Die besten Kinder-Apps: 5 Tipps für digitale Eltern

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Dem Kind ein Tablet oder Smartphone in die Hand zu geben, soll nicht dem Ruhigstellen des oder der Kleinen dienen. Mit Lernspielen, digitalen Spielfeldern und weiteren Funktionen gibt es zahlreiche sinnvolle Apps, die sich speziell an Kinder richten. Wir zeigen die besten fünf Anwendungen.
Papa und Kind mit einem Tablet
Bildquelle: goodluz / Adobe Stock

Vorneweg ein kleiner Hinweis: Wir geben hier nicht ausdrücklich die Empfehlung, Kinder mittels Tablet oder Smartphone und Kinder-Apps „ruhigzustellen“. Auf besonders langen Fahrten – ob im Zug oder mit dem Auto – kann ein wenig Abwechslung aber auch mal guttun und die bietet das Smartphone nun mal dank seiner heutzutage vielfältigen Möglichkeiten; Lerneffekt oftmals inklusive.

Dazu muss Beschäftigung mit dem Smartphone auch nicht bedeuten, dass die Kinderaugen gebannt auf das kleine Display schauen und sprichwörtlich viereckig werden. Das Handy dient als Interaktionsplattform oder stellt mitunter nur das Spielfeld dar. Andere Apps bieten Spielerei mit Lerneffekt. Wir stellen die fünf besten Kinder-Apps für iOS und Android vor.

„DieMaus“: Lach- und Sachgeschichten to go

Die „Sendung mit der Maus“ kennen viele Eltern sogar noch aus ihrer Kindheit. Die orangefarbene Maus, die größer als ihr Freund, der blaue Elefant, ist, gibt es auch als App. Der WDR bietet die App „DieMaus“, bis zuletzt noch „MausApp“, für iOS-, Android- und die Amazon-Geräte an.

Inhaltlich richtet sich die App vor allem an Vorschulkinder. Spielerisch wird eine Welt erkundet, hinter jeder Ecke können Überraschungen für Kinder lauern. Zum Beispiel Spiele oder kleine Aufgaben. Wer die „Sendung mit der Maus“ kennt, der weiß: Nach nur einer kurzen Auszeit mit der Maus bist du schlauer als zuvor. Der Grundsatz gilt auch für diese Anwendung bei unseren Kinder-Apps.

Die App „DieMaus“ gibt es außerdem noch für die Fire-Tablets von Amazon. Also auch für die Kinder-Modelle. Das Fire HD 8 in der Kids-Edition haben wir sogar getestet.

Diese App an sich ist auf allen Plattformen kostenlos, wird letzten Endes aber mit durch den Rundfunkbeitrag finanziert.

Die MausAppBildquelle: Westdeutscher Rundfunk

Toggolino Kinder-App: Gucken, hören, spielen

Toggolino ist das Pendant zur Maus-App aus der RTL- und Disney-Welt. In der Toggolino-App gibt es kleine Zeichentrick-Serien, Hörspiele und eine Vielzahl an Lernspielen zu entdecken. Eltern können über Hintergrundfunktionen wie Altersfilter, Zeitlimit, Nutzungszeitraum und Blacklisten sichergehen, dass ihre Kleinen nicht zu viel und nicht unbefugt in der App herumspielen.

Eine Vielzahl der Leistungen stehen im kostenlosen Teil der App zur Verfügung. Wer für 7,99 Euro pro Monat (In-App-Kauf) ein Upgrade auf die Premium-Version der App vornimmt, erhält aber neue Inhalte und nutzt die App außerdem werbefrei. Der Premium-Zugang ist jederzeit wieder kündbar.

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„Wo liegt das?“ – Geographie lernen im Taschenformat

Die nächste der Kinder-Apps mit Lerneffekt. Ganz simpel strukturiert, findet man bei „Wo liegt das?“ eine Karte vor. Nun wird abgefragt, wo etwa eine Sehenswürdigkeit, Stadt oder ein Land liegt und der entsprechende Punkt muss auf der Karte markiert werden. Je nach Entfernung des markierten Punktes von seinem tatsächlichen Standort auf der Karte, gibt es Punkte – je näher, umso mehr.

Insgesamt gibt es 15 Kategorien und 1.500 zu lokalisierende Elemente. Man kann ganz klein bei der Deutschlandkarte anfangen und beispielsweise die Hauptstädte der deutschen Bundesländer suchen oder man sucht die Herausforderung und versucht sich auf der großen Weltkarte zurechtzufinden.

Für die ganz Kleinen ist diese App eher noch nichts, allerdings macht es durchaus Spaß, die Herausforderungen auch gemeinsam zu lösen und gemeinsam vor dem Bildschirm zu hocken oder gar nacheinander gegeneinander zu spielen und so den Wettbewerb anzustacheln.

„Wo liegt das?“ ist für iOS und Android grundlegend werbefinanziert, der Download ist daher kostenlos und der Spielspaß kann durch Werbeeinblendungen unterbrochen werden. Es existiert allerdings auch eine Premium-Option der App, die kostenpflichtig ist und dafür ohne Werbung auskommt. Achtung Kostenfalle: Während die Pro- oder HD-Version bei Android mit 4,99 Euro noch human bepreist ist, kostet die Apple-Variante satte 43,99 Euro.

Wo liegt das? App
Bildquelle: Jaysquared

„Mensch ärgere dich nicht“ – Klassiker ohne umherfliegende Spielfiguren

Der Gesellschaftsspiele-Klassiker „Mensch ärgere dich nicht“ darf in dieser Liste natürlich nicht fehlen und steht stellvertretend für viele Brettspiele, die den Weg in die App-Marktplätze gefunden haben. Hier wird gegeneinander gespielt, ob lokal oder mit der Online-Community wird rausgeschmissen und das Häuschen vollgemacht. Am meisten Spaß macht die App auf dem Tablet, da hier das Spielfeld in der größten Darstellung sichtbar ist.

Wie im echten Leben bietet das Gesellschaftsspiel Spielspaß für Groß und Klein, hier kann das Handy oder Tablet von der Rückbank zum Beifahrersitz herumgereicht werden, sodass jeder zum Zug kommt. Der Fahrer muss natürlich immer aussetzen.

Der Klassiker „Mensch ärgere dich nicht“ wird hier offiziell von Schmidt Spiele, also dem urpsrünglichen Verlag, lizenziert als App angeboten. Der Download kostet für Android-Smartphones und Tablets 3,99 Euro. Wer die App für das iPad oder iPhone herunterladen möchte, muss für die iOS-Version sogar 5,49 Euro bezahlen. Zum Testen kann die kostenlose Light-Version mit dem Namenszusatz „Free“ ausprobiert werden – je nachdem reicht diese auch aus.

Mensch ärgere dich nicht App
Bildquelle: b-interactive

Die HiPP Kinder-App – Spielerisches Lernen ohne Gläschen

Eine App für die Kleinsten. Diese wahrhafte Kinder-App von Hipp verfolgt einen ähnlichen Ansatz wie die MausApp und verbindet Geschichten, Aufgaben und kleine Spiele innerhalb einer Abenteuerwelt. Auf dem Smartphone müssen dabei beispielsweise Tierstimmen erkannt werden (Kopfhörer anschließen erlaubt). Der Lerneffekt soll aber auch durch Spiele zum Zahlenlernen oder Bilder merken á la Memory angeregt werden. Der Anbieter empfiehlt, Kleinkinder nicht mit der App alleine zu lassen.

HiPP Kinder App

Kinder-Apps und Unterhaltung unterwegs: Hörspiele, Rätselspaß und Videostreaming

Soll das Handy nur als Medium dienen, um die ganze Besatzung der Familienkutsche zu unterhalten, gibt es ebenfalls vielfältige Möglichkeiten. Mit Streaming-Diensten wie Spotify, Deezer oder auch Google Play Music, Amazon Prime Music und natürlich Apple Music können beispielsweise Hörspiele aller Couleur vom Handy über das Autoradio abgespielt werden. Der Amazon-Dienst Audible ist in den ersten 30 Tagen kostenlos – ein komplettes Hörbuch gibt’s in diesem Zeitraum geschenkt.

Interaktiver und etwas wo vielleicht auch der Fahrer mitraten kann, ist ein bisschen Rätselspaß. Gern gesehen, für die Kleinsten aber nicht empfohlen sind die teils schaurigen Kurzgeschichten der Blackstories, bei denen Raffinesse beim Lösen verschiedener Fälle gefragt ist. Das Spiel gibt es selbstverständlich auch als App.

Das sind keine ausgewiesenen Kinder-Apps, dafür aber Spiel- und Spaß-Anwendungen für die ganze Familie.

Wenn es gar nicht anders geht, dürfen hier natürlich auch Video-Streaming-Apps der Vollständigkeit halber nicht fehlen. Anbieter wie Netflix, Sky mit Sky Go oder Amazon Prime Video bieten in ihren Apps auch an, Filme oder Serien offline verfügbar zu machen. Auf einem Tablet können die Videos dann abgespielt werden und das Datenvolumen bleibt unangetastet. Zum Teil stehen exklusive Kinder-Bereiche in den Video-Apps zur Verfügung, in denen nur auf die Kleinsten zugeschnittene Inhalte abgerufen werden können. Zum Beispiel können bei Sky dann andere Inhalte, die mitunter nicht kindgerecht sind, auch nicht abgerufen werden.

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