Viele wissen es nicht: 3 Gründe, warum man mit Winterreifen nicht im Sommer fahren sollte

3 Minuten
Bei Winterreifen hat sich die "Von O bis O"-Regel bewährt. Zwischen Oktober und Ostern sollten Autos demnach mit Pneus für den Winter fahren. Wer sie aber länger drauf lässt und mit Winterreifen im Sommer fährt, kann Probleme bekommen.
Kein Autofahrer weiß das: Aus diesen 3 Gründen sollte man nicht mit Winterreifen im Sommer fahren
Kein Autofahrer weiß das: Aus diesen 3 Gründen sollte man nicht mit Winterreifen im Sommer fahrenBildquelle: Kyrylo Kholopkin / Unsplash

Jedes Auto hat sie, jedes Auto braucht sie: Reifen. Doch man muss immer wieder zwischen Sommer- und Winterreifen wechseln. Das hat mehrere Gründe. Daher sollte der Wechsel der Pneus, lassen es die Wetterverhältnisse zu, möglichst rasch vollzogen werden. Zwar ist das erlaubt und kein Gesetz spricht dagegen. Doch lässt man die Winterreifen zu lange drauf, kann das zu Problemen führen.

3 Gründe: Deshalb sollte man nicht mit Winterreifen im Sommer fahren

Die Gummimischung von Winterreifen ist weicher als die von Sommerreifen. Das ist im Winter von Vorteil, da sich Winterpneus so auch bei Minustemperaturen den Straßen anpassen. Bei sommerlichen Temperaturen allerdings wirkt sich das negativ aus. Die weichen Winterreifen haben dann einen deutlich größeren Rollwiderstand. Die Folge: Im Vergleich zum Fahren mit Sommerreifen steigt der Spritverbrauch immens. Experten schätzen, dass man dann bis zu 15 Prozent mehr Sprit verbraucht. Geht man von etwa 7.000 Kilometern aus, die man mit Winterreifen im Sommer zurücklegt, sind das beim aktuellen Preis von 1,80 Euro für einen Liter Superbenzin und einem Verbrauch von 5 Litern auf 100 Kilometer Mehrkosten in Höhe von fast 100 Euro.

Autoreifen: Darauf müssen Autofahrer achten

Doch die deutlich höheren Spritkosten sind nur ein Grund, von Winterreifen auf Sommerpneus zu wechseln. Der zweite ist: Sommerreifen weisen bei sommerlichen Temperaturen dank härterer Gummimischung eine bessere Haftung auf. Durch den besseren Grip verkürzt sich der Bremsweg. In Gefahrensituationen kommt man mit Winterreifen im Sommer also womöglich zu spät zum Stehen. Und noch ein Grund spricht gegen Winterreifen im Sommer und geht unnötig ins Geld. Fährt man im Sommer mit Winterreifen, nutzt sich das Profil der Winterpneus aufgrund der weichen Gummimischung schneller ab als im Winter. Somit wird schneller wieder ein neuer Satz Winterräder fällig.

Und wie ist das mit Ganzjahresreifen?

Ganzjahresreifen oder Allwetterreifen sind ein Kompromiss aus Sommer- und Winterreifen. Sie haben zwar den Vorteil, dass man sie das ganze Jahr über auf den Felgen lassen und fahren kann, wodurch das ständige Wechseln entfällt. Das wiederum spart Zeit und Geld. Allerdings sind Ganzjahresreifen insgesamt schlechter als die jeweiligen Experten-Pneus für die jeweilige Saison. Der Bremsweg ist länger als mit Sommerreifen und Geräuschpegel, also das Abrollgeräusch sowie Verschleiß sind höher. Und das im Vergleich zu Sommer- als auch Winterreifen.

Sommerreifen: Alles, was du jetzt dazu wissen musst

Zudem ist das Fahrverhalten bei extremen Wetterbedingungen wie Schnee und Eis oder extremer Hitze schlechter. Man muss also Abstriche bei Sicherheit und Komfort machen. Zudem verschleißen Ganzjahresreifen schneller uns müssen deutlich öfter ersetzt werden. Der TÜV Süd erklärt aber, dass Ganzjahresreifen immer besser werden und sich viele Autofahrer den doppelten Radsatz und die nervige Wechselei und Einlagerei sparen können. „Ganzjahresreifen sind besonders für Fahrzeugbesitzer geeignet, die mit einer geringeren Kilometerleistung unter gemäßigten Witterungsbedingungen im stadtnahen Bereich unterwegs sind“, so ein Reifenexperte des TÜV.

Bildquellen

  • Neues Reifen-Gesetz greift: Das ist ab 2024 verboten: Unsplash / Frank Albrecht
  • Kein Autofahrer weiß das: Aus diesen 3 Gründen sollte man nicht mit Winterreifen im Sommer fahren: Kyrylo Kholopkin / Unsplash

Jetzt weiterlesen

Diese 6 E-Bike-Gesetze muss jeder Fahrradfahrer kennen
Auf Deutschlands Straßen sind Autos, Lkw, Busse und auch Fahrräder unterwegs. Um Ärger im Straßenverkehr zu vermeiden, gibt es so einige Gesetze. Doch welche Regeln sind für Fahrradfahrer entscheidend? Hier verraten wir die sechs wichtigsten. 

Deine Technik. Deine Meinung.

2 KOMMENTARE

  1. Nutzerbild Meijer

    Die Protokolle sollte richtig schmerzen verursachen damit es auch Wirkung bekommen wird in die Zukunft!
    Deutschland sollte mehr Vorbild nehmen an die Strafzahlungen die in die Niederlande verteilt werden!

    Antwort
    • Nutzerbild KG

      Das ist mal wieder grenzwertig radikal, krank.
      Was ìst denn hierzulande mit den Mitmenschen los?
      Verbieten! Bestrafen! Und damit ist der Vokabular ausgeschöpft.
      Parallel wird für Vergewaltiger, Mörder und anderen Kriminelle, Verständnis, Menschlichkeit geboten. Natürlich wegen schwieriger Kindheit. krank! nur krank!

      Antwort

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein