen Preises von rund 350 Euro und seiner beeindruckenden Optik, nicht zu viel von dem Bluetooth-Lautsprecher erwarten. Schließlich ist er nicht besonders groß. Zwar lässt sich heutzutage viel Power über Chips und Software herausholen. Am Ende ist es trotzdem die Größe, die über Volumen, Lautstärke und Dynamik entscheidet.

So ist der Sony LSPX-S3 perfekt für ein Candle-Light-Dinner geeignet, macht auf dem Nachttisch eine gute Figur und steht als Blickfänger auch auf einem Sideboard gut aus. Er dient eher zur musikalischen Untermalung. Für Hintergrundmusik ist er perfekt. Wer aber oft und/oder laut Musik hören oder genießen möchte, sollte eher zu anderen Modellen greifen. Unser Tipp: Der Bluetooth-Lautsprecher Sony SRS-XB43 beschallt sowohl allein als auch im Stereo-Doppel ein Wohnzimmer mühelos und ersetzt eine Anlage mit Passlautsprechern mühelos. Ein weiterer Vorteil gegenüber dem Glaslautsprecher: Mit rund 150 Euro ist er 200 Euro günstiger. Und ein optisches Highlight hat er ebenfalls zu bieten, wie unser Test zeigt.

Akkulaufzeit und weitere Funktionen

Sony spricht hinsichtlich der Akkulaufzeit von 8 Stunden. Unser Test bestätigt das. Geladen wird der Glaslautsprecher über ein USB-C-Kabel. Ein stoffummanteltes liegt dem Lieferumfang bei. Zur Optik hätte auch gut eine kabellose Ladestation gepasst. Doch das bleibt Wunschdenken.

Der Sony LSPX-S3 lässt sich auch als Freisprecheinrichtung nutzen
Der Sony LSPX-S3 lässt sich auch als Freisprecheinrichtung nutzen

Wer den Glaslautsprecher beim Essen im Kerzenschein mit dem oder der Liebsten zur musikalischen Untermalung nutzt und dabei mit dem Handy gekoppelt hat, sollte darauf achten, den Klingelton auszuschalten. Denn einen Anruf leitet das Handy in dem Fall an den Bluetoothlautsprecher weiter. In einem solchen Fall ist die Stimmung wohl hin. Andererseits lässt sich der Sony LSPX-S3 in anderen Einsatzzwecken als Freisprecheinrichtung nutzen. Wer im Übrigen das Geld hat um zwei Glaslautsprecher zu kaufen, kann sie miteinander zu einem Stereopaar verbinden.

Sony Glaslautsprecher im Test: Das Fazit

Sony LSPX-S3 Glaslautsprecher im Test

Er sieht außergewöhnlich aus und fällt auf. Er trägt mit seiner Imitation einer Kerze zu einer Kerzenlichtatmosphäre bei. Und er sorgt für die musikalische Untermalung eines Abends zu zweit. Rockmusik steht ihm aber ebenso wenig wie hohe Lautstärke. Der Glaslautsprecher von Sony ist eher ein Designerstück mit solidem Sound. Er will vielmehr mit seiner Optik beeindrucken als mit einem hervorragenden Klang. Für letzteres ist es letztlich doch zu klein. Doch als digitale Kerze kann er überzeugen. Auch wenn der Preis dafür mit rund 350 Euro recht hoch ist.

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  • Sony LSPX-S3 Glaslautsprecher im Test: inside digital / Blasius Kawalkowski
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  • Bluetooth-Lautsprecher im Test: Blasius Kawalkowski
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