AOC I1601P im Test: Mobiler Monitor macht jeden Platz zum Schreibtisch

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Du bist unterwegs oder brauchst an deinem Arbeitsplatz einen weiteren Monitor? Für solche Szenarien eignen sich einfach jene Modelle, die du frei mit dir herumtragen kannst. Der AOC I1601P ist ein genau solches Exemplar. Was der portable Monitor kann, zeigt der Test.
Der AOC I1601P neben einem Laptop auf einem braunen Holztisch; im Hintergrund eine Pflanze und eine Lampe
Der mobile Monitor AOC I1601P im Test.Bildquelle: Simone Warnke/inside digital

Hast du nun das Bild im Kopf, wie jemand einen riesigen Monitor quer durch die Stadt trägt, nur um an einem mobilen Arbeitsplatz damit arbeiten zu können – dem sei diese Sorge genommen. AOC schafft mit dem I1601P einen Monitor, der nicht viel größer ist als ein Laptop. Auch das Gewicht ist mit 800 Gramm gering, sodass die Mitnahme des Bildschirms im Rucksack oder Koffer kein Problem darstellt. Doch kann der AOC I1601P auch im Alltag überzeugen?

AOC I1601P: Diese Technik bekommst du zur Hand

Wie bereits erwähnt, kann der mobile Monitor das Versprechen halten, nicht größer als ein Norm-Laptop zu sein. So misst der I1601P 15,6 Zoll in der Diagonale und bietet eine Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln. Damit bietet der IPS-Bildschirm mit Full-HD keine schlechtere Auflösung als die meisten Laptops. Die gebotene Helligkeit von 220 Nits liegt im Standardbereich, reicht für den alltäglichen Gebrauch aber vollkommen aus. Mit Rahmen – der im übrigen recht schmal gehalten ist – kommt der Monitor auf 235,2 x 376,2 x 8,5 Millimeter.

Damit du deine Laptop-Ansicht erweitern kannst, bietet der Monitor einen USB-C-Anschluss. Das mitgelieferte Kabel ist flexibel, sodass sich entweder eine Verbindung von USB-C zu USB-C oder aber von USB-C zu USB-A herstellen lässt. Die kabelgebundene Verbindung zum Laptop dient nicht nur dazu, den Desktop zu spiegeln respektive zu erweitern, sondern ist ebenfalls Energiequelle für den AOC I1601P. Über dem USB-Anschluss sitzt außerdem der Power-Button.

Das Paket komplettiert ein Smart Cover, das gleich zwei „Probleme“ löst. Zum einen: Packst du den Monitor ein, ist er prinzipiell erst einmal ungeschützt. Das Smart Cover ist allerdings magnetisch und kann einfach als Abdeckung über das Display gelegt werden. Es schließt an allen Kanten perfekt ab. Zum anderen: Da es sich um einen mobilen Monitor handelt, ist klar, dass kein Standfuß den Bildschirm zum Stehen bringt. Hier hakt das Cover ein und wird im zusammengefalteten Zustand zur Halterung. Auch hier verrutscht dank magnetischer Anziehungskraft nichts.

Der AOC I1601P von hinten mit Standfuß
Das Smart Cover dient nicht nur als Schutzhülle, sondern auch als Standfuß.
  • Eckdaten im Überblick:
    • 15,6 Zoll, IPS, Full-HD, 16:9
    • 5 ms, 60 Hz
    • 262 Tausend Farben
    • Hybrid-USB (USB-A und USB-C)
    • Low Blue Light-Technologie
    • Smart Cover
    • Preis: 233 Euro

Mobiler Monitor in der Praxis

Hast du den AOC I1601P einmal ausgepackt, gestaltet sich die weitere Einrichtung wie von selbst. Das Smart Cover klebt von Geisterhand an der Aluminium-Rückseite des Monitors, sodass du ihn ohne Umstände aufstellen mit mittels des Kabels an deinen Laptop anschließen kannst. Das war es, kein Hexenwerk oder tiefgehende Technikkenntnisse sind dafür nötig.

Dadurch, dass der AOC I1601P nicht aufgeladen werden muss oder Ähnliches, ist er direkt einsatzbereit. Dabei kannst du deiner Situation passend entscheiden, ob du den Monitor quer oder hochkant ausrichtest. Der Auto-Pivot passt die Bildschirminhalte automatisch an, sobald die betreffende Software aktiviert ist – so, wie man es etwa auch von Tablets oder auch Smartphones her kennt.

  • Übrigens: Durch das Hybrid-Kabel kannst du mittels USB-C auch ganz einfach dein Smartphone an den AOC I1601P anschließen. So kannst du beispielsweise Filme auf einem großen Monitor sehen.
Der AOC I1601P wird mittels Hybrid-Kabel mit dem Laptop verbunden
Der AOC I1601P wird mittels Hybrid-Kabel per USB-C oder USB-A mit dem Laptop verbunden.

Für diese Szenarien eignet sich der AOC I1601P

AOC gibt die Reaktionszeit des I1601P mit 5 Millisekunden an. Und das macht sich auch in der Praxis bemerkbar – nämlich so, dass man es nicht merkt. Fährt man etwa mit der Maus vom Laptop hinüber zum Bildschirm, gibt es keinerlei Verzögerungen oder Ruckler. Laptop und Monitor scheinen aus einem Guss. Die Bildwiederholungsrate von 60 Hz liegt im Normbereich und reicht für den herkömmlichen Arbeitsalltag vollkommen aus. Auch hier gibt es keine negativen Auffälligkeiten hinsichtlich der Befehlsausführung oder Ähnlichem. Auch das Sichtfeld ist, dank IPS-Technik, stabil und scharf.

Pluspunkt durch seine portable Größe: Der Monitor lässt sich sowohl auf kleinen als auch überfüllten Tischen einfach, vor allem aber platzsparend integrieren. Keine Probleme machen verschiedene Lichtverhältnisse. Durch die Anti-Glare-Beschichtung bleiben Inhalte auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut lesbar. Spiegelungen sucht man vergebens. Stichwort Licht: Bei dunkler Umgebung lässt sich auch die Low Blue Light -Technologie aktivieren, die blaues Licht filtert und die Augen schont.

So eignet sich der AOC-Monitor vorwiegend für den Einsatz von Office-Arbeiten. Und das einerseits aufgrund der standardisierten Bildwiederholungsrate, die für Tabellen, Schreibarbeiten, Surfen und Co. ausreicht, aber auch kein Wunderwerk bei anspruchsvollen Aufgaben vollbringt. Für Gamer beispielsweise eignet sich der I1601P somit nur in beschränkter Weise.

Kritik: Schwache Farben, schwierige Bedienung

Andererseits sollten auch diejenigen, die Fotos und Videos bearbeiten, zu einem anderen Monitor greifen. Nicht nur aufgrund der Bildwiederholungsrate, sondern auch wegen der schwachen Farben. Vor allem im direkten Vergleich von Laptop-Bildschirm und Monitor fällt auf, wie matt der AOC I1601P Farben wiedergibt. Kein Wunder, bietet er nur 64 Prozent des sRBG-Farbraums.

Der USB-C-Anschluss des mobilen Monitors AOC I1601P
Der USB-Anschluss und Power-Button des AOC I1601P.

Kritik muss AOC auch hinsichtlich der Menü-Navigation des Monitors einstecken. Der einzig verfügbare, physische Button dient nicht nur als Aus- und Anschaltknopf. Er muss zeitgleich auch dazu herhalten, um Helligkeit, Kontrast und Co. anzupassen. Durch mehrmaliges drücken gleitest du durch die Einstellungen – aber nur mit viel Zeitaufwand und Geduld. Hier hätte AOC sich eine simplere Lösung einfallen lassen müssen.

Fazit zum AOC I1601P

Wer seinen Arbeitsplatz erweitern und das Arbeiten am Laptop erleichtern oder unterwegs einfacher arbeiten möchte, ist mit dem AOC I1601P mehr als gut bedient. Der mobile Monitor deckt alles ab, was man für einen normalen Arbeitstag benötigt. Diejenigen, die ihre Arbeit im Büro oder Homeoffice um eine weitere Displayfläche erweitern wollen, bekommen einen flüssig arbeitenden Monitor und einer einfachen Einrichtung zur Hand. Pluspunkt ist außerdem seine portable Größe und das geringe Gewicht, die den AOC-Monitor auch unterwegs nicht zum Störfaktor werden lassen.

Allerdings ist der I1601P auch „nur“ mit dem nötigsten ausgestattet – ein weiterer USB-Anschluss oder auch ein Touchscreen hätten dem Monitor gut zu Gesicht gestanden.

Pro

  • Klein, portabel und leicht
  • Einfache Einrichtung
  • Hybrid-USB

Kontra

  • Schwache Farben und Kontraste
  • Mühselig, Monitor einzustellen
  • Kein Touchscreen

Bildquellen

  • AOC I1601P: Simone Warnke/inside digital
  • AOC I1601P: Simone Warnke/inside digital
  • AOC I1601P: Simone Warnke/inside digital
  • AOC I1601P: Simone Warnke/inside digital
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